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Wie ein Nachwuchstalent in der Formel 1 für Chaos sorgt

Von Nils Kögler

Aktualisiert am 03.08.2022Lesedauer: 4 Min.
Oscar Piastri: Der Australier gilt als Toptalent des Motorsports.
Oscar Piastri: Der Australier gilt als Toptalent des Motorsports. (Quelle: Gongora/imago-images-bilder)
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Oscar Piastri zählt zu den talentiertesten Nachwuchsfahrern der Formel 1 – und zu den begehrtesten. Seine Zukunft sorgt für Chaos und Fragezeichen.

Es ist der Traum eines jeden jungen Rennfahrers: ein Platz in der Königsklasse des Motorsports, der Formel 1. Jedes Jahr kämpfen unzählige Piloten verbissen darum, einen der begehrten 20 Plätze für sich zu ergattern – die meisten vergeblich.


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Für Oscar Piastri schien der Traum am Dienstag endlich Wirklichkeit zu werden. Der Alpine-Rennstall teilte mit, dass der Australier ab der kommenden Saison eins ihrer Cockpits übernehmen und an der Seite von Esteban Ocon auf Punktejagd gehen werde.

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Nur kurze Zeit später folgte dann jedoch das Dementi. Piastri selbst veröffentlichte auf seinem Twitter-Account ein Statement. Darin teilte der 21-Jährige mit, dass die Mitteilung des Alpine-Rennstalls ohne sein Einverständnis veröffentlicht worden sei.

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"Ich habe keinen Vertrag mit Alpine für 2023 unterschrieben", schrieb er und wurde noch deutlicher: "Ich werde im nächsten Jahr nicht für Alpine fahren." Doch warum lehnt Piastri einen der begehrten Plätze ab? Und warum verkündet Alpine die Verpflichtung eines Fahrers, ohne einen Vertrag unterschrieben zu haben?

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Die Wahrheit ist: Oscar Piastri hat einen Vertrag mit Alpine – als Nachwuchs-Fahrer. Der Rennstall ist eines der Formel-1-Teams, das eine Nachwuchs-Akademie unterhält. Mit dem Programm fördern sie junge, aufstrebende Fahrer bereits in den Nachwuchsklassen, mit der Absicht, sie langfristig an sich zu binden und in die Formel 1 zu bringen. Nachdem Piastri 2020 die Formel 3-Meisterschaft für sich entschieden hatte, nahm Alpine ihn in die Akademie auf.

Sieger in der Formel 2

Der Jungstar machte schnell Fortschritte – zu schnell. Im vergangenen Jahr schaffte es der Australier ebenfalls bereits im ersten Versuch, die Meisterschaft in der Formel 2-Klasse zu erringen. Den Regeln der Nachwuchskategorie entsprechend, durfte er deshalb in diesem Jahr nicht wieder antreten. Alpine geriet dadurch in Zugzwang. Ein Platz in der Formel 1 musste her. Doch der Rennstall hatte mit Esteban Ocon einen seiner Fahrer gerade erst langfristig gebunden. Auch sein Teamkollege Fernando Alonso hatte noch bis Ende 2022 Vertrag. Um Piastri nicht zu verlieren, machten die Franzosen ihn also kurzerhand zum Reservefahrer – eine Übergangslösung.

Es war klar, dass sich die Frage nach Piastris Zukunft bereits nach dieser Saison wieder stellen würde. Entsprechend vermied Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer bereits in den vergangenen Wochen klare Bekenntnisse zu Fernando Alonso, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft. Berichten zufolge verlangte der 41-jährige Spanier nach einer Vertragsverlängerung für gleich mehrere Jahre. Angesichts des fortgeschritten Alters des zweimaligen Weltmeisters und des Risikos Piastri an ein anderes Team zu verlieren, stellte das einen unattraktiven Deal für das Team dar.

