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Ausschreitungen nach Demo ÔÇô Angriffe auf Polizisten und Journalisten

Von t-online, dpa, afp, ags, vss

Aktualisiert am 07.11.2020Lesedauer: 4 Min.
Ausschreitungen bei Demo in Leipzig: Polizisten werden mit Pyrotechnik beworfen.
Ausschreitungen bei Demo in Leipzig: Polizisten werden mit Pyrotechnik beworfen. (Quelle: Kai Pfaffenbach/Reuters-bilder)
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In Leipzig demonstrierten Tausende Menschen gegen die Ma├čnahmen zur Eind├Ąmmung der Corona-Pandemie.

Das Wichtigste im ├ťberblick


19.32 Uhr: Zahlreiche ├ťbergriffe auf Journalisten

Die Gewerkschaft Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) hat bei der "Querdenken"-Demonstration in Leipzig Attacken gegen Journalisten registriert. In einer ersten Bilanz sprach J├Ârg Reichel, Landesgesch├Ąftsf├╝hrer der DJU Berlin Brandenburg, von mindestens 32 Journalisten, die von "k├Ârperlichen Angriffen und Behinderungen betroffen" seien, wie er auf Twitter schrieb. Die Attacken seien im Wesentlichen von Teilnehmern der "#Coronaleugner Demo" ausgegangen, so Reichel. "Unsere Bef├╝rchtungen, es k├Ânne im Rahmen der Demonstrationen erneut zu Anfeindungen und Androhungen von Gewalt gegen├╝ber Journalistinnen und Journalisten kommen, haben sich leider bewahrheitet", teilte Tina Groll, Vorsitzende der DJU in Verdi mit.

18.20 Uhr: Demonstranten nehmen Ring ein


"Querdenken"-Demo in Leipzig: Tausende ohne Abstand

Festnahmen in Leipzig: Die Polizei hat mehrere Demonstranten in Gewahrsam genommen.
Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern der "Querdenken"-Demonstrationen und der Polizei: Es wurden unter anderem Bengalos gez├╝ndet.
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Wie die "LVZ" berichtet, hat die Polizei den Weg auf dem Ring freigegeben. Die Demonstranten liefen zun├Ąchst "unkontrolliert" ├╝ber den Ring, hei├čt es. Auf H├Âhe der Thomaskirche beginnt die Polizei nun mit der Begleitung des Zuges. Einige der Demonstranten skandierten "Frieden Freiheit, keine Diktatur" und "Merkel muss weg".

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18.07 Uhr: Versammlung von Gegendemonstranten am Ro├čplatz

Die Stimmung am Hauptbahnhof heizt sich immer weiter auf, die Polizei fordert immer mehr Verst├Ąrkung an. W├Ąhrenddessen umringen zahlreiche Beamte Gegendemonstranten am Ro├čplatz. Die Leipziger Initiative "Leipzig nimmt Platz" spricht von einer friedlichen Gegendemo. Die Versammlung auf dem Grimmiaschen Steinweg wurde selbstst├Ąndig beendet.

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17.45 Uhr: Polizei setzt Reizgas und Pfefferspray ein

Nachdem die Polizei vermehrt mit Rauchbomben und Pyrotechnik attackiert wurden, setzt diese nun Pfefferspray und Reizgas zur Verteidigung ein. Die Bundespolizei ist am Hauptbahnhof am Einsatz und verst├Ąrkt die Leipziger Beamten.

17.35 Uhr: Polizei setzt Reiterstaffel ein

Reiterstaffel der Polizei Leipzig: Bei der Aufl├Âsung der "Querdenken"-Demo kam es zu Ausschreitungen und Angriffen auf Polizisten und Journalisten.
Reiterstaffel der Polizei Leipzig: Bei der Aufl├Âsung der "Querdenken"-Demo kam es zu Ausschreitungen und Angriffen auf Polizisten und Journalisten. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa-bilder)

Die Polizei versucht weiterhin, Demonstranten mit Lautsprecheransagen zum Verlassen des Augustusplatzes zu bewegen. "Dies ist ├╝ber die Brandenburger Stra├če m├Âglich", hei├čt es. Au├čerdem hat die Polizei ihre Reiterstaffel zur Verst├Ąrkung hinzugezogen.

