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Bundesliga: Hertha enttäuscht im Berlin-Derby – Union ganz clever

Bundesliga, 12. Spieltag  

Hertha enttäuscht im Berlin-Derby – Union ganz clever

20.11.2021, 20:28 Uhr | dd, dpa

Bundesliga: Hertha enttäuscht im Berlin-Derby – Union ganz clever. Das Führungstor: Unions Awonyi (li.) trifft gegen Hertha-Keeper Schwolow. (Quelle: Reuters/Annegret Hilse)

Das Führungstor: Unions Awonyi (li.) trifft gegen Hertha-Keeper Schwolow. (Quelle: Annegret Hilse/Reuters)

Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai zeigt beim Stadtrivalen eine teilweise desaströse Vorstellung und bleibt weiter im unteren Mittelfeld der Tabelle stecken. Für Union stellt mal wieder ein Mann die Zeichen auf Sieg.

Eine ganz bittere Niederlage für Hertha BSC im Berliner Derby: Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai verlor beim Stadtrivalen Union Berlin mit 0:2 (0:2) und bleibt damit mit 13 Punkten vorerst auf Tabellenplatz 13 stecken. Taiwo Awoniyi (8.) und Christopher Trimmel (30.) trafen zum Heimsieg der "Eisernen", die mit nun 20 Zählern auf Platz fünf klettern.

Nach drei sieglosen Liga-Spielen ohne Max Kruse feierten die Unioner bei der Rückkehr des ehemaligen Nationalspielers passend zur Einstimmung auf das Conference-League-Spiel am Donnerstag bei Maccabi Haifa den prestigeträchtigen Sieg im Derby, das in der Bundesliga nun zweimal Union gewann, zweimal Hertha und einmal keiner von beiden.

Kapitaler Patzer von Herthas Dardai

Zum ersten Mal seit dem 1:0-Sieg vor zwei Jahren spielten beide aber vor allem wieder vor Fans gegeneinander, nachdem die Unioner vom Berliner Senat die Erlaubnis zur Vollauslastung unter 2G-Bedingungen bekommen hatten. "Ich freue mich und weiß, dass alle verantwortlich damit umgehen", sagte Union-Präsident Dirk Zingler bei Sky.

Seine Spieler zeigten den Fans von Beginn an großen Einsatz in einem intensiv-körperlichen Spiel, das schnell durch einen kapitalen Patzer von Marton Dardai zugunsten der Unioner lief. Nach einem Pass in die Spitze von Nico Gießelmann traf der Sohn von Hertha-Trainer Pal Dardai den Ball nicht richtig. Eine Gelegenheit, die sich Unions Torgarant Awoniyi nicht nehmen ließ und im Angesicht der 2400 Fans der Hertha an Alexander Schwolow zur Führung einschob.

Hertha tappte immer wieder in die Falle

Was beim letzten Derby in der Köpenicker Kultstätte bis kurz vor Schluss beim damaligen 1:0-Sieg gedauert hatte, wurde beim fünften Hauptstadt-Derby in der Bundesliga zum Start nach Wunschvorstellung für die Eisernen und zur Derby-Prüfung für die Herthaner, die zuletzt mit sieben Punkten aus vier Spielen einen leichten Aufwärtstrend verspürt hatten.

Pal Dardais Mannschaft, in der Stürmer Stevan Jovetic fehlte, nachdem er nun doch wieder positiv auf das Coronavirus getestet wurde, tappte den taktisch klug agierenden Gastgebern aber immer wieder in die Falle. An der Mittellinie spätestens machten die Unioner die Räume eng und Hertha verlor die Bälle. Kruse und Grischa Prömel (22. und 25.) verpassten aber ihrerseits, die Führung auszubauen. Das machte Rechtsverteidiger Trimmel nach einer Ecke mit einen Flachschuss von der rechten Seite diagonal durch den Hertha-Strafraum ins lange Eck mit seinem ersten Saisontor.

Während bei Union auch ein Abwehrspieler traf, mühte sich die Hertha zum ersten Schuss Richtung Tor in der 37. Minute durch Angreifer Peter Pekarik. Der jubelte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann sogar mit den Herthanern über sein vermeintliches 1:2, der Videobeweis belegte aber: Kein Tor, Abseits. Danach war Pause. Als der Versuch des Anrennens der Gäste auch nach dem Seitenwechsel keinen Erfolg brachte, schickte Pal Dardai unter anderem auch Kevin-Prince Boateng aufs Feld. Zuvor hätte Routinier-Pendant auf Unioner Seite fast das 3:0 erzielt - Schwolow rettete mit den Fingerspitzen.

Die Gastgeber blieben auch danach gefährlich, Herthas war zumindest das Bemühen nicht abzusprechen. Aufbauen lässt sich darauf vor dem Heimspiel am kommenden Samstag gegen den nur einen Punkt schlechteren FC Augsburg allerdings kaum.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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