Vettels Rücktritt bringt Stein ins Rollen

Endgültig ins Rollen kam der Stein dann in der vergangenen Woche als Sebastian Vettel seinen Rücktritt zum Ende der Saison verkündete. Bei seinem Aston-Martin-Team wurde damit ein Cockpit für die nächste Saison frei. Am Montag verkündeten die Briten dann überraschend: Fernando Alonso werde Alpine verlassen und das Cockpit ab der kommenden Saison übernehmen.

Womöglich frustriert von Alpines mangelndem Interesse an einem langfristigen Vertrag, ergriff der Spanier die Flucht und erwischte seinen derzeitigen Arbeitgeber damit auf dem falschen Fuß. Denn wie Teamchef Otmar Szafnauer dem Portal "autosport.com" bestätigt, erfuhr das Team vom Abgang ihres Fahrers erst aus der Presse. Er habe noch am Vortag mit Alonso gesprochen und der habe ihm versichert, keinen Vertrag mit einem anderen Team unterschrieben zu haben. "Also war ich etwas überrascht", so Szafnauer. Er sei der Überzeugung gewesen, Alonso werde zeitnah einen Einjahresvertrag mit der Option auf ein weiteres Jahr unterschreiben.

Gerüchte um McLaren

Dieser Überzeugung war wohl auch Oscar Piastri, der sich deshalb mit seinem Management nach anderen Optionen für die nächste Saison umzusehen begann. Gerüchten zufolge soll sich der Australier mit dem McLaren-Rennstall einig geworden sein. Das britische Team sucht nach einem Ersatz für Piastris schwächelnden Landsmann Daniel Ricciardo. Bestätigt wurde das jedoch bislang weder von Piastri noch von McLaren.

McLaren erscheint jedoch als der einzig logische Grund für eine Absage Piastris an Alpine. Die Briten sind das einzige Team, das Piastri ein potenziell besseres Auto zur Verfügung stellen könnten. Alle anderen Teams mit einem offenen Cockpit für die nächste Saison stehen zurzeit deutlich schlechter dar als die Franzosen und dürften somit wohl kaum der Grund für Piastris Absage sein.

Szafnauer: "Oscar ist unser absolut bevorzugter Kandidat"

Alpine selbst ist sich derweil sicher, dass Piastris Nachwuchs-Vertrag ihnen erlaubt, den 21-Jährigen im Team zu halten. "Wir haben einen legalen Vertrag mit ihm für 2023", sagt Szafnauer "autosport.com". Er versuche, Kontakt zu Piastris Manager aufzubauen, und brauche noch etwas Zeit. "Oscar ist unser absolut bevorzugter Kandidat", so der Teamchef. Deshalb werde das Team ihn auch verpflichten.

Warum das Team aber kurzerhand die Verpflichtung Piastris verkündete, ohne dies final mit ihm abzusprechen, lässt der Teamchef jedoch offen. Möglich, dass sie dem noch unerfahrenen Fahrer durch die öffentliche Verkündung Druck machen und so Verhandlungen mit anderen Teams sprengen wollten. Sollte das der Plan gewesen sein, sind die Franzosen damit spektakulär gescheitert und haben sich schon jetzt eine Blamage eingehandelt.

Wie es mit der verzwickten Geschichte von nun an weitergeht, ist unklar. Ein Statement von McLaren zu möglichen Vertragsverhandlungen mit Piastri gibt es bislang nicht. Sollte Piastri tatsächlich gehen wollen und Alpine sich weigern ihn ziehen zu lassen, könnte es gar eine Gerichtsverhandlung geben. Dann müsste ein Richter klären, wie weit Piastris vertragliche Verpflichtungen mit Alpine wirklich gehen. Eins ist sicher: Die "silly season", wie die Zeit der Vertragsverhandlungen in der Formel 1 gerne genannt wird, hat ihren Namen auch in diesem Jahr wieder mehr als verdient.

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Von Nils Kögler
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