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Bier, Bratwurst, Semmel, Torte, Schnitzel: Alles wird teurer

München  

Bier, Bratwurst, Semmel, Torte, Schnitzel: Alles wird teurer

14.10.2021, 14:37 Uhr | dpa

Bier, Bratwurst, Semmel, Torte, Schnitzel: Alles wird teurer. Bier mit Brotzeit

Eine bayerische Brotzeit ist auf einer Bierbank im Biergarten zu sehen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Bayerns Lebensmittel-Handwerker und die Brauereien warnen vor einer bevorstehenden Teuerungswelle. Bäcker, Brauer, Konditoren, Metzger und Müller erklärten am Donnerstag in München, dass der rasante Anstieg der Energiepreise und der Transportkosten im kommenden Jahr "hohe Auswirkungen" auf die Verkaufspreise haben werde.

"Alle wesentlichen Kostenfaktoren wie auch Rohstoffe und Transportkosten steigen massiv", sagte Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer des Verbands Private Brauereien Bayern. "Wir werden nicht umhinkommen, diese Preissteigerungen auf unsere Erzeugnisse umzulegen." In einem von den Verbänden selbst so bezeichneten Brandbrief an Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordern die fünf Verbände staatliche Schritte zur Entschärfung der steten Teuerung. Neben den privaten Brauereien sind das die Landesinnungen der Metzger, Bäcker und Konditoren sowie der Bayerische Müllerbund.

Zahlreiche Betriebe würden durch die Mehrbelastungen in große Nöte getrieben und von den Kostensteigerungen geradezu überrollt, heißt es in der Mitteilung der fünf Verbände.

"Staatsminister Aiwanger und andere Minister auf Bundes- und Länderebene müssen schnellstmöglich Auswege aus der Energiepreiskrise suchen und finden. Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf", formulierten die Geschäftsführer. Als Lösung schlugen sie einen zeitweiligen Verzicht des Staates auf die Umlagen und Abgaben vor, die die Energie verteuern.

Abgesehen davon plädierten Lebensmittel-Handwerker und Brauer dafür, die Produktion erneuerbaren Stroms schneller auszubauen. "Die konventionellen Energien wie Öl und Gas sind die Preistreiber, nicht die erneuerbaren Energien", betonte Josef Rampl, Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes.

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