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Wuppertal: Musiker Steven Mageney an Covid-19 erkrankt – Appell mit Video

Musiker selbst erkrankt  

Wuppertaler appelliert mit wütender Botschaft an Corona-Leugner

22.09.2020, 10:59 Uhr
Wuppertal: Musiker Steven Mageney an Covid-19 erkrankt – Appell mit Video. Steven Mageney singt bei einem Auftritt der Schweizer Hardrockband "Crystal Ball" (Archivbild): Der Musiker hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. (Quelle: imago images/imagebroker)

Steven Mageney singt bei einem Auftritt der Schweizer Hardrockband "Crystal Ball" (Archivbild): Der Musiker hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. (Quelle: imagebroker/imago images)

Weil sich einer seiner Studenten trotz Corona-Infektion in seinen Unterricht gesetzt hatte, ist der Wuppertaler Steven Mageney an Covid-19 erkrankt. Mit einer Videobotschaft wendet er sich nun an alle Corona-Leugner.

"Alle Wünsche werden klein gegen den, gesund zu sein." Mit diesen Worten beginnt eine bewegende Videobotschaft, die der Wuppertaler Rockmusiker und Hochschuldozent, Stefan "Steven" Mageney, in verschiedensten sozialen Medien online gestellt hat. Allein auf Facebook wurde das Video bisher mehr als 220.000 Mal aufgerufen. Ein sehr eindringlicher, stellenweise auch wütender Appell.

Der Hintergrund: Der Sänger von "Crystal Ball" und der Hard Rock Cover Band "Bourbon Street" war an Covid-19 erkrankt und lag 15 Tage auf der Isolierstation des Helios-Klinikums in Wuppertal.

Student war mit Coronavirus infiziert

Der prominente Wuppertaler kommt in seinem Video schnell auf den Punkt: "Und warum bin ich hier – weil es Menschen gibt, die sind rücksichtslos, vielleicht auch ein bisschen dumm und egoistisch." In seinem Fall sei es ein Student gewesen, der gerade aus einem Ungarn-Urlaub zurückgekommen war. Er sei auf Corona getestet worden: "Doch das Ergebnis hat er nicht mitgeteilt und sich trotz Infektion in meinen Unterricht gesetzt. Ich habe zwar den Abstand gewahrt, aber das Virus ist nun einmal hochansteckend."

Doch es geht Mageney weniger um den Studenten: Wütend ist der Wuppertaler Rocksänger vor allem auf die Corona-Leugner. Mit denen geht er hart ins Gericht.  Da seien "die Besserwisser und vermeintlichen Fachleute, die auf einmal über Nacht zu Virologen geworden sind." All die "Maskenverweigerer und Pickelhauben-Fans, die den Kaiser zurückhaben wollen" und die "selbsternannten Experten", die angesichts der Tausenden von Toten den Virus als lästige Grippe versuchten zu verharmlosen. "Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz."

Mageney hatte Luftnot

"Bei einer Grippe brauche ich keine Angst haben, zu ersticken", hält er ihnen entgegen. Er habe Luftnot, könne ohne Sauerstoffmaske nur wenige Schritte gehen. "Ich habe Dauerkopfschmerzen, Fieberschübe, dazu der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn. Meine Nieren- und Leberwerte sind am Boden – und niemand kennt die Spätfolgen."

Am Samstag wurde der Rocksänger unter ärztlicher Aufsicht in die häusliche Quarantäne entlassen. Es werde noch eine ganze Weile dauern, bis er wieder einigermaßen fit sei, so Mageney in einem Gespräch mit t-online kurz vor seiner Entlassung. Er habe viele Shows verloren und Festivals absagen müssen. "Na und! Wenn ich diesen scheiß Virus überlebe, ist doch alles in Ordnung. Dann feiern wir eben wieder nächstes Jahr." Jetzt sei es wichtig, aufeinander aufzupassen. "Wir müssen die Zweifler und die Schwachen an die Hand nehmen und ihnen die Ängste nehmen." Es sei keine Lösung, sich einfach einen Aluhut aufzusetzen, so Mageney.

Verwendete Quellen:

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