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EM 2024: Deutschland, Österreich, Italien – Eigentore ohne Ende?


"Erster" in der Torjägerliste
EM der Eigentore – ein kurioser Trend setzt sich fort

Von t-online, flv

21.06.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 1046342992Vergrößern des BildesEM-Eigentor Nummer eins: Antonio Rüdiger trifft per Kopf ins eigene Tor, nachdem er wiederum dem Kopfball aus kurzer Distanz von Schottlands Scott Fraser (l.) nicht mehr ausweichen konnte. (Quelle: IMAGO/Jan Huebner/imago)
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Die EM ist in vollem Gange. Eine der Auffälligkeiten ist die bemerkenswerte Flut an Eigentoren. Beim Blick auf die Statistik fällt aber auf: Der Trend ist nicht neu.

Gleich im Eröffnungsspiel passierte es DFB-Verteidiger Antonio Rüdiger. Beim 5:1-Kantersieg gegen Schottland unterlief ihm per Kopf ein Eigentor. Er leitete – selbstverständlich unfreiwillig – eine wahre Flut an Treffern ins eigene Gehäuse ein. Mittlerweile sind es bereits insgesamt fünf Eigentore bei der EM.

Damit liegt das aktuelle Turnier auf Rekordkurs in dieser Statistik. Nach 18 Partien (Stand Freitagmittag) fielen im Schnitt 0,28 Eigentore pro Partie. Ein seltsamer Trend, der aber nicht neu ist, sondern sich von der letzten Europameisterschaft vor drei Jahren nahtlos fortsetzt. Damals wurde mit insgesamt elf und durchschnittlich 0,22 Eigentoren ein neuer Höchstwert aufgestellt. Es war eine förmliche Eigentor-Explosion.

Klar, die Anzahl der Endrundenspiele hat sich seit 2016 deutlich erhöht. Von vormals 31 auf inzwischen 51. Dennoch ist die Quote klar nach oben gegangen, wenn man die Eigentore pro Spiel berechnet. Zum Vergleich: Seit die EM-Endrunden 1996 auf 16 Mannschaften und 31 Spiele aufgestockt wurden, fielen bis 2016 nie mehr als zwei Eigentore in einem Turnier.

Selbst als 2016 die nächste Aufstockung auf jetzt 24 Teams erfolgte, unterliefen den Spielern lediglich drei Eigentore. Die Marke war diesmal bereits nach fünf Turniertagen erreicht.

"Eigentor" auf Platz eins der EM-Torjägerliste

Die EM-Torschützenliste, in der der Eintrag "Eigentor" mit klarem Abstand auf Platz eins liegt, wurde in den letzten Tagen zum Running Gag in den sozialen Netzwerken. Doch woher kommt dieser Trend? Klar ist, dass das Spiel im Laufe der Jahre deutlich dynamischer und schneller geworden ist. Bedeutet: Für die verteidigende Mannschaft bleibt in torgefährlichen Situation deutlich weniger Zeit zu reagieren.

Die Eigentore bei dieser EM resultierten allesamt aus scharfen Hereingaben und Bällen, die die Verteidiger aus kürzester Distanz abbekamen und denen sie schlichtweg nicht mehr ausweichen konnten. So wie bei Rüdiger oder dem Österreicher Maximilian Wöber gegen Frankreich und zuletzt auch bei Italiens Riccardo Calafiori beim 0:1 gegen Italien. Eine gesteigerte Ungeschicktheit im Vergleich zu früheren Spielergenerationen oder technische Defizite können den Protagonisten jedenfalls nicht attestiert werden.

Und auch auf WM-Ebene wurde in jüngster Vergangenheit eine Bestmarke aufgestellt. Bei der Weltmeisterschaft 2018 fielen nie dagewesene zwölf Eigentore – bei 64 Spielen. Einzig die jüngste WM-Endrunde in Katar, wo nur drei Eigentore fielen, verlief gegen den Trend der Großturniere der letzten Jahre.

Geht es bei der Heim-EM nun aber so weiter, müssen sich alle Stürmer gehörig anstrengen, um "Eigentor" noch von der Spitze der Torschützenliste zu verdrängen.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • EM- und WM-Statistiken
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