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Kiel erobert die Tabellenspitze zurück - HSV weiter auf Kurs

Von dpa
Aktualisiert am 18.10.2020Lesedauer: 3 Min.
Kiels Janni Serra (r) und Finn Porath jubeln.
Kiels Janni Serra (r) und Finn Porath jubeln. Nach dem Sieg gegen Heidenheim steht Holstein Kiel vorerst auf Platz eins. (Quelle: Daniel Karmann/dpa./dpa)
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Düsseldorf (dpa) - Zwei Nordclubs rocken die 2. Fußball-Bundesliga. Nach vier Spieltagen führt Holstein Kiel vor dem Hamburger SV die Tabelle an.

Mit dem 2:0 (1:0) bei den Würzburger Kickers zogen die Kieler wieder am HSV vorbei, dem am Tag zuvor mit dem glücklichen 1:0 (1:0) bei der SpVgg Greuther Fürth der dritte Sieg in Serie gelungen war. Damit bleibt der HSV das einzige Team mit makelloser Bilanz, hat allerdings eine Partie weniger als die Konkurrenten absolviert. Auf den dritten Rang verbesserte sich Erzgebirge Aue nach dem 2:1 (0:0) über den 1. FC Heidenheim.

Dagegen musste Mitfavorit Hannover einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nach dem 0:1 (0:1) beim SC Paderborn verpassten die Norddeutschen den Sprung auf Rang zwei und verhalfen dem Bundesliga-Absteiger aus Ostwestfalen zum ersten Saisonsieg. "Wir haben für unseren Geschmack in den ersten 55. Minuten nicht das Spiel absolviert, was wir uns vorgestellt hatten. Es hat der Mut gefehlt", sagte Hannover Trainer Kenan Kocak. Steffen Baumgart hingegen war total zufrieden. "Am Ende sind wir einfach froh und glücklich, dass wir das Ding über die Ziellinie gebracht haben", sagte der SCP-Coach.

Zur Verwunderung vieler Fachleute liegen die Störche aus Kiel weiter vorn. Janni Serra (22.) sorgte nach artistischer Vorarbeit von Jae-Sung Lee für den verdienten Sieg. Ein Eigentor von Lars Dietz (75.) beseitigte alle Zweifel am verdienten Sieg. "Wir gehen hier als Sieger vom Platz, weil wir unsere beiden sehr gut herausgespielten Großchancen genutzt haben. Das war extrem wichtig", meinte Matchwinner Serra. Selbstkritisch fügte er aber hinzu, dass der Dreier "nicht wirklich verdient" war. "Denn wir hatten wenig Rhythmus im Spiel und wenig Druck auf den Ball", meinte er.

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Nach zwei vergeblichen Anläufen und dem nun besten Saisonstart seit 46 Jahren reifen bei den Hamburgern Träume von einer Rückkehr in die Bundesliga. Trotz des Platzverweises von Innenverteidiger Toni Leistner (53.), der gerade erst seine Meisterschaftssperre von zwei Partien wegen seiner Attacke auf einen Zuschauer abgesessen hatte, rettete das Team von Daniel Thioune nach dem Treffer von Khaled Nareyden den glücklichen Erfolg über die Zeit. Das bewertet der Trainer als Zeichen guter Moral: "Es war ein Sieg des Willens, der Bereitschaft und des Ekligseins."

Ein großer Sprung von Platz acht auf drei gelang Aue. Treffer von Malcolm Cacutalua (54.) und Pascal Testroet (79.) ebneten den Weg zum zweiten Saisonsieg. Auch der späte Elfmetertreffer von Tobias Mohr (87.) brachte den Erfolg nicht mehr in Gefahr. Lange Zeit sah es so aus, als könnten die Regensburger auf Rang drei vorrücken. Am Ende mussten sie sich jedoch trotz einer 2:0-Führung mit einem 2:2 in Düsseldorf begnügen. Kenan Karaman (81.) und Rouwen Hennings (86.) wendeten die nächste Schlappe für den Bundesliga-Absteiger ab.

Wie der HSV gewann auch der Aufsteiger aus Braunschweig in Unterzahl. Sechs Minuten nach dem Platzverweis für Torhüter Felix Dornebusch (61.) gelang Nick Proschwitz der 2:1 (1:1)-Siegtreffer gegen den VfL Bochum. Nach drei Niederlagen ohne eigenes Tor durfte auch das bisherige Schlusslicht Karlsruher SC endlich wieder jubeln. Treffer von Philipp Hofmann, Dominik Kother und Christoph Kobald verhalfen zum verdienten 3:0 (2:0) im Baden-Derby über den SV Sandhausen.

Zwei weitere Spiele des vierten Spieltags stehen noch aus. Am Montag (20.30 Uhr/Sky) trifft der FC St. Pauli auf den 1. FC Nürnberg. Die Partie des VfL Osnabrück gegen den SV Darmstadt 98 wurde wegen zweier Coronafälle beim VfL auf den 28. Oktober (18.30 Uhr) verlegt.

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