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"So wird Bayern die Champions League nicht gewinnen"

Die Kolumne von Berti Vogts

Aktualisiert am 22.08.2018Lesedauer: 3 Min.
Bayerns neuer Trainer Niko Kovac beim Pokalspiel gegen Drochtersen/Assel. Berti Vogts hält viel von Kovac – aber weniger von der defensiven Transferpolitik des Rekordmeisters.
Bayerns neuer Trainer Niko Kovac beim Pokalspiel gegen Drochtersen/Assel. Berti Vogts hält viel von Kovac – aber weniger von der defensiven Transferpolitik des Rekordmeisters. (Quelle: DeFodi/imago-images-bilder)
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Mehr Mut, Wiedergutmachungs-Modus und Schluss mit Schlafwagenfußball – wie der deutsche Fußball wieder auf die Beine kommt | Eine Kolumne von Berti Vogts.

In der vergangenen Saison bin ich an Bundesliga-Spieltagen oft lieber mit dem Hund rausgegangen, als mir die Spiele anzuschauen. Außer Bayern und Schalke ist jede Mannschaft unter ihren Möglichkeiten geblieben. Und wenn ich in Mönchengladbach im Stadion war, bin ich oft kopfschüttelnd nach Hause gefahren und habe gedacht: „Das möchte ich nur ungern noch mal erleben.“

Die unattraktive Spielweise vieler Mannschaften hat mir den FuĂźball madig gemacht.

Bundesliga und Nationalelf liegen beide am Boden

Aber: Ich bin ein Typ, der auch den Reset-Knopf drücken kann – und genau das habe ich gemacht. Deshalb freue ich mich auf die Bundesliga-Saison und auch auf den Neustart der Nationalelf nach der verkorksten WM mit dem Spiel "alter gegen neuer Weltmeister" am 6. September. Ich bin besonders gespannt, welche Spieler sich in den nächsten Wochen und Monaten für die Nationalelf empfehlen können und den Umbruch mitgestalten werden.

Man kann sagen, dass die Bundesliga und die Nationalmannschaft jetzt gleichermaßen am Boden liegen – und beide sich extrem steigern müssen. Der Wiedergutmachungs-Modus ist angesagt – auf allen Ebenen.

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Die groĂźe Frage: Wie kommt der deutsche FuĂźball wieder auf die Beine?

Schluss mit SchlafwagenfuĂźball

Bei der WM haben wir bei den Kroaten oder Franzosen Tugenden gesehen, die eigentlich mal den deutschen Fußball ausgezeichnet haben: Dass man zunächst auf das Ergebnis achtet, dass man schnell zum Abschluss kommt, dass man Zweikämpfe annimmt und gewinnt – und dass man als Mannschaft auftritt. Diese Tugenden müssen wir uns zurückholen.


Schluss mit Schlafwagenfußball – nur so kann die Devise lauten. Ich will kein Ballgeschiebe mehr sehen – hin und zurück und wieder hin. Es muss wieder Spaß machen, sich Bundesligaspiele anzuschauen. Dafür ist aus meiner Sicht Mut ein ganz entscheidender Faktor.

Die Spieler mĂĽssen wieder an sich glauben, sich Offensivaktionen zutrauen.

Wir brauchen mutige Vereine, Trainer und Spieler

Ich wünsche mir mutige Trainer, die aus allen Positionen nach vorne spielen lassen. Man kann auch mal nach einer Niederlage zufrieden nach Hause gehen – wenn man 2:3 oder 3:4 verloren und einfach ein tolles Match geliefert hat.

Die Vereine müssen sich mehr trauen und das auch kommunizieren. Dortmund mit dem tollen Trainer Favre, Schalke mit dem Selbstbewusstsein aus der vergangenen Saison, Hoffenheim oder Leipzig: Diese Klubs haben das Potenzial, den FC Bayern auch mal anzugreifen – anstatt gleich vor der Saison die Flinte ins Korn zu werfen.

Andere Topklubs in Europa rĂĽsten auf, Bayern nicht

Und auch der FC Bayern: Die Verantwortlichen wissen, was sie tun. Aber sie müssten auch wissen: Ohne Investitionen in diesem Sommer werden sie die Champions League nicht gewinnen. Ich habe großen Respekt vor Trainer Niko Kovac – das ist ein toller Typ. Aber das Thema Neuverpflichtungen können sie noch nicht ernsthaft abgeschlossen haben. Denn die anderen Topklubs in Europa rüsten weiter auf.

Nur so kommt die Bundesliga wieder zu dem Status, den sie mal hatte – als das wichtigste Sport-Event in Europa. Aktuell wird die Liga gar nicht mehr ernst genommen. Oder warum kommt kein einziger Top-Star mehr nach Deutschland?

Wir mĂĽssen den Blick ins Ausland richten

Nationalmannschaft und Bundesliga hängen unweigerlich zusammen und deshalb bedarf es weiterer konkreter Maßnahmen.

Wir mĂĽssen den Blick endlich wieder ins Ausland richten, um zu lernen.

Nach der WM 1998 war ich – genau wie einige andere DFB-Trainer – monatelang unterwegs, um die französischen Fußball-Akademien anzuschauen und zu lernen. Ich glaube, dass das zuletzt gar nicht mehr passiert ist. Aber wir sind wieder an einem Punkt, an dem wir von anderen lernen müssen, um uns weiterzuentwickeln.

Andere Sportarten schlafen nicht

Das größte Problem ist nach wie vor die Trainer-Ausbildung. Und auch da müssen wir den Blick ins Ausland lenken. Wenn ich in Mönchengladbach bin, ist es doch sinnlos, wenn ich bei der Borussia oder beim 1. FC Köln mein Praktikum absolviere – da muss ich raus und mich in Spanien oder England weiterbilden. Das sollte Pflicht sein.


Man darf auch nicht vergessen: Die anderen Sportarten schlafen nicht. Wir haben zuletzt gesehen, wie toll die Leichtathletik ist, wie toll die Turner sind. Die Einschaltquoten sprechen für sich. Ich hoffe, die Fußball-Spieler wissen, was auf dem Spiel steht. Sie verdienen Unsummen – da kann man regelmäßige Top-Leistungen erwarten.

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