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Sch├Ąuble zieht Parallelen zwischen Putin und Hitler

Von dpa, mics

Aktualisiert am 12.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Russlands Pr├Ąsident Putin
Russlands Pr├Ąsident Wladimir Putin nimmt an einer Videokonferenz teil. (Quelle: Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Eine erschreckende Parallele erkennt der fr├╝here Bundestagspr├Ąsident Wolfgang Sch├Ąuble zwischen Wladimir Putin und Adolf Hitler.

Der CDU-Politiker Wolfgang Sch├Ąuble hat Parallelen zwischen dem Vorgehen des russischen Pr├Ąsidenten Wladimir Putin und dem von Adolf Hitler sowie der Reaktion des Westens gezogen. "Das ist nat├╝rlich die erschreckende Parallele", sagte der fr├╝here Bundestagspr├Ąsident in einem Interview mit der "Badischen Zeitung" auf die Frage nach der Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Hitler habe schon fr├╝h in seinem Buch "Mein Kampf" geschrieben, dass er die Ergebnisse des Ersten Weltkriegs r├╝ckg├Ąngig machen wolle. Zun├Ąchst habe es dann - auch nach dem Einmarsch der Wehrmacht ins Rheinland und anderen Schritten Hitlers - keine Mehrheit in Gro├čbritannien, Frankreich und den USA gegeben f├╝r eine andere Politik als die des "Appeasement", also einer Politik der Zur├╝ckhaltung gegen├╝ber au├čenpolitisch aggressiven Staaten.

Erst nach dem Zusammenbruch Frankreichs 1940 und als Europa insgesamt unter die Herrschaft Nazi-Deutschlands gekommen sei, habe die Stunde des britischen Premierministers Winston Churchill geschlagen, der die Briten zum Kampf gegen Hitler motivierte. Vorher habe er keine Mehrheit f├╝r seine Politik finden k├Ânnen. "Bei Putin sind die Parallelen gro├č", sagte Sch├Ąuble. Es gebe aber einen Unterschied. Putin habe gedacht, dass er die Ukraine genauso schnell erobern w├╝rde wie Hitler im Fr├╝hjahr 1939 die Tschechoslowakei. "Aber der heldenhafte Widerstand der Ukraine hat das als eine Illusion zerplatzen lassen." Zudem habe Putin auf die Spaltung Europas und Amerika gesetzt - die sei aber nicht eingetreten, das atlantische B├╝ndnis sei zusammenger├╝ckt. Putin habe das Gegenteil erreicht von dem was er wollte.

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Stuttgart: Wolfgang Sch├Ąuble sieht Frieden in Europa bedroht

Trotzdem sieht der aus Baden stammende Sch├Ąuble den Frieden in Europa bedroht. Man wisse nicht, wie es nach der Ukraine weitergehe. Moldau und das prorussische Separatistengebiet Transnistrien in Moldau seien sehr gef├Ąhrdet, sagte er der Zeitung. Wenn Putin an seinem Ziel festhalte, die Entwicklung von 1990 r├╝ckg├Ąngig zu machen, dann werde in Europa der Frieden nicht sicher sein.

Sch├Ąuble hatte bereits 2014 als Bundesfinanzminister Parallelen zwischen Putin und Hitler gezogen und Russlands damaliges Vorgehen auf der Krim mit der Annexion des Sudetenlandes 1938 durch Hitler verglichen. Der Vergleich hatte damals f├╝r Wirbel gesorgt. Die damalige Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich davon distanziert. FDP-Chef Christian Lindner hatte von einer Grenz├╝bertretung Sch├Ąubles gesprochen - und von ihm gefordert, er m├╝sse sich entschuldigen. Das Finanzministerium hatte anschlie├čend betont, Sch├Ąuble habe klar abgelehnt, Russland mit dem Dritten Reich zu vergleichen.

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