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Hertha-Boss Preetz zu Klinsmann-Abgang: "Habe sowas noch nicht erlebt"

Hertha-Boss Michael Preetz  

Klinsmann-Abgang? "Habe sowas noch nicht erlebt"

18.03.2020, 13:06 Uhr | t-online.de, dsl

Hertha-Boss Preetz zu Klinsmann-Abgang: "Habe sowas noch nicht erlebt". Michael Preetz: Der Hertha-Manager spricht in einem Podcast über Klinsmann und die Zukunft von Trainer Nouri. (Quelle: imago images/Laci Perenyi)

Michael Preetz: Der Hertha-Manager spricht in einem Podcast über Klinsmann und die Zukunft von Trainer Nouri. (Quelle: Laci Perenyi/imago images)

In einem Podcast spricht Hertha-Manager Michael Preetz detailliert über das abrupte Ende der Ära Jürgen Klinsmann und wie er darüber informiert wurde. Auch zur Zukunft der Cheftrainerposition beim Hauptstadtklub äußert er sich.

Der Manager des Bundesligisten Hertha BSC, Michael Preetz, hat sich in einem Podcast ausführlich zum Ende der Ära Jürgen Klinsmann geäußert – und dabei insbesondere seine menschliche Enttäuschung betont.

"Ich konnte nicht vorhersehen, dass es im Jahr 2020 noch Menschen gibt, die sich umdrehen und einfach gehen", sagte Preetz im Podcast "Phrasenmäher" der "Bild"-Zeitung. Der Hauptstadtklub sei unter Klinsmann sportlich auf dem richtigen Weg gewesen, rekapituliert Preetz. Umso größer sei die Verwunderung über den plötzlichen Rücktritt des erst zum Ende der Hinrunde als Cheftrainer installierten Klinsmanns gewesen.

Preetz erinnert sich: "Er ist zu mir ins Büro gekommen und hat nur gesagt, 'Tschüss, ich bin dann mal weg.'" Bis die Hertha-Sturmlegende realisieren konnte, was da gerade geschehen war, sei Klinsmann tatsächlich nicht mehr zu erreichen gewesen. "Er war wirklich schon weg, sodass ein Gespräch nicht mehr möglich war – wie auch im Übrigen vorher", stellt Preetz klar. "Es gab nie ein Gespräch, er hat sich für einen anderen, für diesen Weg entschieden."

"Er hat nur geantwortet: 'Neenee, ich gehe jetzt' und ist zurück nach Kalifornien"

Dass Klinsmann nie ein klärendes Gespräch gesucht habe, wenn er offensichtlich gravierende Mängel und Fehler im Verein erkannt hat, enttäuscht Preetz insbesondere: "Ich kenne es so, dass wenn Probleme auftreten, man darüber spricht. Er hat auf meine Fragen jedoch nur noch mit 'Neenee, da gibt's nichts mehr zu reden. Ich gehe jetzt' geantwortet und ist zurück nach Kalifornien." Seitdem habe er nicht mehr mit Klinsmann gesprochen, sagte Preetz.

"Ich habe sowas noch nicht erlebt – und ich bin seit 1986 im Fußball tätig", machte der 52-Jährige seine Entrüstung deutlich. "Es gab überhaupt keine Anzeichen. Und das ist das Problem, mit dem wir zurückgeblieben sind", ist sich Preetz sicher. Umso überraschter sei der komplette Verein gewesen, als Klinsmanns Tagebuch über seine gut zehnwöchige Tätigkeit als Hertha-Cheftrainer in der "Sport Bild" veröffentlicht wurde. "Wir waren fassungslos", sagte Preetz. Er selbst habe das Tagebuch nur einmal gelesen, "ich hatte wirklich kein Vergnügen an der Lektüre." 

Auch zur Zukunft der Cheftrainerposition bei Hertha BSC äußerte sich Michael Preetz – und betonte, dass der Klub nicht über die aktuelle Saison hinaus mit Alexander Nouri plane. "Wir wollen die Saison 2020 zu Ende spielen und dann zu einer neuen Entscheidung auf der Cheftrainerposition kommen", so Preetz.

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