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Köln: Das sind die sieben besten Ausflugsziele fürs lange Wochenende

Wandern, Radeln, Kinderspaß  

Sieben Familien-Ausflüge in Köln für das lange Wochenende

Von Stefan Rahmann

02.06.2021, 10:28 Uhr
Köln: Das sind die sieben besten Ausflugsziele fürs lange Wochenende. Blick auf Köln (Archivbild): In der Domstadt gibt es viele Ausflugsziele für Familien. (Quelle: imago images/Imagebroker / Walter Allgöwer)

Blick auf Köln (Archivbild): In der Domstadt gibt es viele Ausflugsziele für Familien. (Quelle: Imagebroker / Walter Allgöwer/imago images)

Feiertag, Brückentag, Wochenende: Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, sind das beste Voraussetzungen für einen Ausflug. Wir haben Tipps zusammengestellt mit Zielen, an denen nicht mit größeren Menschenansammlungen zu rechnen ist. 

Dank Feiertag am Donnerstag lockt für viele Menschen ein viertägiges Wochenende. Beste Zeit also für einen – selbstverständlich coronakonformen – Ausflug. Zu Fuß, mit dem Rad oder und mit der Fähre über den Rhein – hier ist für jeden etwas dabei.

Wandern am Rheinufer

Eine Wanderung nah am Wasser gebaut beginnt unter der Rodenkirchener Brücke. Dort kann man parken. Oder man fährt mit der Stadtbahn bis ans Heinrich-Lübke-Ufer. Dort hat man den Rhein bereits im Blick. Am Ufer entlang geht es flussaufwärts zur Rodenkirchener Riviera. Von nun an immer am Ufer entlang. Man passiert einen Campingplatz, durchquert Auenwälder, erfreut sich an der Weite des Weißer Rheinbogens und gelangt schließlich zum Anlegeplatz des "Krokodils".

Dort gibt es eine Fähre, die am Wochenende und an Feiertagen von 10 Uhr bis 20 Uhr zwischen Weiß und dem rechtsrheinischen Zündorf hin- und herpendelt. Nach dem Übersetzen geht es stromab wieder am Fluss entlang bis zur Rodenkirchener Brücke, über die man zum Ausgangspunkt gelangt. Vier Stunden ist man dabei unterwegs – ein ausgiebiges Picknick am Rheinufer nicht eingerechnet.

Mit dem Fahrrad über den Militärring bis an den Rhein

Eine schöne Radtour startet am Aachener Weiher. Nachdem man die Universitätsstraße überquert hat, fährt man parallel zu den Lindenthaler Kanälen. In diesen Tagen kann man mit gebotenem Abstand ein Schwanenpaar beim Brüten betrachten. Anschließend geht es in den Stadtwald. Wer möchte, kann an der Vinzenz-Statz-Straße den Gedenkort für Hans-Martin Schleyer besuchen. Der damalige Arbeitgeber-Präsident ist dort entführt worden.

Auch die Kitschburger Straße wird überquert. Die ist am Wochenende und an Feiertagen autofrei. Am Samstag ist dort Markt im Grünen. Ein idyllischer Ort, und guten Kaffee gibt es obendrein. Schließlich geht es weiter in Richtung Rheinenergie-Stadion, zu dem man noch einen kleinen Abstecher machen kann.

Idyllisch ist der Kalscheurer Weiher im Äußeren Grüngürtel. (Quelle: Stefan Rahmann)Idyllisch ist der Kalscheurer Weiher im Äußeren Grüngürtel. (Quelle: Stefan Rahmann)

Hat man das Stadion zur rechten Hand, sieht man links die Jahnwiesen. An denen fährt man über die Einfahrt zum Landhaus Kuckuck vorbei und gelangt zum Adenauerweiher. Hat man den passiert, hält man  sich weiter Richtung Radweg Militärring. Ab jetzt gibt es Wald satt. Rechts liegt das Trainingsgelände des FC und der sehr idyllische Decksteiner Weiher. Wer eine Pause machen möchte kann aber auch zum Kalscheurer Weiher fahren. Auf dem Radweg geht es dann immer geradeaus bis zum Rheinufer. Je nach Kondition sollte man mit zwei bis drei Stunden Fahrtzeit rechnen.

Kinderspaß an der Diepeschrather Mühle

Das Kinderparadies schlechthin ist der etwas abseits und kurz hinter der Kölner Stadtgrenze gelegene Spielplatz an der Diepeschrather Mühle. Es ist für alle Altersgruppen geeignet. Seilbahn, Kletterspinne, Schaukeln, Klettergerüst mit Hängebrücke, eine Wasser-Spielstraße mit Pumpe, ein Trimm-Dich-Pfad sowie ein abgetrennter Bereich Kleinkinder lassen keine Kinderwünsche offen.

