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Kölner Inzidenz steigt nach Karneval immer weiter

Von t-online, fas

Aktualisiert am 10.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Straßenkarneval an Weiberfastnacht: Allein im Zülpicher Viertel feierten rund 15.000 Menschen.
Straßenkarneval an Weiberfastnacht: Allein im Zülpicher Viertel feierten rund 15.000 Menschen. (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
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Köln bleibt auch zwei Wochen nach Karnevalsbeginn trauriger NRW-Spitzenreiter bei den Inzidenzzahlen. Tausende Menschen hatten in der Stadt Karneval gefeiert, an Rosenmontag gab es eine Demonstration mit rund 250.000 Teilnehmenden.

Köln verzeichnet zwei Wochen nach Karnevalsbeginn die höchste Corona-Inzidenz in ganz Nordrhein-Westfalen: Das Robert-Koch-Institut meldete am Donnerstag eine Inzidenz von 2784,6- Eine Woche nach Karneval lag sie bei 2018,7 wiederum eine Woche davor, also vor Karneval, hatte der Wert noch bei 1073,8 gelegen.

Einen derartigen Sprung wie in Köln gibt es sonst nirgendwo im Bundesland zu beobachten. Allein am Donnerstag wurden laut RKI 4.794 neue laborbestätigte Fälle gemeldet.

Die Stadt Köln hatte bereits vor ungefähr einer Woche einen Anstieg der Fallzahlen thematisiert. Ein Grund dafür liege in der stark zunehmenden Ausbreitung des Omikron-Subtyps BA.2, der sich noch schneller verbreite als der bislang dominierende Subtyp BA.1.

Auch auf die Kölner Uniklinik haben die hohen Infektionszahlen Auswirkungen: Anfang der Woche wurde bekannt, dass mehr als 750 Beschäftigte in Quarantäne sind.

Nach Kölner Karneval: Inzidenz bei jungen Erwachsenen verdreifacht sich

Allerdings sei der Anstieg besonders ausgeprägt in der Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen – die Stadt sieht das als mögliches Anzeichen für Ansteckungen im Zusammenhang mit Karnevalsfeiern. Tatsächlich lag die Inzidenz in dieser Altersgruppe laut Landesgesundheitszentrum kurz nach Karneval bei 4.336,6. In der Woche davor hatte der Wert hier noch bei 1.387,1 gelegen.

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Ob die Infektionen tatsächlich auf den Karneval in der Stadt zurückzuführen sind, könne allerdings noch nicht beurteilt werden, auch weil die Kontaktnachverfolgung inzwischen stark zurückgefahren sei.

An Weiberfastnacht hatten Tausende in der Kölner Innenstadt gefeiert, die Stadt hatte dafür Zonen eingerichtet, in denen die 2G-plus-Regel herrschte. Gleichzeitig war dort die Maskenpflicht aufgehoben worden. Überschattet worden war das närrische Treiben durch den Kriegsbeginn in der Ukraine. Der Rosenmontagszug war daraufhin abgesagt worden, stattdessen zogen rund 250.000 Menschen bei einer Friedensdemo durch die Domstadt – hier hatte allerdings Maskenpflicht geherrscht.

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