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"Gemeinschaftlicher Totschlag": Razzia in fünf Flüchtlingsheimen

Von afp, mtt

07.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Durchsuchungen an den Gelenkbogenhallen in Köln: Die Polizei sucht nach mehreren Männern.
Durchsuchungen an den Gelenkbogenhallen in Köln: Die Polizei sucht nach mehreren Männern. (Quelle: Kempf)
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Seit dem frühen Donnerstagmorgen sind mehrere hundert Polizisten in NRW im Einsatz. Ihr Ziel: 18 Männer dingfest zu machen, die gemeinsam einen 37-Jährigen auf der Straße erstochen und erschlagen haben sollen.

Hunderte Polizisten haben im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt mehrere Flüchtlingsunterkünfte in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Die Polizei erklärte am Donnerstag, dass seit den frühen Morgenstunden sechs Wohnungen und vier Flüchtlingsunterkünfte in Köln sowie eine Unterkunft in Wuppertal durchsucht wurden.

Die Polizei will 18 Männer und Jugendliche im Alter von 17 bis 60 Jahren wegen "gemeinschaftlichen Totschlags" in Untersuchungshaft bringen. Im Einsatz waren unter anderem auch Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten sowie Kräfte der Technischen Einsatzeinheit.

Den Ermittlern zufolge waren die Männer an einem Angriff auf einen 37-Jährigen am 10. März in Köln beteiligt. Demnach hätten sie mit mindestens neun weiteren, noch nicht identifizierten Tatbeteiligten auf das Opfer eingeschlagen, getreten und gestochen.

Mob attackiert 37-Jährigen in Köln: Videoaufnahmen führten zu Verdächtigen

Das Opfer saß zu Beginn des Überfalls in einem Smart und war von den Tätern im Bereich der Bamberger Straße abgepasst worden. Die Angreifer sollen zuerst auf das Auto eingeschlagen und anschließend den Autofahrer attackiert haben. Nach der Auseinandersetzung flüchtete die Personengruppe zunächst zu Fuß und fuhr dann mit mehreren Fahrzeugen davon, wie auch t-online berichtet hatte.

Auto des Opfers in Köln: Am Nachmittag des 10. März sicherten Einsatzkräfte den Tatort ab.
Auto des Opfers in Köln: Am Nachmittag des 10. März sicherten Einsatzkräfte den Tatort ab. (Quelle: Vincent Kempf)
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Die bisherigen Verdächtigen seien durch Videoaufnahmen identifiziert worden, hieß es nun. Der 37-Jährige sei nach mehreren Notoperationen am 28. März gestorben. Hintergrund der Tat sollen familiäre Streitigkeiten zwischen zwei aus dem ehemaligen Jugoslawien stammenden Großfamilien sein.

Da in der durchsuchten Unterkunft auf der Boltensternstraße in Köln-Niehl aktuell auch ukrainische Kriegsflüchtlinge untergebracht sind, informieren ukrainisch sprechende Polizeibeamte vor Ort über die Hintergründe des Polizeieinsatzes.

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