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Nürnberg: Maritim Hotel heißt jetzt Scandic – So schaut es im Inneren aus


Günstig ist es nicht
Traditionshotel unter neuem Namen wiedereröffnet


01.03.2024Lesedauer: 3 Min.
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Das ehemalige Martim-Hotel in Nürnberg: Seit dem 1. März hat es einen neuen Betreiber, Caroline Deeg und Heiko Kain leiten es.Vergrößern des Bildes
Das ehemalige "Maritim Hotel" in Nürnberg: Seit dem 1. März hat es einen neuen Betreiber, die Hotelleitung haben Caroline Deeg und Heiko Kain. (Quelle: Daniel Salg (l) / Scandic (r))

Das generalsanierte "Maritim Hotel" hat einen neuen Betreiber. Der will ein altes Kerngeschäft wiederbeleben. Was vom alten Glanz noch übrig ist.

In diesem Hotel steckt fast schon ein bisschen Stadtgeschichte – die Rede ist vom ehemaligen "Maritim Hotel" am Frauentorgraben. Am Freitag eröffnete die schwedische Hotelgruppe Scandic Hotels hier das "Scandic Nürnberg Central". t-online hat sich dort umgeschaut.

Ohne Frage liegt hinter dem Haus eine glorreiche Zeit, dennoch gingen 2021 die Lichter aus. Damals war an allen Ecken der Sanierungsrückstau zu erkennen, das Hotel mit großem Namen wirkte wie aus der Zeit gefallen. Vom alten Glanz war allenfalls noch ein schäbiger Chic übrig. Dazu konnte sich die Maritim-Hotelgruppe nach Eigentümerwechsel mit dem neuen Vermieter, der schwedischen Pandox AB, nicht mehr auf eine Verlängerung des Pachtvertrags einigen. Dieser renovierte schließlich das Haus selbst, eröffnete es 2023 neu und betrieb es unter dem Namen "Hotel Pomander" in Eigenregie.

"Pomander" ist mittlerweile Geschichte

Doch auch dieser Name ist nun Geschichte. Seit Neuestem wird das Hotel von der schwedischen Hotelkette Scandic betrieben, bleibt aber im Besitz der Pandox AB. Die Skandinavier setzen damit ihre Expansion in Deutschland fort. Das Haus in Nürnberg ist erst das siebte Hotel in Deutschland und hört ab sofort auf den Namen "Scandic Nürnberg Central".

Umgebaut wurde das Hotel vor der Eröffnung am Freitag nicht – schließlich liegt die Generalsanierung erst wenige Monate zurück. Allenfalls kleinere Anpassungen wolle man vornehmen, sagte der neue Hotelmanager Heiko Kain t-online. Beispielsweise sollen die stoffbezogenen Bettoberteile durch Holzoberteile ersetzt werden.

Aktuell prangen an einigen Stellen noch die alten Logos von "Pomander" an der Fassade des Gebäudes, diese sollen sukzessive verschwinden. Kain will künftig in allen Bereichen verstärkt auf nachhaltige Materialien setzen. Im Innern des Hotels dürfte sich dennoch optisch erst einmal kaum etwas ändern, an das Konzept will der Betreiber aber ran.

Anknüpfen an "Maritim"-Zeiten

Hotelmanager Kain will das Tagungsgeschäft wieder in den Fokus rücken – schließlich beherbergt sein Hotel den größten Konferenzsaal aller Nürnberger Hotels. Bis zu 800 Gäste haben hier Platz. Ob dort bald wieder geboxt wird oder die TV-Kameras von Heidi Klum anrücken? Freuen würde es den Hotelmanager. Eine Prognose wagt er allerdings noch nicht. Immerhin kleine Veranstaltungen und eine Verlobungsfeier mit 400 Gästen seien schon gebucht.

Auf eine Wiederbelebung des Tagungsgeschäfts hofft auch Yvonne Coulin, Geschäftsführerin der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg. t-online sagt sie: "Das Haus hat gefehlt, die Tagungs- und Kongresskapazität können wir sehr gut gebrauchen." Gleichzeitig betont sie, dass der bunte Mix Nürnbergs Hotellandschaft ausmache. So gebe es neben günstigen auch luxuriöse Hotels und neben großen Ketten auch inhabergeführte Boutiquehotels.

So viel kostet eine Nacht im neuen Hotel

Insgesamt zählt Nürnberg 21.100 Hotelbetten (Stand Dezember 2023). 311 Zimmer entfallen auf das neue Scandi-Hotel. Wer in dem Vier-Sterne-Hotel übernachten will, muss allerdings unter Umständen tief in die Tasche greifen. Der Zimmerpreis beginnt bei 99 Euro pro Nacht, während Veranstaltungen oder Messen könne der Preis aber auf bis zu 450 Euro pro Nacht ansteigen, sagt Hotelmanager Kain weiter.

Wer in einer der beiden Mastersuiten mit 51 Quadratmetern nächtigt, muss auf den Preis für die normalen Zimmer noch einmal 150 Euro drauflegen. Macht also bis zu 600 Euro pro Nacht.

Kain sagt: "In diesem Haus stecken viele historische Ecken." Auch wenn das Hotel am Frauentorgraben seit 2021 nicht mehr der Maritim-Kette gehört, ist es im Sprachgebrauch der Nürnberg noch immer das Maritim. Anders als die" Pomander"-Logos wird der Hotelmanager das "Maritim"-Image wahrscheinlich auch nicht loswerden. Ob er das schlimm findet? Nein, denn er habe einst bei Maritim gelernt – allerdings in Bonn.

Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
  • Telefonat mit Yvonne Coulin
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