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Ex-Boxweltmeister Sturm droht Haftstrafe

Von sid
Aktualisiert am 21.11.2018Lesedauer: 1 Min.
Felix Sturm, hier im Kampf gegen den Russen Fjodor Tschudinow.
Felix Sturm, hier im Kampf gegen den Russen Fjodor Tschudinow. (Quelle: Norbert Schmidt/imago-images-bilder)
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Dem ehemaligen Profibox-Weltmeister Felix Sturm droht knapp drei Jahre nach seiner ├ťberf├╝hrung als Dopings├╝nder ein juristisches Nachspiel ÔÇô aber das ist nicht der einzige Anklagepunkt.

Die Staatsanwaltschaft K├Âln hat Felix Sturm angeklagt und wirft dem geb├╝rtigen Bosnier "Selbstdoping, Teilnahme an einem Wettkampf unter Selbstdoping und gef├Ąhrliche K├Ârperverletzung" vor. Ein Sprecher des K├Âlner Landgerichts best├Ątigte dem Sport-Informations-Dienst (SID) einen entsprechenden Bericht der "Sport Bild".

Keine Sperre nach Dopingmissbrauch

Sturm war nach seinem Sieg am 20. Februar 2016 in Oberhausen in der WM-Revanche gegen den Russen Fjodor Tschudinow in A- und B-Probe positiv auf die anabole Substanz Hydroxy-Stanozolol getestet worden. Bislang gab es keine Sperre gegen Sturm, weder durch den Weltverband WBA noch durch den Bund Deutscher Berufsboxer.

Sturm hatte seinen WBA-Titel im Supermittelgewicht im Oktober 2016 niedergelegt und seitdem auch nicht mehr im Ring gestanden. Sein Kampfrekord steht bei 40 Siegen, f├╝nf Niederlagen und drei Unentschieden.

Sturm drohen bis zu zehn Jahre Haft

Die Anklage sei Felix Sturm inzwischen zugestellt worden, erkl├Ąrte der Sprecher des Landgerichts der "Sport Bild", "er hat nun die M├Âglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben. Danach entscheidet die Kammer, ob und mit welchen Anklagepunkten das Hauptverfahren er├Âffnet wird."

  • Hintergrund: Felix Sturm gibt seinen WM-G├╝rtel zur├╝ck
  • Staatsanwaltschaft ermittelt: Sturm droht Haftstrafe nach positiver Dopingprobe


Im Falle einer Anklage wegen gef├Ąhrlicher K├Ârperverletzung droht Sturm eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Bei Selbstdoping reicht das Strafma├č von Geldstrafe bis zu drei Jahren Freiheitsentzug. Mit einer Entscheidung des Gerichts wird fr├╝hestens im Laufe des kommenden Jahres gerechnet.

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