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WM 2018: Nullnummer! Frankreich ist Gruppensieger – und enttäuscht


WM-Gruppe C  

Nullnummer gegen Dänemark! Frankreich ist Gruppensieger – und enttäuscht erneut

Von David Digili

26.06.2018, 19:13 Uhr
WM 2018: Nullnummer! Frankreich ist Gruppensieger – und enttäuscht. Frankreichs Dembélé (vorn) am Ball vor Dänemarks Delaney. (Quelle: imago images)

Frankreichs Dembélé (vorn) am Ball vor Dänemarks Delaney. (Quelle: imago images)

Frankreich geht als Sieger der Gruppe C ins Achtelfinale – doch auch im letzten Gruppenspiel gegen Dänemark können die Superstars nicht überzeugen.

2:1 gegen Australien, 1:0 gegen Peru – Frankreich spielte bei der WM 2018 bisher eher effizient als spektakulär. Trotz Megastars wie Antoine Griezmann, Kylian Mbappé, Paul Pogba oder Ousmane Dembélé. Eine Millionentruppe, die bisher nur soviel tat, wie eben nötig war. Zum Leidwesen der Fans. Die Frage vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Dänemark war: Kann das Starensemble endlich voll überzeugen? Die Antwort gab es auf dem Platz – und von den Rängen.

0 : 0
Flagge Heim-Mannschaft
Dänemark
Flagge Auswärts-Mannschaft
Frankreich

Besondere Vorkommnisse:
Keine.

 

Nationaltrainer Didier Deschamps ließ gegen Dänemark die zweite Garde ran – die "Equipe Tricolore" war schließlich schon für das Achtelfinale qualifiziert. Spielerisch machte es allerdings keinen Unterschied zu den durchwachsenen ersten Auftritten: Die Franzosen bestimmten das Spiel, doch vor dem letzten Pass mangelte es allzu oft an der nötigen Kreativität.

Der hoch gelobte Mitfavorit auf den Titel konnte die Erwartungen nicht erfüllen, der Eindruck, der schon in den letzten Testspielen vor dem Turnier aufkam, bestätigte sich erneut. Den Franzosen fehlte es in allen drei Gruppenspielen an der wirklichen Durchschlagskraft, trotz hochkarätiger Namen wie Griezmann, Mbappé, Dembélé oder Giroud.

Die Tabellensituation in Gruppe C tat ihr Übriges – denn dank des Spielstands im Parallelspiel Australien – Peru war klar: Dänemark und Frankreich stehen sicher im Achtelfinale. Spannung kam so kaum auf im Luschniki-Stadion von Moskau, vereinzelt waren auch Pfiffe zu hören, wenn ein Angriff der Franzosen mal wieder schon im Ansatz verpuffte oder von den kämpferischen Dänen abgeblockt wurde. Auch von der Bank gab es keine frischen Impulse für den Weltmeister von 1998. Am Ende stand das erste torlose Spiel dieser WM, das im Pfeifkonzert von Moskau unterging. 

"Wenn sie nur einen Punkt wollten - warum sollen wir da ein unnötiges Risiko eingehen?" sagte Deschamps nach der Partie. Im Achtelfinale müssen sich die "Bleus" deutlich steigern.

So lief das Spiel:

Weil sich auch die Dänen spürbar zurückhielten und vor allem auf Torsicherung bedacht waren, blieben beide Keeper lange Zeit nahezu beschäftigungslos. Phasenweise glich die Partie einem lauen Sommerkick, bei dem beide von Anfang an auf ein 0:0 spielten. Nur bei einem Konter der Dänen durch Christian Eriksen (28.) kam Torgefahr auf. Doch Frankreichs Schlussmann Steve Mandanda war bei seinem WM-Debüt zur Stelle.

Das dürftige Niveau kam vor allem beim neutralen Publikum in Moskau nicht gut an. Schon vor der Pause waren vereinzelte Pfiffe von den Tribünen zu hören. Auch ein Fernschuss von Frankreichs Antoine Griezmann (39.) in die Arme von Torhüter Kasper Schmeichel konnte diese Zuschauer nicht versöhnen. Beim Halbzeitpfiff wurden die Unmutsäußerungen noch lauter.

Eriksen prüft Mandanda

Auch in der zweiten Halbzeit hielt sich das Engagement beider Teams in Grenzen. Insgesamt schienen die Dänen einem Treffer näher zu sein. Bei einem Freistoß von Eriksen (54.) aus rund 30 Metern ließ Mandanda den Ball nach vorne abklatschen, konnte aber vor dem heranstürmenden Andreas Cornelius klären.

Dagegen waren die Franzosen vom Status eines WM-Mitfavoriten weit entfernt. Vor allem die vielen Fehlpässe im Spielaufbau gaben zu denken. Selbst solche Stars wie Griezmann und Ousmane Dembélé blieben wirkungslos. Nur der stabilen Deckung war es zu verdanken, dass die Equipe tricolore in der Gruppenphase ohne Niederlage blieb. In der Schlussphase wurden die Spieler von einigen Fans sogar verhöhnt und bei jedem angekommenen Pass bejubelt.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material von dpa und sid

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