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"Jerry" gibt F├╝rth einen Hoffnungsschub: "Noch nix verloren"

Von dpa
23.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Torsch├╝tze Jeremy Dudziak (l-r) wird von seinen F├╝rther Teamkollegen Jamie Leweling und Paul Seguin gefeiert.
Torsch├╝tze Jeremy Dudziak (l-r) wird von seinen F├╝rther Teamkollegen Jamie Leweling und Paul Seguin gefeiert. (Quelle: Daniel Karmann/dpa./dpa)
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F├╝rth (dpa) - Die Hoffnung der einstigen Bundesliga-Blamage SpVgg Greuther F├╝rth f├╝r den Rest dieser Saison formulierte Matchwinner Jeremy Dudziak ganz lakonisch. Wenn die Franken so weitermachen w├╝rden wie zuletzt, dann sei mit Blick auf Relegationsplatz 16 ja nichts unm├Âglich, oder? "So siehts aus, ja", antwortete Dudziak.

Damit k├Ânnte eigentlich schon alles gesagt sein. Ein bisschen mehr l├Ąsst sich ├╝ber den noch vor wenigen Wochen hoffnungslosen F├╝rther Fall aber doch erz├Ąhlen. Beim Tabellenschlusslicht w├Ąchst nach dem 2:1 (1:0) am Samstag gegen den FSV Mainz 05 wieder die Zuversicht. Dank des zweiten Saisonsiegs haben die F├╝rther den R├╝ckstand auf Rang 16 auf neun Punkte verk├╝rzt. Man sei also im Abstiegskampf noch voll dabei, oder? "Definitiv, da ist noch nix verloren", meinte Dudziak.

"Es f├╝hlt sich aktuell gut an"

Neun Z├Ąhler hat die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl aus den vergangenen sechs Partien geholt. Es ist unwahrscheinlich, dass der Aufsteiger diesen Punkteschnitt bis zum Saisonende beibeh├Ąlt. Die F├╝rther haben aber mittlerweile nachgewiesen, dass sie auf dem h├Âchsten nationalen Niveau mithalten k├Ânnen. Das ist viel wert.

Nicht zuletzt haben die F├╝rther schon jetzt nach dem 20. Spieltag die Bilanz von Lachnummer Tasmania Berlin aus der Saison 1965/66 mit insgesamt nur zwei Siegen und vier Unentschieden egalisiert.

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"Es f├╝hlt sich aktuell gut an und ist Ansporn f├╝r uns, genau da weiterzuarbeiten und diese Erfolgserlebnisse kontinuierlich zu haben", ├Ąu├čerte Leitl, der als entscheidende Faktoren f├╝r die Akklimatisierung in der Bundesliga die verbesserte Physis seiner Mannschaft und die stabile Personallage nennt.

Dudziak: "Das war ein super Gef├╝hl"

Dudziak selbst hatte es seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer vom Hamburger SV nicht so einfach. "Ich finde, dass 'Jerry' auf einem guten Weg ist", befand Leitl. "Er hatte in Hamburg keine einfache Zeit, das ist auch ein kleines P├Ąckchen, das er hierhergebracht hat. Hinzukamen kleinere Verletzungen und nat├╝rlich Corona, auch hier mussten wir immer wieder improvisieren, kompensieren."

Zweifel am Leistungsverm├Âgen des geb├╝rtigen Hamburgers, der vor allem die Offensive beleben soll, hatte Leitl aber nicht. "Dass er uns besser macht, wenn er in einer guten Form ist, ist uns schon bewusst gewesen. Deswegen war f├╝r mich diese Leistung zu erwarten", sagte der F├╝rther Coach. Dudziak hatte seine Mannschaft gegen Mainz in der zw├Âlften Minute in F├╝hrung gebracht. Nach der Pause erzwang er ein Eigentor durch Stefan Bell (66.). Der Anschlusstreffer von Karim Onisiwo (90.+3) spielte am Ende keine Rolle.

"Das war ein super Gef├╝hl, das war ein erl├Âsendes Gef├╝hl", sagte Dudziak nach seinem nach eigener Aussage besten Bundesligaspiel. Warum l├Ąuft es aber aktuell bei ihm und den F├╝rthern so gut? "Wir geben noch mehr Gas, wir arbeiten noch mehr an uns selbst und spielen freier auf", sagte Dudziak, den in dieser Saison zwischenzeitlich eine Corona-Infektion ausgebremst hatte.

Wohin kann das noch f├╝hren? "Die Jungs haben einen Traum, den d├╝rfen sie gerne leben, aber vor allem mit harter und disziplinierter Arbeit untermauern", ordnete Leitl an. "Dann werden wir sehen, wohin die Reise geht." Direkt nach der L├Ąnderspielpause mit den Spielen gegen den VfL Wolfsburg und Hertha BSC wei├č man definitiv mehr.

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