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Borussia Dortmund: Matthias Ginter ist "auf höherem Level"

BVB-Profi im Interview  

Ginter: "Bin auf einem höheren Level"

26.07.2015, 10:37 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund: Matthias Ginter ist "auf höherem Level". Matthias Ginter von Borussia Dortmund. (Quelle: imago images/osnapix)

Matthias Ginter von Borussia Dortmund. (Quelle: osnapix/imago images)

Das Interview führte Patrick Brandenburg

Er war ein Gesicht der Krise bei Borussia Dortmund: Als Weltmeister hatte Matthias Ginter im vergangenen Sommer den Dienst beim BVB angetreten, doch durchsetzen konnte er sich nicht. Nach etlichen Pleiten, Pech und Pannen wurde der hoch begabte Allrounder zwischenzeitlich sogar in der 2. Mannschaft degradiert. Nun will der 21-Jährige im zweiten Anlauf den Durchbruch bei Schwarz-Gelb schaffen. 

Im Interview mit t-online.de erklärt Ginter, wie der neue Coach Thomas Tuchel auf ihn und seine Teamkollegen wirkt, welche positive Erkenntnis er aus der vergangenen Seuchensaison mitnimmt und um welches Borussen-Motto er nicht herumkommt.

t-online.de: Herr Ginter, eine Woche Bad Ragaz liegt hinter Ihnen, wie lautet Ihr Fazit zum Trainingslager in der Schweiz? Auch das persönliche.
Matthias Ginter: Wir haben den Teamgeist weiterentwickelt, auch auf dem Platz sind wir vorangekommen. Spielerisch und körperlich. Ich persönlich fühle mich sehr wohl. All die Spielformen und Einheiten haben sehr viel Spaß gemacht.

Sind die unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel anders? Revolutionär?
Jeder hat seine eigenen Methoden, aber letztlich ist es doch immer wieder nur Fußball.

Was sind die Unterschiede zur Ära Klopp? Vom Rande betrachtet erscheint Tuchel sehr engagiert bei der Sache. Er erklärt, unterbricht, greift ein...
Das nehmen wir auch so wahr. Er versucht aus jeder Einheit das Maximum rauszuholen. Wenn es nicht hundertprozentig nach seiner Vorstellung läuft, unterbricht er sofort und gibt uns Verbesserungsvorschläge an die Hand.

Inwieweit ist es eine Bestätigung für Sie, dass Borussia Dortmund Sie nicht nach Gladbach ziehen lassen wollte nach einer doch enttäuschenden ersten Saison?
Natürlich tut mir das gut, ich hatte ein längeres Gespräch mit dem Trainer. Er hat mir erklärt, wie er die Lage sieht. Das hat genau meinen Vorstellungen entsprochen. Ich bin sehr froh, hier zu sein und wieder Vollgas zu geben.

Probleme gab es genug in der vergangenen Saison, bei Ihnen und beim BVB. Daher mal andersherum gefragt: Was war denn das positivste Erlebnis?
Ganz klar, dass ich international gespielt habe, in der Champions League. Das war der nächste Schritt für mich. Raus aus der Komfortzone, rein in ein neues Umfeld. Wenn ich an das Trainingslager vor einem Jahr zurückdenke, bin ich nun auf einem höheren Level. Auch wenn es komisch klingt, gerade diese Problemphasen bringen mich weiter. Gegen Widerstände ankämpfen, sich durchbeißen - das ist ja nicht das Allerschlechteste für die persönliche Entwicklung.

Ihre Leistungen in der Königsklasse waren - wie beim gesamten BVB - deutlich besser als in der Bundesliga. Warum?
Das bleibt das große Fragezeichen der vergangenen Saison. In der Champions League haben wir wirklich guten Fußball gespielt und in der Liga ging es auf Rang 17 in die Winterpause. Vielleicht konnten wir nicht beides auf einmal. Als wir gegen Juve rausgeflogen sind, haben wir in der Liga eine Serie gestartet und sind aus dem Keller rausgekommen.

Gab es Zeit, die schwierige Saison zu verarbeiten? Sie waren ja auch noch lange mit der U21 bei der EM unterwegs.
Nein, aber das ist jetzt alles abgehakt, wir schauen nach vorne. Für den BVB und für viele Spieler ist das jetzt ein Neustart. Nach den vielen erfolgreichen Jahren ist das für alle natürlich nicht so einfach. Aber wir sind offen für Neues, es fühlt sich zurzeit alles sehr gut an, und wir sind überzeugt, dass es gut ausgeht.

Sie sind ein Allrounder und auf verschiedenen Postionen in Mittelfeld und Abwehr einsetzbar. Auf welcher sehen Sie sich selbst?
Dass ich für alles offen bin, versteht sich von selbst. Aber ich sehe mich inzwischen schon klar in der Innenverteidigung. Da lagen zuletzt auch die Trainingsschwerpunkte.

Was sind Ihre persönlichen Ziele? Ganz konkret - in Einsatzzeiten gesprochen.
In diesen Kategorien denke ich nicht. Mir geht es eher darum, dass ich mich weiterentwickle. Dass ich mich zeigen und verbessern kann und es dem Trainer möglichst schwer mache, mich nicht aufzustellen. Viel rumreden bringt nichts, am Ende gilt das alte BVB-Motto: Entscheidend is auf‘m Platz.

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