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Formel 1 – Vettel kritisiert Ferrari: "Bin hier, um Rennen zu fahren"

Nach Großem Preis von Russland  

Vettel kritisiert Ferrari: "Bin hier, um Rennen zu fahren"

30.09.2019, 08:47 Uhr | dd, t-online.de

 (Quelle: imago images / LaPresse)

Formel 1: Sebastian Vettel war in Sochi trotz eines Hammer-Starts im Pech. (Quelle: Glomex)

Formel 1: Sebastian Vettel in Sochi trotz Hammer-Start im Pech

Sebastian Vettel hat beim Großen Preis von Russland kein Glück. Nach einem hervorragenden Start und zwischenzeitlicher Führung muss er in Runde 28 seinen Ferrari abstellen. (Quelle: Glomex)

Formel 1: Sebastian Vettel war in Sochi trotz eines Hammer-Starts im Pech. (Quelle: Glomex)


Der deutsche Fahrer der Scuderia äußert sich zum dramatischen Rennen in Sotschi und erklärt die Gründe für sein Aus. Im Duell mit seinem Teamkollegen Charles Leclerc wird Vettel deutlich.

Was für eine Achterbahn-Fahrt für Sebastian Vettel beim Großen Preis von Russland: Traumstart, lange Führung, das Rennen in Sotschi lange dominiert – aber auch: Zoff um die Ferrari-Teamorder und das dramatische Aus in Runde 28. Die Position des 32-Jährigen im teaminternen Konflikt mit dem starken Youngster Charles Leclerc wird der Auftritt am Sonntag nicht untermauert haben.

Denn der deutlich schnellere Vettel setzte sich lange über die Vorgabe, den Monegassen Platz eins übernehmen zu lassen, hinweg, zögerte die Übergabe über etliche Runden hinaus, wollte offenbar zeigen: Ich bin noch da – gerade nach einer bisher verkorksten Saison und dem Aufwärtstrend nach dem Sieg beim letzten Rennen in Singapur. Am Ende aber musste der viermalige Weltmeister seinen Boliden nach 28 Runden abstellen – und machte das auch noch so unglücklich, dass damit durch die folgende Virtual-Safety-Car-Phase ausgerechnet den Rivalen von Mercedes um Lewis Hamilton der Sieg geschenkt wurde. "Nach dem Boxenstopp, der vielleicht ein bisschen spät kam, hatte ich keine Leistung mehr von der Batterie zur Verfügung", erklärte Vettel nach dem Rennen bei "Sky".

Zu Unstimmigkeiten mit Leclerc und dem Team sagte der Routinier nur: "Ich denke, ich habe meinen Teil der Absprache eingehalten." Und: "Ich denke, so etwas wird intern besprochen. Ich wollte mein Rennen fahren." Auf die Nachfrage, ob er Verständnis für die Entscheidung der Teamleitung habe, Leclerc vorzulassen, wiederholte sich Vettel: "Wie gesagt, das besprechen wir gleich intern."

"Das habe ich nicht verstanden"

Tatsächlich bestätigte Leclerc – der immerhin noch Dritter wurde, aber ein besseres Resultat durch das Vettel-Aus verpasste –, dass es zum Start eine Absprache gab: "Die Taktik war, dass ich ihm den Windschatten auf der ersten Geraden geben sollte." Und so kam es auch: Vettel – der an Startposition drei direkt hinter seinem Teamkollegen stand – zog an Hamilton auf Zwei vorbei, schnappte sich in der zweiten Kurve auch Leclerc, setzte sich an die Spitze. Doch schon nach sechs Runden kam die Order über den Boxenfunk: "Lass Charles überholen." Das dauerte dann noch über 20 Runden – und einen Vettel-Boxenstopp. "Das habe ich zu dem Zeitpunkt nicht verstanden. Ich bin hier, um Rennen zu fahren", erklärte Vettel bei "Sky" zur Anweisung aus dem Kommandostand. 


Brisant: Noch letzte Woche in Singapur hatte ein Boxenstopp Vettels Sieg begünstigt. In der Fahrerwertung hat Leclerc nun 215 Punkte, liegt auf Rang drei. Vettel ist mit 194 Zählern Fünfter. Und es brodelt weiter bei der Scuderia.

Verwendete Quellen:
  • eigene Beobachtungen

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