Wer Glück hat, findet Kaulquappen, die sich vielleicht zu Hause bei guter Pflege zu Fröschen entwickeln. Das Waldgebiet in unmittelbarer Nähe eignet sich perfekt für einen Spaziergang mit der ganzen Familie. Man reist am besten mit dem Auto an – Parkplätze gibt es genügend.

Ausblick auf die Stadtsilhouette vom Landschaftspark Belvedere

Einen Ausflug lohnt auf jeden Fall der Landschaftspark Belvedere im Kölner Westen. Von den Aussichtsplattformen im Landschaftspark Belvedere genießt man einen schönen Blick auf die Silhouette von Köln. Mittendrin und bis auf den Fernsehturm alles überragend natürlich der Dom. Der 300 Hektar große Park liegt zwischen Müngersdorf und Bocklemünd. Er ist benannt nach dem benachbarten ehemaligen Bahnhof Belvedere, dem ältesten erhaltenen Stationsgebäude in Deutschland.

Der Blick von der Aussichtsplattform im Landschaftspark Belvedere ist einzigartig. (Quelle: Stefan Rahmann)Der Blick von der Aussichtsplattform im Landschaftspark Belvedere ist einzigartig. (Quelle: Stefan Rahmann)

Der Park ist gerade im Frühling üppig und abwechslungsreich. Waldstücke und Rasen wechseln sich ab mit Getreidefeldern und Obstwiesen. Dahinter steckt ein wohl überlegtes Konzept: Der Park dient der landwirtschaftlichen Produktion und ist gleichzeitig Erlebnisraum für Erholungssuchende. Mittendrin liegt das Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, das die Felder bewirtschaftet. Dazu gehört auch ein Lehr- und Schaugarten.

Es gibt einen drei Kilometer langen Rundweg. Wer länger laufen möchte, unterquert die Autobahn 1 und dreht eine Runde auf dem für Spaziergänger öffentlichen Golfplatz. Man erreicht den Park mit der KVB-Linie 144, Haltestelle Belvedere. Einen Parkplatz findet man man den benachbarten Stadtteilen.

Wandern auf dem Kölnpfad

Was immer geht, wenn man gehen möchte, ist der Kölnpfad. Er ist auch für Anfänger geeignet, weil es wegen der ausgezeichneten Beschilderung fast unmöglich ist, sich zu verlaufen. Das Wanderzeichen ist ein weißer Kreis auf schwarzem Grund. Auf 171 Kilometern kann man in elf Etappen Köln sozusagen umrunden. Die Einzelstrecken sind zwischen neun und 22 Kilometern lang.

Wir empfehlen für Einsteiger die schöne und leicht begehbare Etappe Mülheim über Stammheim und Flittard und von dort über Wiesen, Felder und durch den Wald nach Schlebusch. Wer mag, besucht in Flittard den eindrucksvollen Japanischen Garten an der Kaiser-Wilhelm-Allee in Leverkusen. Die Strecke ist 14 Kilometer lang und in dreieinhalb Stunden gut zu bewältigen. Start ist die KVB-Haltestelle Wiener Platz. Von Schlebusch geht es mit der KVB-Linie 4 zurück nach Köln.

Kirschbaumblüte im Forstbotanischen Garten

Spielen, Lernen und Staunen steht auf dem Programm im Forstbotanischen Garten. Mit dem Auto erreicht man den Parkplatz über die Straße "Zum Forstbotanischen Garten". Inmitten einer großen Wiesenfläche findet man ein großen Spielplatz mit Klettergeräten. Auf der Wiese kann man Ball spielen. Darüber hinaus kann man in zwei Abteilungen Pflanzen betrachten.

Prächtiges Farbenspiel im Forstbotanischen Garten.  (Quelle: Superbass/CC BY-SA 3.0)Prächtiges Farbenspiel im Forstbotanischen Garten. (Quelle: Superbass/CC BY-SA 3.0)

Der eigentliche Garten ist 1,5 Hektar groß und bietet Attraktionen wie die Rhododendron-Schlucht und japanische Kirschbäumen, die aktuell blühen, sowie Riesenmammutbäume. Im Friedenswald findet man Bäume und Sträucher aus allen Ländern, zu denen die Bundesrepublik Deutschland Anfang der 60er-Jahre, als der Wald angelegt wurde, diplomatische Beziehungen pflegte.

Künstlerische Grabstätten im jüdischen Friedhof

Abseits aller ausgetretenen Pfade liegt der jüdische Friedhof in Bocklemünd, Venloer Straße 1152. Er besteht seit 1918 als jüdische Begräbnisstätte. Neben vielen künstlerisch anspruchsvoll gestalteten Grabsteinen findet man eine Gedenkstätte für die Kölner Opfer des Holocaust. Begraben sind dort unter anderem der Soziologe Alphons Silbermann und Leonhard Tietz, Gründer der Leonhard Tietz AG, aus der später der Kaufhof wurde. Männer dürfen den Friedhof nur mit einer Kopfbedeckung betreten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Beobachtungen

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