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Wolfsburgs Sportchef - Schmadtke: "Wir haben im Fußball kein Rassismus-Problem"

Wolfsburgs Sportchef  

Schmadtke: "Wir haben im Fußball kein Rassismus-Problem"

17.01.2021, 15:22 Uhr | dpa

Wolfsburgs Sportchef - Schmadtke: "Wir haben im Fußball kein Rassismus-Problem". Jörg Schmadtke, Geschäftsführer Sport beim VfL Wolfsburg, steht vor einem Spiel in der Volkswagen-Arena.

Jörg Schmadtke, Geschäftsführer Sport beim VfL Wolfsburg, steht vor einem Spiel in der Volkswagen-Arena. Foto: Swen Pförtner/dpa/Archivbild. (Quelle: dpa)

Mainz (dpa) - Nach dem Wirbel um das Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und Bayer Leverkusen hat der Wolfsburger Sportchef Jörg Schmadtke davor gewarnt, von einem generellen Rassismus-Problem im Fußball auszugehen.

"Wir haben im Fußball kein Rassismus-Problem. Wenn wir das jetzt künstlich versuchen herbeizureden, da bin ich auch ein Gegner davon", sagte der Geschäftsführer Sport der Niedersachsen im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. "Alle, die im Sport tätig sind, leben mit Ausländern und werden groß mit ihnen. Ich habe schon als Sechsjähriger mit Ausländern auf dem Platz agiert. Da gab es nie Probleme. Nicht in dem Sport, den ich kenne."

Schmadtke wurde nach seinem Auftritt im Sportstudio in sozialen Netzwerken vorgeworfen, das Thema Rassismus zu verharmlosen. Der 56-Jährige sagte bereits in dem Sportstudio-Interview: "Es gibt Grenzen, die sollte man nicht überschreiten, auch nicht in der Emotionalität." In einem Gespräch mit dem "Sportbuzzer" fügte er am Sonntag noch hinzu: "Ich habe Rassismus im Fußball nicht relativiert und würde auch nie in Abrede stellen, dass Rassismus ein gesellschaftliches Problem ist, das in den Fußball hineinwirkt". Er hätte am Vorabend "vielleicht deutlicher machen müssen", dass er sich bei seinen Aussagen vor allem auf eigene Erfahrungen bezog.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte am Wochenende angekündigt, die Rassismus-Vorwürfe nach dem Spiel in Berlin zu untersuchen. "Es besteht der Verdacht, dass der Berliner Spieler Florian Hübner seinen Leverkusener Gegenspieler Nadiem Amiri, dessen Eltern aus Afghanistan stammen, rassistisch beleidigt haben könnte", teilte der DFB am Samstag mit. Amiri hat bereits eine Entschuldigung von Hübner angenommen. Ungeachtet dessen wies Unions Manager Oliver Ruhnert die Rassismus-Vorwürfe zurück. "Er hat sich so nicht geäußert", sagte Ruhnert am Samstag. Nach Aussage von Amiris Teamkollegen Jonathan Tah sollen die Worte "Scheiß Afghane" in Richtung des deutschen Nationalspielers Amiri gefallen sein. Er selbst habe die Aussage nicht gehört, sagte Tah.

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