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Stadt verbietet Party-Hit auf Volksfest – CSU will dagegen vorgehen

  • Meike Kreil
Von Meike Kreil

Aktualisiert am 12.07.2022Lesedauer: 3 Min.
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Party-Laune (Symbolbild): In Würzburg findet das Kiliani-Volksfest statt – allerdings ohne den Ballermann-Hit "Layla". (Quelle: imago stock&people)
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Der Ballermann-Hit "Layla" steht wegen Sexismus-Vorwürfen in der Kritik. Die Stadt Würzburg hat mit einem Verbot reagiert – doch eine Stadträtin will sich dagegen wehren.

Würzburg hat das Abspielen des Ballermann-Hits "Layla" auf dem dortigen Kiliani-Volksfest verboten. "Es wird sichergestellt, dass das Lied künftig nicht mehr gespielt wird", zitiert die "Mainpost" einen Sprecher der Stadt. Hintergrund sei der von Kritikern als sexistisch empfundene Liedtext.

Auch der Würzburger Stadtrat wird sich wohl mit dem Thema auseinandersetzen. CSU-Stadträtin Rena Schimmer kündigte auf Instagram an, in der nächsten Sitzung eine Anfrage und eventuell einen Antrag stellen zu wollen. Ihr gehe es um die Kriterien, nach denen das Verbot entschieden wurde: "Ich möchte nicht, dass die Freiheit auf solchen Volksfesten eingeschränkt wird."

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Ziel sei es, Spaß zu haben und sich Lieder nicht verbieten zu lassen. Sie wolle zusammen mit der Jungen Union aktiv werden. In ihrer Instagram-Story zeigt sie Szenen aus einem Partyzelt, bei der die grölende Masse in Würzburg nach "Layla" verlangt – und das Lied schließlich selbst singt. Dazu schreibt sie: "Das Lied soll weiter gespielt werden!!!"

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Auch in Hessen ist politischer Streit über das Lied entbrannt

Auch in Hessen war ein politischer Streit um das Lied entbrannt. Die Junge Union Hessen hatte den eingängigen Party-Hit zum Abschluss ihres Landestags Anfang Juni in Kassel gespielt. Auf einem Video ist zu sehen, wie der Vorsitzende Sebastian Sommer auf der Bühne fröhlich mitklatscht.

Zwei Wochen später teilte die hessische Juso-Vorsitzende Sophie Frühwald die Szene in den sozialen Netzwerken. Sie schrieb von "blankem Sexismus", der auf der Bühne zur Schau gestellt werde. Der Tweet der Konkurrentin löste auf Twitter eine Debatte aus. Frühwald selbst wurde viel kritisiert als "Sittenpolizei" oder "Spaßbremse".

"Musikgeschmäcker waren schon immer verschieden", erwiderte JU-Vorsitzender Sommer in einem Beitrag der "Hessenschau". Die Frauen in der Partei meldeten sich im Internet ebenfalls zu Wort. Lisa Schäfer etwa sei auf dem Landestag vor Ort gewesen: Sie könne bestätigen, dass auch viele Frauen mitgesungen hätten.

Musikexperte: "Natürlich ist das Lied sexistisch"

"Natürlich ist das Lied sexistisch", erklärte derweil der Direktor des Zentrums für Populäre Kultur und Musik an der Universität Freiburg, Michael Fischer. "Es ist ein Partyschlager." In dem Song werde eine Frau namens Layla beschrieben und "in sexistischer Weise besungen, und das Video unterstützt das natürlich auch in seiner Bildsprache."

Dass die Protagonistin des zugehörigen Clips offensichtlich ein Mann in High Heels, schwarzem Minirock und mit blonder Perücke ist, ändere nichts am Charakter des Liedes. Dies sei jenseits von Ironie oder Transaspekten. "Das ist einfach ein sexistischer Song."

Bundesweite Debatte über "Layla"

"Layla" von DJ Robin & Schürze steht seit fast drei Wochen auf Platz 1 der deutschen Singlecharts und gilt vor allem bei jungen Leuten als Stimmungshit auf Volksfesten. Bundesweit ist allerdings eine Debatte über den Text entbrannt. In dem Lied geht es um eine Prostituierte. Unter anderem heißt es: "Ich hab 'nen Puff, und meine Puffmama heißt Layla, sie ist schöner, jünger, geiler." Die Musiker waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Am Dienstag führt der Hashtag "Layla" die Twitter-Trends an.

Die Stadt Würzburg hatte bereits mit den Betreibern des Volksfests eine Vereinbarung geschlossen, dass das umstrittene "Donaulied" – dessen Text sich um eine Vergewaltigung dreht – nicht mehr gespielt werden darf. Die Vereinbarung umfasse alle Liedtexte, die rassistische oder sexistische Inhalte hätten, berichtet die "Mainpost". Nun dürfe auch "Layla" auf dem Fest nicht mehr gespielt werden.

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  • Meike Kreil
Von Meike Kreil
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