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Coronavirus-Krise - Rettig kritisiert FC Bayern: Charme- statt Transferoffensive

Coronavirus-Krise  

Rettig kritisiert FC Bayern: Charme- statt Transferoffensive

03.05.2020, 07:21 Uhr | dpa

Coronavirus-Krise - Rettig kritisiert FC Bayern: Charme- statt Transferoffensive. Andreas Rettig kritisiert den FC Bayern.

Andreas Rettig kritisiert den FC Bayern. Foto: Christian Charisius/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der frühere DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hält die Ankündigung des FC Bayern München, im Sommer einen internationalen Top-Star verpflichten zu wollen, angesichts der Coronavirus-Krise für "ein falsches Signal".

Das habe bei ihm Verwunderung hervorgerufen, sagte Rettig dem TV-Sender Sky: "Ich finde, der FC Bayern sollte lieber über eine Charmeoffensive in Richtung Fans und Mitglieder und Gesellschaft sprechen. Ich glaube, das wäre in diesen Tagen besser."

Die gesellschaftliche Kritik am Profifußball in Deutschland habe sich die Branche selbst zuzuschreiben. "Ich denke, dass der Profifußball sich in den letzten Jahren das Leben selber schwer gemacht hat und deshalb jetzt auch an diesem Punkt steht, wo vielleicht der letzte Corona-Tropfen am Ende das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Stichwort goldene Steaks, einfliegende Friseure und Protz, der zur Schau gestellt wird", betonte Rettig.

Es gehe nun darum, dass der Fußball die Zeichen der Zeit erkenne. "Wir dürfen den Fußball nicht immer weiter überhöhen, sondern der Profifußball ist nicht systemrelevant. Das ist ja nun auch wieder klar geworden in diesen Tagen, er ist allenfalls gefühlsrelevant", so der langjährige Manager, der die überhöhen Spieler- und Beratergehälter anprangerte und Aspekte von Nachhaltigkeit in den zukünftigen Planungen einforderte.

Zugleich wünscht sich Rettig, "dass man jetzt nicht nach den weißen Rittern schreit und die Sinnfrage von 50+1 stellt". Der langjährige Funktionär verwies auf die Probleme der Premier League. "Wenn ich sehe, welche Kämpfe dort um den Gehaltsverzicht auf dieser Ebene momentan ausgefochten werden mit den Spielern, dann verwundert das nicht, wenn man weiß, dass 15 der 20 Premier-League-Clubs von Milliardären geführt werden. Da fragt sich der Spieler natürlich auch, für wen soll ich jetzt verzichten?"

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