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Kobe Bryant – neue Details: "Es ist eine recht katastrophale Unfallstelle"


Neue Details zur Bryant-Tragödie  

"Es ist eine recht katastrophale Unfallstelle"

28.01.2020, 18:05 Uhr | cfh, sid, dpa

Behörde untersucht Absturzort

Nach dem Helikopter-Absturz, bei dem der US-Basketballstar Kobe Bryant und acht weitere Menschen ums Leben gekommen sind, dauern die Untersuchungen der US-Behörde für Transportsicherheit an. (Quelle: dpa)

Nach Tod von Kobe Bryant: Ein Video zeigt die Ausmaße am Absturzort und auch Experten sprechen von einer recht katastrophalen Unfallstelle. (Quelle: dpa)


Die Aufarbeitung des Hubschrauberabsturzes, bei dem Kobe Bryant und acht weitere Insassen verstarben, läuft auf Hochtouren. Nun wurden neue Details zum Unfall veröffentlicht.

Die Untersuchungen zum Helikopterabsturz von Ex-NBA-Star Kobe Bryant am Sonntagmorgen dauern an. Die nationale Transportsicherheitsbehörde NTSB veröffentlichte bei einer Pressekonferenz am Montag in Los Angeles neue Details über den Unfallhergang.

"Es ist eine recht katastrophale Unfallstelle", sagte Jennifer Homendy von der NTSB, "den Beamten hat sich an der Unglücksstelle ein zerstörerisches Bild geboten." Die Trümmer lägen in dem hügeligen Terrain nahe Calabasas (Kalifornien) sehr weit verstreut. So soll ein Stück vom Heck des Helikopters auf einem Hügel gefunden worden sein, der Rumpf aber auf der anderen Seite des Hügels und der Rotor mehr als 90 Meter weiter hinten gelandet sein.

Hubschrauber hatte keinen Flugschreiber

Kurz vor dem Unfall habe der Pilot den Fluglotsen mitgeteilt, so die NTSB, er werde aufsteigen, um eine Wolkenschicht zu umfliegen. Doch der Versuch scheiterte und der Hubschrauber mit insgesamt neun Insassen stürzte ab. Einen Flugdatenschreiber habe der Hubschrauber laut der Behörde nicht gehabt, dies sei bei diesem Flugtyp, einem Sikorski S-76B aus dem Baujahr 1991, aber auch keine Pflicht. Aus diesem Grund würden Experten der Behörde vermutlich noch fünf Tage lang die Unfallstelle untersuchen. Die gesamte Untersuchung könnte noch mehrere Monate andauern.

Veröffentlichte am Montag auf einer Pressekonferenz neue Unfalldetails: Jennifer Homendy von der nationalen Transport-Sicherheitsbehörde NTSB. (Quelle: imago images/ZUMA Press)Veröffentlichte am Montag auf einer Pressekonferenz neue Unfalldetails: Jennifer Homendy von der nationalen Transportsicherheitsbehörde NTSB. (Quelle: ZUMA Press/imago images)

Am Montag waren bereits die ersten Namen von Unfallopfern bekannt gegeben: Neben Bryant und seiner Tochter Gianna saßen der Baseball-Trainer John Altobelli, seine Frau Keri und ihre Tochter Alyssa in dem Hubschrauber. Alyssa Altobelli spielte mit Bryants Tochter im selben Basketball-Team.

"Ich weiß nicht, wie das Leben weitergehen soll"

Mittlerweile wurden die Namen der verbleibenden Opfer veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die dreifache Mutter und Basketball-Trainerin Christina Mauser. Sie trainierte das Mädchenteam an der Harbor Day School in Newport Beach, wo Bryants Tochter zur Schule ging. Der Ehemann der Verstorbenen sagte in der Fernsehsendung "Today Show" unter Tränen: "Ich habe drei kleine Kinder und versuche nun herauszufinden, wie das Leben ohne Mutter weitergehen soll."

Auch Sarah Chester und ihre Tochter Payton Chester saßen in dem Hubschrauber. Letztere war eine Teamkollegin von Bryants Tochter in der Basketballmannschaft. "Sarah und Payton waren das Licht unserer Familie", schrieben die Chesters in einem Statement am Montag. "Payton hatte ein Lächeln und ein Wesen, das jeden Raum mit Licht erfüllte und eine Hingabe für Basketball. Sarah war voller Leben und hat unsere Familie zusammengehalten."

Der verstorbene Hubschrauberpilot ist Ara Zobayan. Er war seit 2007 hauptberuflicher Pilot und ausgebildet, unter schlechten Wetterbedingungen zu fliegen, berichtete die "Washington Post". Er arbeitete außerdem als Fluglehrer und soll die Topographie und die Wetterabläufe von Los Angeles gut gekannt haben.

Verwendete Quellen:

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