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WM 2018 – Nach Sieg gegen Schweden: So benoten wir die Nationalelf


Einmal Note 2, viermal Note 3  

Neuer überragend – Reus und Hector beleben DFB-Elf

Aus Sotschi berichtet Luis Reiß

24.06.2018, 18:42 Uhr
WM 2018 – Nach Sieg gegen Schweden: So benoten wir die Nationalelf. Manuel Neuer (l.) in Aktion: Auf den Torhüter war gegen die Schweden Verlass. (Quelle: dpa/Andreas Gebert)

Manuel Neuer (l.) in Aktion: Auf den Torhüter war gegen die Schweden Verlass. (Quelle: Andreas Gebert/dpa)

In allerletzter Sekunde setzt sich die deutsche Nationalelf im zweiten Gruppenspiel der WM 2018 gegen Schweden durch. Neben Torwart Manuel Neuer glänzt vor allem die Offensive. Das DFB-Team in der Einzelkritik. 

Manuel Neuer

Der Kapitän versuchte seine Vorderleute immer wieder aufzumuntern und ging mit gutem Beispiel voran, als er gegen einen Kopfball von Berg kurz vor der Halbzeitpause das 0:2 mit einer Glanztat verhinderte. Beim Gegentor aus kurzer Distanz war er machtlos. Note 2

Manuel Neuer (l.) in Aktion: Auf den Torhüter war gegen die Schweden Verlass. (Quelle: dpa/Andreas Gebert)Manuel Neuer (l.) in Aktion: Auf den Torhüter war gegen die Schweden Verlass. (Quelle: Andreas Gebert/dpa)

Joshua Kimmich

Vor dem Spiel hatte Bundestrainer Löw betont, Flanken seien keine gute Option gegen die kopfballstarke schwedische Abwehr. Kimmich schlug trotzdem eine nach der anderen in den gegnerischen Strafraum, auch weil er auf seiner rechten Seite erneut oft auf sich allein gestellt war. Die meisten seiner Hereingaben waren zu ungenau und ungefährlich. Defensiv dafür wieder stabiler und von Boateng besser abgesichert als noch gegen Mexiko. Note 4

Jérôme Boateng

In der Anfangsphase musste er für Nebenmann Rüdiger klären. Bei seinem Rempler gegen den einschussbereiten Berg hatte er Glück, dass es keinen Elfmeter gab. Damit verhinderte er aber einen noch früheren Rückstand. Überragend: Seine langen Diagonalbälle auf die linke Seite, mit denen er dem deutschen Team immer wieder Freiraum verschaffte. Trotzdem bleibt von diesem Spiel nur eins hängen: Seine Gelb-Rote Karte, mit der er die Mannschaft in der Schlussphase schwächte. Das muss er cleverer lösen. Note 4

Antonio Rüdiger

Weil sich Mats Hummels bei einem Kopfball im Training den Halswirbel verrenkte, durfte der schlaksige Innenverteidiger vom FC Chelsea an der Seite von Boateng ran. Er leistete sich den ersten fahrlässigen Fehler, als er den Ball als letzter Mann vertendelte. Hatte Glück, dass Nebenmann Boateng noch retten konnte. Danach blieb er aber ohne Fehler und gut in den Kopfball-Duellen, die er fast alle gewann. Note 4

Jonas Hector (bis 86.)

Anstelle von Marvin Plattenhardt kehrte Hector nach überstandener Magen-Darm-Grippe in die Startelf zurück – und begann außergewöhnlich offensiv. Immer wieder schaltete er sich in die Angriffe ein, unter anderem mit einem Volleyschuss (54.), den Schwedens Torwart aber halten konnte. Defensiv beging er wenig Fehler und verhinderte vor der Pause als letzter Mann das 0:2. Eine stabile Leistung. Note 3+

Jonas Hector: Der Linksverteidiger machte seine Sache gegen Schweden mehr als ordentlich. (Quelle: Reuters/Dylan Martinez)Jonas Hector: Der Linksverteidiger machte seine Sache gegen Schweden mehr als ordentlich. (Quelle: Dylan Martinez/Reuters)

Sebastian Rudy (bis 30.)

Die größte Überraschung in der Startelf. Der Reservist des FC Bayern durfte anstelle von Sami Khedira ran – er machte seinen Job beim WM-Debüt gut, aber nur kurz. Nach einer knappen halben Stunde bekam er bei einem Zweikampf unglücklich einen Tritt ins Gesicht und blutete stark. Als es nach einigen Minuten nicht besser wurde, nahm ihn der Bundestrainer raus. Ohne Note.

