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Köln: Schieberbande schmuggelte Gold im Wert von 1,6 Milliarden Euro

Juweliere im Verdacht  

Bande soll Gold im Wert von 1,6 Milliarden Euro geschleust haben

01.07.2021, 11:00 Uhr | dpa

Köln: Schieberbande schmuggelte Gold im Wert von 1,6 Milliarden Euro. Schmuck und Juwelen im Schaufenster (Symbolbild): Kölner Schmuckhändler sollen in einen kriminellen Schmuggel verwickelt sein. (Quelle: imago images/imagebroker)

Schmuck und Juwelen im Schaufenster (Symbolbild): Kölner Schmuckhändler sollen in einen kriminellen Schmuggel verwickelt sein. (Quelle: imagebroker/imago images)

Juweliere aus dem Kölner Raum sollen illegal 7,5 Tonnen Gold in die Türkei geschleust haben. Das Gold diente wohl dazu, Gewinne aus kriminellen Geschäften zu verschleiern. 

Eine Bande von Finanzschiebern und Juwelieren soll Goldbarren im Wert von 1,6 Milliarden Euro in die Türkei geschmuggelt haben. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" am Mittwoch berichtete, schleuste die Gruppierung fast 7,5 Tonnen Gold illegal nach Istanbul. Das Gold soll dazu gedient haben, die Gewinne krimineller Organisationen zu waschen – so etwa Geld aus Drogengeschäften in den Niederlanden und Gewinnen aus dem Schwarzmarktgeschäft mit unverzolltem Wasserpfeifentabak. In mehreren Anlaufstellen von Schmuckhändlern in der Kölner Region sollen die Millionen demnach eingezahlt worden sein.

Die Kölner Staatsanwaltschaft teilte dazu mit, insgesamt handele es sich um ein Verfahren mit 53 Beschuldigten, wovon sich drei Beschuldigte noch weiter in Untersuchungshaft befänden. Weiteres könne wegen der immer noch andauernden Ermittlungen derzeit nicht offengelegt werden.

Bandenchef wohl untergetaucht

Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" ist der mutmaßliche Bandenchef, ein Schmuck-Großhändler aus Istanbul, vermutlich in seiner Heimat untergetaucht. Die Vorwürfe gegen die Gruppe reichten von Geldwäsche über Betrug bis zur Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Mustafa Kaplan, Verteidiger eines beschuldigten Kölner Geschäftsmannes, sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", er glaube, dass sich ein Großteil der Vorwürfe "am Ende des Verfahrens im Nichts auflösen" werde.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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