17.03 Uhr: Hunderte Rechte und Neonazis vor Hauptbahnhof versammelt

Vor dem Hauptbahnhof in Leipzig treffen immer mehr Menschen aufeinander. In der N├Ąhe des Bahnhofs sollen sich laut MDR bis zu 500 Rechte und Neonazis versammelt und auf Polizisten zubewegt haben. Die Lage sei un├╝bersichtlich. Es sollen Flaschen fliegen, Gegendemos w├╝rden angegriffen.

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16.37 Uhr: Auseinandersetzungen in Seitenstra├čen beobachtet

W├Ąhrend die Polizei weiterhin ehemalige "Querdenken"-Teilnehmer auffordert, den Kundgebungsplatz zu verlassen, scheint sich die Situation in den Nebenstra├čen hochzuschaukeln. Reporter berichten ├╝ber Auseinandersetzungen zwischen Demo-Gruppen abseits des Augustusplatzes. Videos zeigen, wie Pyrotechnik geworfen wurde.

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In Seitenstra├čen sollen auch Polizisten und Journalisten angegriffen worden sein. Dabei sollen auch mehrere Menschen festgenommen worden sein.

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15.58 Uhr: Stadt zieht "Querdenken" den Stecker

Nachdem die "Querdenken"-Demo f├╝r beendet erkl├Ąrt worden ist, fordert die Polizei die Anwesenden per Lautsprecher dazu auf, den Augustusplatz zu verlassen.

"Es handelt sich um keine Versammlung mehr", twitterten die Beamten zus├Ątzlich. "Wir fordern die Personen auf, den Bereich unverz├╝glich zu verlassen!" Au├čerdem sei der Strom auf der B├╝hne abgestellt worden, so die Polizei.

15.40 Uhr: Stadt Leipzig erkl├Ąrt Demo f├╝r beendet

Nach zahlreichen Verst├Â├čen gegen die Versammlungsauflagen hat die Stadt Leipzig die "Querdenken"-Demo gegen die Corona-Politik aufgel├Âst. Das teilte die Stadt auf Twitter mit. Die Veranstalter riefen die Teilnehmer auf, dem zu folgen. "Wir werden jetzt die B├╝hne verlassen, die Versammlung ist aufgel├Âst", sagten die Organisatoren. "Verhaltet euch bitte friedlich."

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15.36 Uhr: 4.000 mehr Demonstranten als erlaubt ÔÇô Polizei spricht von Auflagenversto├č

Zur "Querdenken"-Demonstration in die Leipziger Innenstadt sind deutlich mehr Menschen gekommen als angemeldet. Die Polizei gehe von 20.000 Teilnehmern aus, sagte Polizeisprecher Olaf Hoppe am Nachmittag. "Das ist ein weiterer Auflagenversto├č." Nur 16.000 Teilnehmer waren f├╝r die Demonstration gegen die Corona-Einschr├Ąnkungen angemeldet gewesen.

15.16 Uhr: Gegenproteste zahlenm├Ą├čig unterlegen

Am Rande der "Querdenken"-Demo in Leipzig haben sich auch mehrere hundert Gegendemonstranten versammelt. Die meisten von ihnen standen am Nachmittag an einer Zufahrtsstra├če zum Augustusplatz, wo die "Querdenken"-Kundgebung stattfand.

Gegendemonstranten stehen auf dem Augustusplatz: An der Kundgebung gegen die von Bund und L├Ąndern beschlossenen Corona-Ma├čnahmen nehmen mehrere Tausend Menschen teil.
Gegendemonstranten stehen auf dem Augustusplatz: An der Kundgebung gegen die von Bund und L├Ąndern beschlossenen Corona-Ma├čnahmen nehmen mehrere Tausend Menschen teil. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-bilder)

Die Stimmung war zun├Ąchst friedlich, aber angespannt. Zahlenm├Ą├čig waren die Gegendemonstranten der Kundgebung deutlich unterlegen. Unter anderem das B├╝ndnis "Leipzig nimmt Platz" hatte zu Gegenprotesten aufgerufen.

