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  • Corona-Diskussion um Joshua Kimmich – Kann er noch KapitĂ€n des FC Bayern werden


Meinung
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Das war's mit dem KapitÀnsamt

  • Florian Wichert
  • Robert Hiersemann
Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

13.12.2021Lesedauer: 2 Min.
"Zweikampf der Woche" im Video: So verbrannt ist Joshua Kimmich durch die Impf-Debatte bereits als KapitÀn und Spitzenspieler. (Quelle: t-online)
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Er galt nicht nur als einer der besten Spieler Deutschlands, sondern auch als kĂŒnftiger KapitĂ€n der Nationalelf und des FC Bayern. Ist Kimmich nun verbrannt fĂŒr dieses Amt?

Joshua Kimmich befindet sich mitten im nĂ€chsten Öffentlichkeits-Tsunami, wie Bayerns EhrenprĂ€sident Uli Hoeneß die Debatte um die Impfverweigerung des Nationalspielers im Oktober nannte (Hier lesen Sie den kompletten Artikel). Nachdem seine öffentlich geĂ€ußerten Bedenken gegenĂŒber einer Impfung fĂŒr viel Wirbel gesorgt hatten, musste Kimmich im November ungeimpft in QuarantĂ€ne, dann infizierte er sich auch noch selbst mit Corona. Nun leidet er an Lungen-Infiltrationen als SpĂ€tfolge (Mehr ĂŒber Lungen-Infiltrationen lesen Sie hier) und fĂ€llt bis Jahresende aus, wie der FC Bayern vergangene Woche verkĂŒndete. Jedes Mal gab es riesige Diskussionen weit ĂŒber den Fußball hinaus.

Deshalb ergriff der 26-JĂ€hrige in einem ZDF-Interview nun selbst das Wort.

Kimmich zeigte sich einsichtig. Er habe die Mannschaft im Stich gelassen (Hier lesen Sie alle Aussagen im ZDF-Interview) und sagte: "NatĂŒrlich – rĂŒckblickend gesehen hĂ€tte ich die Entscheidung fĂŒr das Impfen lieber frĂŒher getroffen, aber zu dem damaligen Zeitpunkt war es mir eben nicht möglich." Aufgrund seiner Ängste und Bedenken, wie er erklĂ€rt.

Welche Folgen hat das fĂŒr seine Karriere?

Das Interview wird nun kontrovers diskutiert. Ist Kimmich damit rehabilitiert? Hat er eine zweite Chance verdient? Welche Folgen hat das alles fĂŒr seine Karriere? Zumal Kimmich bis zur Debatte um die Impfverweigerung nicht nur als einer der besten und wichtigsten Spieler beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft galt, sondern auch als der legitime Nachfolger von Torwart Manuel Neuer als KapitĂ€n.

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Was zur Frage fĂŒhrt:

Ist Joshua Kimmich als kĂŒnftiger KapitĂ€n des FC Bayern und der Nationalmannschaft verbrannt? (Sehen Sie die komplette Diskussion hier im Video)

Pro
Florian Wichert
Florian Wichert

Ja, Kimmich hat unverzichtbare Eigenschaften vermissen lassen

Was macht fĂŒr Sie einen guten KapitĂ€n aus? Das volle Bewusstsein fĂŒr die Vorbildfunktion? Definitiv. Aufopferungsbereitschaft fĂŒr das Kollektiv? Ganz sicher. UneingeschrĂ€nkte Akzeptanz in der Mannschaft? Auf jeden Fall. Ein guter KapitĂ€n muss vorangehen, fĂŒhren – ganz besonders in der Krise.

Und ganz besonders bei Bayern und in der Nationalelf.

So wie Manuel Neuer das tut – und Joshua Kimmich nicht. Der 26-JĂ€hrige hat sich fĂŒr dieses Amt und die Neuer-Nachfolge in den letzten Wochen disqualifiziert. Ganz klar: Das war's fĂŒr ihn. Weil Kimmich all diese unverzichtbaren Eigenschaften hat vermissen lassen. Er hat mit seiner Impfverweigerung ein schlechtes Vorbild fĂŒr die Gesellschaft abgegeben. Er hat seine Mannschaft im Stich gelassen. Er hat den Erfolg des FC Bayern und seine Akzeptanz in der Mannschaft aufs Spiel gesetzt und in Teilen wohl eingebĂŒĂŸt.

Klar: Kimmich ist schon maximal gestraft. QuarantĂ€ne, Corona-Erkrankung, Gehaltseinbußen, SpĂ€tfolgen, Sorgen um die Karriere – und dann noch ein Öffentlichkeits-Tsunami nach dem anderen. All das hat er in einem offenen und ehrlichen Interview nicht nur offenbart. Er hat mit seiner Einsicht sogar einen großen Schritt in Richtung Rehabilitation getan. Das Ă€ndert aber nichts daran, dass er fĂŒr ein so wichtiges Amt, mit dem er den deutschen Fußball in der Welt reprĂ€sentiert, verbrannt ist. Schade, aber nicht alle großen Fußballer sind auch gute AnfĂŒhrer.

Kontra
Robert Hiersemann
Robert Hiersemann

Nein, denn Kimmich wird gestÀrkt aus dieser Krise hervorgehen

Joshua Kimmich hat Fehler gemacht und wurde dafĂŒr zu Recht kritisiert. Er hĂ€tte sich lĂ€ngst impfen lassen sollen und hat viele Deutsche aufgrund seiner geĂ€ußerten Bedenken ĂŒber angebliche Langzeitfolgen durch eine Corona-Impfung, die nicht fundiert waren, durcheinandergebracht. Aber er ist doch nicht fĂŒr alle Zeiten verbrannt, nur weil er sich mal geirrt hat. Im Gegenteil.

Der 26-JĂ€hrige hat inzwischen in einem Interview eingestanden, dass er falsch lag und sich nun impfen lassen möchte. Und genau das zeugt doch von wahrer GrĂ¶ĂŸe. Sich einsichtig zu zeigen, ist Grundlage unserer Kultur, das ist menschlich und vor allem demokratisch. Kimmich sagte in aller Öffentlichkeit, dass er sich geirrt hat. Ein toller Schritt.

Und seien wir doch mal ehrlich: Am Ende geht es doch auch nur um Fußball. HĂ€ngen wir den Posten des KapitĂ€ns der Nationalmannschaft mal nicht zu hoch. Es ist und bleibt Sport – und der Job des DFB-SpielfĂŒhrers ist keineswegs mit dem Posten des Gesundheitsministers geschweige denn des Kanzlers zu vergleichen.

Kimmich ist in erster Linie ein herausragender Spieler. Ganz sicher: Er wird gestĂ€rkt aus dieser persönlichen Krise hervorgehen und den deutschen Fußball noch auf Jahre prĂ€gen. Und das als KapitĂ€n.

Wer hat recht?

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Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen. Sehen Sie das Format oben im Video oder auch ab 21 Uhr im Free-TV im Rahmen von "Bundesliga Analyse" auf Sport 1.

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Von Robert Hiersemann und Florian Wichert
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