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Pokal-Sensation perfekt: Viertligist Essen wirft Leverkusen raus

Von t-online
Aktualisiert am 03.02.2021Lesedauer: 3 Min.
Hocherfreute Sieger: Die Spieler von Rot-Weiss Essen ziehen ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein.
Hocherfreute Sieger: Die Spieler von Rot-Weiss Essen ziehen ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. (Quelle: Uwe Kraft/imago-images-bilder)
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In der Runde der letzten 16 des DFB-Pokals empfing der Regionalligist den Favoriten aus Leverkusen. Die Partie ging in die Verlängerung. Und am Ende setzte sich der Außenseiter durch.

Regionalligist Rot-Weiss Essen schreibt sein Pokalmärchen fort und steht nach großem Kampf gegen Bayer Leverkusen im Viertelfinale. Der klassentiefste im Wettbewerb verbliebene Klub gewann gegen den Vorjahresfinalisten im Essener Dauerregen mit 2:1 (0:1, 0:0) nach Verlängerung und erreichte erstmals seit 27 Jahren die Runde der besten Acht. Die blamierten Leverkusener, die das Spiel lange dominiert hatten, stecken nach zuvor nur vier Punkten aus sechs Bundesliga-Partien in einer echten Krise.


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Giovanni Trapattoni (80): In seiner zweiten Amtszeit beim FC Bayern (1996-1998, zuvor 1994-1995) sicherte sich "Trap" mit seiner "Flasche leer"-Wutrede einen Ehrenplatz in der Ruhmeshalle des deutschen Fußballs. Sein letztes Engagement, als Trainer der irischen Nationalmannschaft, endete 2013. Seitdem nutzt "Il Maestro" seine Freizeit vor allem für lange Spaziergänge mit seinen Hunden und – man mag es kaum glauben – dem Pflegen seines Instagram-Accounts @giovanni_iltrap.
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Leon Bailey (105.) traf zwar zunächst für Bayer, doch Oguzhan Kefkir (108.) und Simon Engelmann (118.) sorgten dafür, dass RWE auch im 33. Pflichtspiel innerhalb eines Jahres ungeschlagen blieb. Der Engelmann-Treffer wurde lange überprüft - zählte aber doch. Zuvor hatte der Traditionsverein und Cup-Sieger von 1953 Arminia Bielefeld und Fortuna Düsseldorf ausgeschaltet.

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Essens Spieler Oguzhan Kefir nach der Partie bei Sky: "Nach dem Gegentor haben wir uns gesagt: Alles oder nichts."

Auch Essens Trainer Christian Neidhardt reagiert emotional: "Einfach Wahnsinn. Sicherlich haben wir in der einen oder anderen Situation auch Glück gehabt – und einen guten Torwart. Ich bin stolz auf die Jungs."

Bayer-Boss war vor dem Spiel sehr selbstbewusst

Bayer war mit klaren Absichten nach Essen gereist. Nach dem Aus des Titelverteidigers FC Bayern in der zweiten Runde schien die Chance auf den Pokalsieg so groß wie lange nicht mehr. "So denken viele andere Klubs auch", hatte Bayer-Sportchef Rudi Völler kurz vor dem Anpfiff bei Sky gesagt. Nationalspieler Kerem Demirbay wurde am Morgen vom DFB mit den Worten zitiert: "Wir wollen den Pott nach Leverkusen holen."

Sein Trainer Peter Bosz war in der Anfangsphase aber nicht gänzlich zufrieden. Zwar dominierte der Bundesligist erwartungsgemäß, Edmond Tapsoba gab früh den ersten Warnschuss auf das Essener Tor ab (3.). Die Werkself tat sich im Spielaufbau auf dem sichtlich ramponierten Rasen aber schwer. "Mutig! Mutig!", rief RWE-Trainer Christian Neidhart seinen Spielern zu, die mithielten, aber mit zunehmender Spielzeit immer stärker unter Druck gerieten.

Die größte Bayer-Chance der ersten Halbzeit vergab Patrik Schick, der zunächst mit Lucas Alario zusammen als Mittelstürmer eingesetzt wurde. Sein Kopfball landete am Pfosten (24.). Essens Marco Kehl-Gómez schoss in der 40. Minute knapp am Leverkusener Tor vorbei - es blieb lang die beste Möglichkeit der Gastgeber.

Bellarabi in der ersten Hälfte ausgewechselt

Noch vor der Pause musste Bayer auf den angeschlagenen Karim Bellarabi verzichten, für ihn kam Moussa Diaby (44.). In der zweiten Halbzeit stellte Bosz mit zwei weiteren Wechseln wieder auf das vertraute 4-3-3-System um. Diaby vergab die nächste Chance zur Bayer-Führung (49.). Davari klärte zudem klasse gegen Tapsoba (51.).

Bayer zwang den Regionalligisten in dieser Phase weit in die eigenen Hälfte zurück. Immer wieder kamen die Gäste in erfolgversprechende Abschlusspositionen, immer wieder war Davari gefordert wie gegen Leon Bailey (60.). Den Leverkusenern gingen aber die Ideen aus, RWE verdiente sich eine packende Schlussphase mit großem Kampf. Die Gastgeber hatten kurz vor dem Ablauf der regulären Spielzeit allerdings auch großes Glück, als Diabys Schuss vom einen an den anderen Pfosten knallte (89.), den Nachschuss wehrte Davari ab.

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