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München: Frau zahlt Millionen an angeblichen Hellseher – Prozess gestartet


Prozess vor Landgericht München
Frau zahlte Millionensumme an angeblichen Hellseher

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 23.04.2024Lesedauer: 1 Min.
Ein Mann mit einer leuchtenden Kristallkugel (Symbolbild): Gemeinsam mit seiner Ehefrau soll der Mann das Opfer über Jahre abgezockt haben.Vergrößern des BildesEin Mann mit einer leuchtenden Kristallkugel (Symbolbild): Gemeinsam mit seiner Ehefrau soll der Mann das Opfer über Jahre abgezockt haben. (Quelle: Andriy Popov/imago-images-bilder)
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1,6 Millionen Euro soll eine Frau in den vergangenen Jahren an einen angeblichen Hellseher gezahlt haben. Und das ist wohl nur die Spitze des Eisberges.

Ein Mann, der eine wohlhabende Frau über Jahre hinweg um fast 1,6 Millionen Euro betrogen haben soll, steht ab heute vor dem Landgericht München II. Der 47-Jährige, der sich als Hellseher ausgab, soll den Aberglauben des mutmaßlichen Opfers ausgenutzt haben, um sie wiederholt finanziell auszubeuten.

Laut der Staatsanwaltschaft gab er vor, ein Medium zu sein und versprach, Schande von ihr und ihrer Familie fernzuhalten. Sein Vorgehen war dabei besonders perfide: Er soll demnach eine Art Drohkulisse aus vermeintlichen Unglücken geschaffen haben, die nur er durch mysteriöse Rituale abwenden könne. Die dazugehörigen Zeremonien beinhalteten Gebete und das regelmäßige Trinken von Wasser. Das Wasser könnte nach Einschätzung der Ermittler Substanzen enthalten haben, welche die Wahrnehmung der Frau beeinträchtigten.

Zudem manipulierte der Angeklagte das Opfer emotional: So soll er behauptet haben, ihr Ehemann betrüge sie und habe eine Affäre. Um diese angebliche Untreue nachzuweisen, soll er weitere Geldsummen gefordert haben. Neben dem 47-Jährigen ist auch dessen 39-jährige Ehefrau wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 62 Fällen mitangeklagt. Laut Anklage soll das Paar das Opfer seit dem Jahr 2011 systematisch ausgebeutet haben. Vor Gericht stehen jedoch nur die Vorfälle seit 2018.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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