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US-Investor will bei Bundesligisten einsteigen

  • Dominik Sliskovic
Von Dominik Sliskovic

Aktualisiert am 01.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Barnsleys Daryl Dyke greift im Spiel gegen Swansea an (Archivbild): Der englische Zweitligist FC Barnsley ist einer der Klubs, in die Lee bereits investiert hat.
Barnsleys Daryl Dyke greift im Spiel gegen Swansea an (Archivbild): Der englische Zweitligist FC Barnsley ist einer der Klubs, in die Lee bereits investiert hat. (Quelle: Action Plus/imago-images-bilder)
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Die Fußball-Bundesliga könnte bald einen neuen Geldgeber begrĂŒĂŸen. Der Investor Chien Lee bestĂ€tigt t-online, dass er bei einem deutschen Profiverein einsteigen wolle. Es wĂ€re nicht seine erste KlubĂŒbernahme.

Der US-amerikanische Unternehmer Chien Lee möchte "frĂŒher oder spĂ€ter" einen Verein der Fußball-Bundesliga ĂŒbernehmen. Das bestĂ€tigte er im GesprĂ€ch mit t-online: "Ich beobachte die Lage der Liga sehr genau, denn ich bin hochinteressiert daran, in den deutschen Fußball zu investieren."

Lee besitzt bereits sechs Profivereine

Lee hat sich in den vergangenen Jahren bereits einen Ruf als weitsichtiger Investor im europĂ€ischen Profifußball gemacht. Grundlegende SĂ€ulen aller Vereine, die er ĂŒbernimmt, sind die Implementierung einer offensiven Spielphilosophie und das konsequente datenbasierte Scouting junger Talente. So erreichte der strauchelnde französische Traditionsklub OGC Nizza unter Lees FĂŒhrung mit dem frĂŒheren Bundesligatrainer Lucien Favre sensationell die Champions League.

Chien Lee: Der US-Amerikaner feierte unter anderem mit Ex-Bundesligatrainer Lucien Favre erste Achtungserfolge im europĂ€ischen Fußball.
Chien Lee: Der US-Amerikaner feierte unter anderem mit Ex-Bundesligatrainer Lucien Favre erste Achtungserfolge im europĂ€ischen Fußball. (Quelle: Panoramic/imago-images-bilder)

2019 verkaufte er Nizza und strich einen satten Gewinn ein. Seitdem sind noch sechs Klubs im Besitz seines Investmentunternehmens NewCity: der englische Zweitligist Barnsley FC, der Schweizer Zweitligist FC Thun, der belgische Erstligist KV Oostende, der französische Zweitligist AS Nancy-Lorraine, der dÀnische Zweitligist Esbjerg fB und der niederlÀndische Zweitligist FC Den Bosch.

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Seine Liebe fĂŒr die deutsche Eliteliga, wie Lee es selbst ausdrĂŒckt, habe er auch dem scheidenden DFL-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christian Seifert mitgeteilt – und ihm dabei den ausschlaggebenden Aspekt fĂŒr sein besonderes Interesse genannt: "Ich habe ihm gesagt: 'Wir spielen mit unseren Klubs hohes Pressing – genau wie ihr in der Bundesliga. Das ist ja deutscher Fußball!'"

Das denkt Investor Lee von der deutschen 50+1-Regel

Die im deutschen Fußball geltende 50+1-Regel, wonach die absolute Mehrheit der Anteile beim Stammverein liegen mĂŒsse, schreckt Lee nicht von einem Investment ab. "Die Regeln sind die Regeln – und sie gelten auch fĂŒr mich", erklĂ€rt er. Ihm gehe es ohnehin nicht darum, "wie groß die Prozentzahl meiner Anteile ist."

"Viel wichtiger ist, dass ich vor Ort auf einen Partner treffe, der dieses Langzeitprojekt mit mir verfolgen will – sei es ein Anteilseigner, der bereits vor mir investiert hat oder die KlubfĂŒhrung, die den Verein finanziell konsolidieren und sportlich voranbringen will. Können wir uns auf eine gemeinsame Philosophie einigen, bin ich zufrieden – egal, wie viele Stimmrechte ich dann besitze", so Lee.

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Die Sorge vieler deutscher Fußballfans, der Fußball werde durch die steigende Zahl an Investoren zu einem Spielplatz fĂŒr Superreiche, kann Lee nachvollziehen – das grundlegende Problem sei jedoch ein anderes: "Fußballklubs hatten seit Anbeginn Geldgeber – auch wenn sie vermutlich vor 100 Jahren noch nicht Investoren genannt wurden. Viele Fußballfans – auch in Deutschland – schreckt es jedoch ab, dass ihr Klub nicht mehr von einem lokalen Unternehmen unterstĂŒtzt wird."

"Fans können sich nicht mehr mit dem Geldgeber identifizieren"

Lee fĂŒhrt aus, es sei nicht von der Hand zu weisen, "dass die Geldgeber in den vergangenen 10, 20 Jahren vermehrt aus Russland, dem Mittleren Osten und China kommen." Die Fans könnten sich "nicht mehr mit dem Geldgeber identifizieren". Deshalb wĂŒrden AnhĂ€nger oftmals zu einer falschen Schlussfolgerung gelangen. "Sie leiten daraus ab, dass es dem Investor gar nicht um den Klub geht", sagt Lee, der betont: "Aber das ist niemals der Fall! Der Fan und der Investor wollen doch die gleichen Ziele erreichen: dass der Klub wĂ€chst, Erfolg hat und der Stolz der Region ist."

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Auf die drĂ€ngendste Frage – bei welchem Bundesligisten er als Investor einsteigen möchte – antwortete Lee ausweichend: "Ich habe mehrere Klubs im Blick und warte nur auf die richtige Gelegenheit."

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