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15.02 Uhr: Kleinere Ausschreitungen zwischen Demo-Gruppen

Um den Augustusplatz soll es zwischen Versammlungsteilnehmern zu verbalen und k├Ârperlichen Auseinandersetzungen gekommen sein, schreibt die Polizei. Die Beamten h├Ątten eingegriffen. Wie die dpa berichtet, wurde ein Gegendemonstrant in Gewahrsam genommen.

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14.40 Uhr: Demo wegen hohen Zulaufs zeitweise unterbrochen

Wegen des hohen Zulaufs haben die Veranstalter der "Querdenken"-Demonstration in der Leipziger Innenstadt ihre Kundgebung gegen die Corona-Politik kurz unterbrochen. Sie riefen die mehreren tausend Teilnehmer auf, die Veranstaltungsfl├Ąche voll auszunutzen. Nach etwa einer halben Stunde ging die Kundgebung weiter.

Die auf dem Augustusplatz angemeldete Kundgebung wurde auf den innerst├Ądtischen Ring und angrenzende Stra├čen ausgeweitet, damit die zahlreichen Demonstranten den Mindestabstand einhalten k├Ânnen. Das taten die zahlreichen Teilnehmer zun├Ąchst nicht, fast niemand trug eine Mund-Nasen-Bedeckung.

14.29 Uhr: Die Polizei m├╝ht sich um Einhaltung der Corona-Auflagen

Die meisten Demo-Teilnehmer auf dem Augustusplatz halten sich nicht an die Corona-Regeln, hei├čt es von der Polizei. Sie mahnt auf Twitter: "Abst├Ąnde sind einzuhalten! Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes ist Pflicht!".

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13.16 Uhr: Demo gegen Anti-Corona-Ma├čnahmen startet in Innenstadt

Nach einem juristischen Tauziehen hat am Samstag in der Leipziger Innenstadt eine "Querdenken"-Demonstration gegen die Corona-Ma├čnahmen begonnen. Die wenigsten der mehreren Tausend Teilnehmer trugen eine Maske oder konnten den Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten.

Der Platz zwischen Gewandhaus und der Leipziger Oper war am Samstagmittag bereits dicht gef├╝llt. "Die Kontrolle ist f├╝r uns fast unm├Âglich", sagte der Sprecher der Polizeidirektion Leipzig, Olaf Hoppe.

9.28 Uhr: OVG Bautzen l├Ąsst Demo auf Augustusplatz stattfinden

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Die Stadt wollte die Kundgebung zun├Ąchst auf Parkpl├Ątze der Neuen Messe au├čerhalb des Stadtzentrums verlegen. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen entschied dann aber, dass die Demonstration mit 16.000 Menschen auf dem Augustusplatz stattfinden darf, wie die Stadt am Samstagmorgen mitteilte.

Polizisten sichern die Demonstration: Zu der Kundgebung gegen die von Bund und L├Ąndern beschlossenen Anti-Corona-Ma├čnahmen werden 20.000 Menschen erwartet.
Polizisten sichern die Demonstration: Zu der Kundgebung gegen die von Bund und L├Ąndern beschlossenen Anti-Corona-Ma├čnahmen werden 20.000 Menschen erwartet. (Quelle: Sebastian Willnow//dpa-bilder)

8.25 Uhr: "Extrem herausfordernder" Tag in Leipzig

Die Stadt Leipzig steht am Samstag nach eigenen Angaben vor einem "extrem herausfordernden" Versammlungsgeschehen. Neben der "Querdenken"-Demonstration seien 26 weitere Versammlungen angemeldet worden, teilte der f├╝r Ordnung zust├Ąndige B├╝rgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) am Freitag mit. Es gelte das Versammlungsrecht mit der S├Ąchsischen Corona-Schutzverordnung und dem Infektionsschutz zu vereinen.

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