Toni Kroos

Traf vorm 0:1 eine katastrophal falsche Entscheidung und spielte den vielleicht unnötigsten Fehlpass seiner Karriere. Weitere Fehlpässe sollten folgen. Später verteidigte er bei einem Freistoß nur halbherzig und ermöglichte den Schweden eine weitere Chance. Ja: Kroos hatte es schwer, weil ihn die Schweden ähnlich wie die Mexikaner permanent zustellten. Trotzdem musste mehr kommen – und es kam mehr. In der zweiten Halbzeit verschaffte er sich mehr Freiräume, kurbelte das Spiel an und versuchte es auch selbst mit Schüssen aus der Distanz. Dann versenkte er den Ball in der Nachspielzeit zum 2:1. Warum nicht gleich so? Note 4

Toni Kroos (M.) feiert den 2:1-Siegtreffer in letzter Minute: Der Mittelfeldboss leitete allerdings auch das 0:1 ein. (Quelle: dpa/Andreas Gebert)Toni Kroos (M.) feiert den 2:1-Siegtreffer in letzter Minute: Der Mittelfeldboss leitete allerdings auch das 0:1 ein. (Quelle: Andreas Gebert/dpa)

Julian Draxler (bis 45. Minute)

Ein Auftritt mit Licht und Schatten. Der Offensivspieler von Paris St. Germain hatte in der Anfangsphase die ersten beiden guten Chancen, blieb aber glücklos im Abschluss. Allerdings leistete er sich auch immer wieder kleinere technische Fehler und Fehlpässe. Zur Halbzeit musste er aus taktischen Gründen für Gomez raus. Note 4

Marco Reus

Sein Einsatz war von Fans und Experten so vehement gefordert worden wie bei keinem zweiten Spieler. Für ihn musste Mesut Özil – zum ersten Mal seit 2010 bei einem großen Turnier – aus der Startelf weichen. Reus zahlte es mit seinem wichtigen Knie-Treffer zum 1:1 zurück. Bei einigen weiteren Situationen entwischte er im Rücken seiner Gegenspieler, konnte aber dann weder den entscheidenden Pass spielen noch selbst treffen. Note 3+

Marco Reus jubelt über seinen Treffer zum 1:1: Der Dortmunder belebte die Offensive des DFB-Teams gegen Schweden. (Quelle: Reuters/Francois Lenoir)Marco Reus jubelt über seinen Treffer zum 1:1: Der Dortmunder belebte die Offensive des DFB-Teams gegen Schweden. (Quelle: Francois Lenoir/Reuters)

Thomas Müller

Mal links, mal rechts, mal als Mittelstürmer – Thomas Müller war überall unterwegs. Seine artistische Flugeinlage kurz vor der Halbzeit hätte ein Tor verdient gehabt, Schwedens Keeper Olsen parierte aber. Sein Kopfball nach Freistoß von Kroos segelte nur knapp vorbei (51.). Trotzdem kann es Müller viel, viel besser. Er leistete sich wieder zu viele Ballverluste. Seine Flanken kamen ebenfalls zu selten an. Note 4

Timo Werner

Im Zentrum war Werner in der ersten Hälfte gegen seine körperlich deutlich überlegenen Gegenspieler komplett abgemeldet, deshalb zog es ihn immer wieder auf die Flügel. Dort deutete er seine enorme Schnelligkeit zwar an, vertendelte dabei aber auch immer wieder den Ball oder verlor die Zweikämpfe. In der zweiten Hälfte dann – hauptsächlich auf der linken Seite – viel besser unterwegs und mit der wichtigen Vorlage zum 1:1. Allerdings schlenzte er die große Chance zum 2:1 (80.) übers Tor. Note 3

Ilkay Gündogan (ab 30.)

Mit seiner Hereinnahme verlor die deutsche Nationalelf zuerst die Spielkontrolle. Gündogan interpretierte die Rolle im zentralen Mittelfeld deutlich offensiver als Rudy zuvor, dadurch fehlte eine Absicherung gegen Konter und eine wichtige Anspielstation im Spielaufbau. Gut: Sein Schuss aus der zweiten Reihe, mit dem er Schwedens Torwart kurz vor der Halbzeit in Bedrängnis brachte. Trotzdem wirkte er unsicher und gehemmt wie so häufig in der Nationalelf. Note 4-

Mario Gomez (ab 46.)

Seine Einwechslung half dem deutschen Team bei Flanken enorm. Er beschäftigte die beiden Innenverteidiger mit seiner körperlichen Präsenz und verschaffte seinen Mitspielern so wichtige Freiräume. In der 67. Minute schoss er den Ball aus kürzester Distanz weit drüber, der Schiedsrichter entschied aber (aus Mitleid?) fälschlicherweise ohnehin auf Abseits. Seinen Kopfball kurz vor Schluss lenkte Schwedens Torwart noch über die Latte. Note 3

Julian Brandt (ab 86.)

Der Leverkusener knallte den Ball als Joker in der Nachspielzeit an den Pfosten. Ohne Note.

Verwendete Quellen:
  • eigene Beobachtungen vor Ort

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