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Erlanger Uni-Leitung über besetzten Hörsaal: Aktion geht zu Lasten der Studierenden


"Das bedauert die FAU sehr"
Uni-Leitung über besetzten Hörsaal: Aktion geht zu Lasten der Studierenden

  • Meike Kreil
Von Meike Kreil

10.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Nachrichten
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Klimaaktivisten haben seit Tagen einen Hörsaal an der FAU in Beschlag genommen.Vergrößern des Bildes
Klimaaktivisten haben seit Tagen einen Hörsaal an der FAU in Beschlag genommen. (Quelle: Twitter/endfossil_er)

Klimaaktivisten besetzen seit Tagen einen Hörsaal in der Erlanger Universität. Die Leitung der FAU sieht’s gelassen – aber nur unter bestimmten Bedingungen.

In Erlangen sorgt die Besetzung eines Hörsaals an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) für Aufruhr. Klimaaktivisten der örtlichen Gruppierung "End Fossil Erlangen" haben den Hörsaal C in der Philosophischen Fakultät an der Kochstraße in Erlangen in Beschlag genommen. Welche Auswirkungen hat das?

Die Aktion gehe zulasten von Studierenden und Lehrenden, deren Betrieb behindert werde. Das erklärt die Pressestelle der FAU auf Nachfrage vom t-online. Sie könnten sich in ihrem Studium oder ihrer Lehre gestört fühlen. "Das bedauert die FAU sehr."

Besetzung an der FAU: Uni muss für Kosten der Security aufkommen

Der Raum werde für Lehrveranstaltungen aller Art genutzt, heißt es weiter. Nur mit viel Mühe und Planungsaufwand sei es gelungen, die eigentlich dort stattfindenden Seminare in andere Räume zu verlegen oder zeitlich anzupassen. Ansonsten jedoch beklage die Universität keinen "Schaden im eigentlichen Sinn" – sehe man von den anfallenden Kosten für Strom, Schließdienst und Security ab.

Einen größeren Polizeieinsatz habe es in diesem Zusammenhang nicht gegeben, erklärt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken t-online. Das sei vor allem eine universitätsinterne Angelegenheit.

Die Universitätsleitung halte das Anliegen der jungen Menschen grundsätzlich für legitim, sie sei offen für den Dialog, erklärt die Pressestelle. Deshalb habe sie die Besetzung unter bestimmten Bedingungen toleriert: wenn Sicherheit und Infrastruktur nicht gefährdet werden. Darauf habe man sich in gemeinsamen Gesprächen mit den Protestierenden verständigt.

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Wie viele Menschen sind an der Besetzung beteiligt? Mal sind 30 dort, wann anders nur drei – laut Angaben der FAU. Bis zum morgigen Freitag wollen sie den Raum besetzt halten, haben die Aktivisten angekündigt. Seit Dienstag sind sie dort und bieten etwa Diskussionsrunden oder Selbstverteidigungskurse an. Auch in Regensburg findet seit Mittwoch eine Besetzung statt.

Das sind die Forderungen der Klimaaktivisten an die FAU und Stadt Erlangen

Die Forderungen der Aktivisten: Dass die Naturwissenschaftliche sowie die Technische Fakultät "technische Lösungen" entwickeln, um der Klimakrise zu begegnen. Und die Philosophische Fakultät "Forschung zu alternativen Gesellschaftsstrukturen" betreibt. Das formuliert das Erlanger Kollektiv von "End Fossil" auf ihrem Twitter-Kanal. Außerdem fordern sie von der Erlanger Stadtpolitik eine sofortige Verkehrswende und einen "Ausstieg aus fossilen Energien". Damit schließen sich die Erlanger Studierenden der weltweiten Bewegung an, die anlässlich der UN-Klimakonferenz in Ägypten die Besetzung öffentlicher Gebäude fordert.

Aus Sicht vieler Studierender sei diese Art von Aktivismus jedoch nicht zielführend, so die FAU. Für Kritik sorgte eine Techno-Party, die ausgerechnet in der Nacht auf den so geschichtsträchtigen 9. November stattgefunden hat.

Die Besetzung erinnert an die große Protestwelle im Jahr 2009, als Hunderte Studierende in ganz Bayern und auf die Straße gingen – und auch das Erlanger Audimax besetzt hielten. Damals ging es um die Forderung nach besseren Studienbedingungen.

Verwendete Quellen
  • Anfrage bei der FAU
  • Anfrage bei den Klimaaktivisten
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