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Sebastian Vettel im Konflikt: "Ich bin ein Heuchler"

Von dpa
13.05.2022Lesedauer: 2 Min.
FĂ€hrt Rennwagen und setzt sich fĂŒr die Umwelt ein: Sebastian Vettel im Gewissenskonflikt.
FĂ€hrt Rennwagen und setzt sich fĂŒr die Umwelt ein: Sebastian Vettel im Gewissenskonflikt. (Quelle: Hasan Bratic/dpa./dpa)
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London (dpa) - Formel-1-Profi Sebastian Vettel empfindet einen Konflikt zwischen seinem Beruf und seinem Engagement fĂŒr den Umweltschutz.

"Ein Auto zu fahren, ist meine Leidenschaft, und jedes Mal, wenn ich in ein Auto steige, liebe ich es", sagte Vettel in der Talksendung "Question Time" beim britischen Sender BBC. "Wenn ich aus dem Auto aussteige, denke ich natĂŒrlich auch: Ist das etwas, was wir machen sollten - um die Welt reisen und Ressourcen verschwenden?"

"Ich mache mir Sorgen um die Zukunft"

Auf die Frage der BBC-Moderatorin, ob er als Fahrer der Formel 1, "einer der am meisten Benzin verschwendenden Sportarten", nicht ein Heuchler sei, stimmte Vettel zu. "Da haben sie Recht", sagte der 34-JĂ€hrige. "Ich bin kein Heiliger. Ich mache mir Sorgen um die Zukunft. Die Fragen um Energie und die AbhĂ€ngigkeit von Energie beschĂ€ftigen mich. Wir mĂŒssen aufhören, von Energie abhĂ€ngig zu sein. Und das können wir. Es gibt Lösungen dafĂŒr."

Mit Blick auf seinen Beruf als Rennfahrer warb Vettel allerdings um VerstÀndnis. "Auf der anderen Seite unterhalten wir die Leute auch", sagte der Aston-Martin-Pilot. "WÀhrend der Corona-Pandemie waren wir eine der ersten Sportarten, die wieder losgelegt haben. Als allen der Kopf explodiert ist, gab es wieder Formel-1-Rennen im Fernsehen."

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Gleichzeitig stelle er sich selbst viele Fragen und versuche seinen Teil zum Umweltschutz beizutragen. "Ich frage mich: Muss ich jedes Mal ein Flugzeug nehmen", sagte Vettel. "Nicht, wenn ich mit dem Auto fahren kann. Es gibt Dinge, die ich kontrollieren kann, und andere Dinge, die außerhalb meiner Kontrolle liegen."

Mit Blick auf russisches Gas sagte Vettel, Deutschland hĂ€tte die Bedrohung schon vor langer Zeit erkennen mĂŒssen. "Wir sollten nicht davon abhĂ€ngig sein. Wir mĂŒssen in den nĂ€chsten Gang schalten und uns bereit machen fĂŒr die Zukunft", sagte der Weltmeister der Jahre 2010 bis 2013. "Und wir mĂŒssen sicherstellen, dass wir auf einem Planeten leben, der morgen noch so angenehm ist wie heute."

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