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Nach Trainingseklat: Mainz-FĂĽhrung verwirrt mit Aussagen

Von dpa, dd

Aktualisiert am 24.09.2020Lesedauer: 2 Min.
Rouven Schröder: Der Mainz-Sportvorstand Rouven Schröder ist in Erklärungsnot.
Rouven Schröder: Der Mainz-Sportvorstand Rouven Schröder ist in Erklärungsnot. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Die Mainzer Spieler hatten per Trainingsstreik gegen die Freistellung von Stürmer Szalai protestiert. Nun äußern sich Schröder und Beierlorzer – und leisten sich einen unglücklichen Auftritt.

Es brodelt weiter in Mainz nach dem Eklat vom Mittwoch. 05-Sportvorstand Rouven Schröder und Trainer Achim Beierlorzer wollten auf der Pressekonferenz vor dem ersten Heimspiel der Saison am Samstag gegen den VfB Stuttgart Klarheit schaffen – und leisteten sich einen unglücklichen Auftritt, der nur noch mehr Fragen aufwirft.

Am Mittwoch hatte die Mainzer Mannschaft geschlossen das Training verweigert, nachdem der im Team geschätzte Stürmer Adam Szalai freigestellt wurde. Schröder sprach von einer "Eskalationsstufe", mit der man nun umgehen müsse. "Das war kein schöner Moment. Ich bin überzeugt, dass wir nicht noch einmal in eine solche Situation kommen", betonte der Mainzer Sportvorstand. Im persönlichen Gespräch mit dem Mannschaftsrat seien die Geschehnisse vom Mittwoch aufgearbeitet und die Konsequenzen aufgezeigt worden. Schröder stellte dazu klar: "Die Thematik Adam Szalai hat nichts mit dem Thema Gehalt zu tun, sondern hat ausschließlich sportliche Gründe."

Beierlorzer: Spielerstreik "nicht persönlich gegen mich"

Trainer Achim Beierlorzer sieht trotz der in der Bundesliga bisher wohl einzigartigen Aktion kein Zerwürfnis zwischen ihm und dem Team. "Die Mannschaft hat ein Statement gesetzt, das aber nicht persönlich gegen mich gerichtet war", sagte der 52-Jährige. Er könne den Zusammenhalt der Profis und die Solidarität mit Szalai, der am Donnerstag erstmals bei der U23 trainierte, nachvollziehen. "Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass dies in den Trainingsbereich reinspielte", sagte Beierlorzer.

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Angeschlagen: Mainz-Trainer Achim Beierlorzer.
Angeschlagen: Mainz-Trainer Achim Beierlorzer. (Quelle: Jan HĂĽbner/imago-images-bilder)

Allerdings verwirrten Schröder und Beierlorzer mit einigen Antworten: "Wir haben uns in der Kaderplanung zusammengesetzt, und wir haben für uns beschlossen, dass wir Adam freistellen, weil wir jungen Talenten mehr Zeit und mehr Raum geben wollen", erklärte der Trainer zur Entscheidung gegen Szalai. Dies sei ihm schon zum Ende der vergangenen Saison mitgeteilt worden. Warum der Ungar nun allerdings plötzlich vom Training ausgeschlossen wurde – darauf hatte Beierlorzer keine schlüssige Antwort. "Die erwartenden Konflikte in dieser Situation, in der sich Adam befindet", hätten mit den Ausschlag gegeben. "Weil wir gedacht haben, dass er Schwierigkeiten haben wird, die Situation so einzuschätzen."

"Unpopuläre Entscheidung"

Und Schröder sagte zur Personalie, man habe Szalai mitgeteilt, "dass er sich auf dem Markt umschauen kann" – aber dann doch nicht zu einem Wechsel geraten. Was denn nun? Immerhin gestand der FSV-Macher auch ein: "Es war uns bewusst, dass das eine unpopuläre Entscheidung ist. Vielleicht haben wir auch den Kommunikationsweg falsch eingeschätzt. Die Dinge haben sich auch durch die aggressive Berichterstattung aufgeladen."

"Wir werden standhaft bleiben und durchsetzen, dass Adam nächste Woche wieder teilnehmen darf", sagte Szalais Berater Oliver Fischer derweil am Donnerstagnachmittag der Mainzer Allgemeinen Zeitung.

Demnach werde der Ungar in Mainz bleiben. "Adam wird keinen neuen Verein suchen", sagte Fischer. Nach Szalais Suspendierung hatten seine Mainzer Mitspieler am Mittwochnachmittag geschlossen das Training verweigert. Der 32-Jährige darf sich derzeit nur bei der U23 fit halten.

Klar scheint nach dieser PK nur: In Mainz wird noch keine Ruhe einkehren.

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