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Ex-Skandal-Boxer: So spricht Tyson Fury über sein Comeback


Irre Achterbahn-Karriere: So spricht Tyson Fury über sein Comeback


21.03.2019Lesedauer: 3 Min.
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Rückhalt: Unter Coach Ben Davison (li.) fand Fury zurück zur Bestform.Vergrößern des Bildes
Rückhalt: Unter Coach Ben Davison (li.) fand Fury zurück zur Bestform. (Quelle: ZUMA Press/imago-images-bilder)

Polarisieren gehört zum Boxen dazu. Einer, der das in Perfektion tut, ist Tyson Fury. Kaum einer spaltet die Fans so, wie er. Nun kommt der Brite nach Berlin.

Die einen lieben ihn für seine Show, die anderen können ihn nicht ausstehen für seine Show. Klar ist nur: Egal ist Tyson Fury niemandem in der Boxwelt. Am 21. Juni kommt der populäre Schwergewichts-Star nach Berlin. Wird im Theater im Programm "Tyson Fury live on stage" am Potsdamer Platz aus seiner Karriere erzählen, von seinen Höhen und Tiefen, über seine größten Siege im Ring und über seine Tiefschläge abseits davon.

Denn Fury hat einen bemerkenswerten Wandel hinter sich: Der Skandal-Boxer von einst soll der Vergangenheit angehören. Mit dem Sieg über Wladimir Klitschko im November 2015 schlug sich der Brite ins Rampenlicht – danach dauerte es zweieinhalb Jahre bis zum nächsten großen Fury-Auftritt im Ring.

Und : Nach zwei Aufbaukämpfen gegen den Albaner Sefer Seferi und den Deutschen Francesco Pianeta in Juni und August 2018 gelang ihm im vergangenen Dezember endgültig sein bemerkenswertes Comeback: Dem ungeschlagenen US-Champ Deontay Wilder trotzte er nicht nur ein Unentschieden ab, zeitweise lag er sogar gegen den WBC-Titelträger sogar in Führung, trotz zweier Niederschläge.

"Heute lebe ich für jeden einzelnen Tag"

"Es war eine echte Rocky-Balboa-Geschichte" sagte Fury direkt nach dem Wilder-Kampf über seine Rückkehr. Und fügte noch an: "Ich fühle mich, als hätte man mich um das großartigste Comeback der Boxgeschichte betrogen" – denn Fury präsentierte sich wieder beweglich, gefährlich - und 50 Kilogramm leichter, die er sich in sechs Monaten abtrainiert hatte.
Zuvor schien der 2,06-Meter-Hüne am Ende: Nervenzusammenbruch, Alkohol und Drogen, er fraß sich auf ein Gewicht um 170 Kilogramm, gab wirre Interviews, äußerte öffentlich Selbstmordgedanken – zeitweise stand es ganz schlimm um den aus Manchester stammenden Fury.


"Heute lebe ich für jeden einzelnen Tag", erzählte Fury der "New York Times". "Meine Perspektive hat sich verändert. Ich weiß nun Dinge zu schätzen, die mir früher egal waren."

Mit ein Grund für den Wandel: Furys neuer Coach Ben Davison. Der erst 26-Jährige war auf der ganz großen Bühne weitgehend unbekannt, übernahm das Riesen-Projekt im Januar 2018 – und führte Fury innerhalb weniger Monate zurück in die Box-Weltspitze. Davison wurde lange belächelt, der Erfolg mit Fury gibt ihm aber Recht.

Eine große Herausforderung

Mit seiner analytischen und doch leisen, einfühlsamen Art coacht Davison unkonventionell – und erreicht seinen Schützling. Während einer Rundenpause im Kampf gegen Wilder fragte ihn Fury wie ein Schuljunge: "Ich boxe gut, oder?" Der Trainer antwortete: "Du boxt wunderbar. Werde aber nicht zu gierig, ich weiß, dass Du die Chancen siehst, aber nimm sie jetzt noch nicht. Sie werden wiederkommen." Davison hält den impulsiven Fury auf Kurs.

"Es war eine große Herausforderung, als er 175 Kilogramm wog", erinnerte sich Davison an den Beginn der Zusammenarbeit mit Fury, "wir dachten schon, es wäre unmöglich, aber hier sind wir heute. Er hat mir vertraut, als ihn alle fragten, warum er ausgerechnet mich angeheuert hat. Und ich habe ihm vertraut, als ich mein Gym zuhause verließ, um mich ganz ihm zu widmen."


Am 15. Juni – kurz vor seinem Auftritt in Berlin – steht Stand jetzt die nächste Herausforderung an, dann soll Fury wieder in den Ring. Der Gegner ist noch offen, die Verhandlungen über einen Rückkampf mit Wilder stocken. Und die Boxwelt wird wieder zuschauen – ob man Tyson Fury liebt oder hasst.

Tickets für den Auftritt von Tyson Fury in Berlin und alle weiteren Infos sind unter championtour.eu erhältlich.

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