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Fußball - Politische Aktion von Pussy Riot: Flitzer stören WM-Finale


Fußball  

Politische Aktion von Pussy Riot: Flitzer stören WM-Finale

15.07.2018, 19:48 Uhr | dpa

Fußball - Politische Aktion von Pussy Riot: Flitzer stören WM-Finale. Ein Sicherheitsmann versucht die weiblichen Flitzer zu fassen.

Ein Sicherheitsmann versucht die weiblichen Flitzer zu fassen. Foto: Cezaro De Luca. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - Vier Flitzer haben beim Finale der Fußball-WM zwischen Frankreich und Kroatien für eine kurze Unterbrechung gesorgt. Die russische Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot ließ kurz danach über die Sozialen Medien verlauten, die Frauen auf dem Spielfeld seien ihre Mitglieder gewesen.

"Vier Mitglieder von Pussy Riot im Finale der Fußball-WM", schrieb die Gruppe bei Facebook. Dazu stellte sie eine Liste von Forderungen auf: Politische Gefangene sollten freigelassen werden, Festnahmen bei Kundgebungen sollten aufhören, das Land brauche mehr politischen Wettbewerb.

Die Moskauer Polizei bestätigte die Festnahme von drei Frauen und einem Mann. Sie seien auf eine Wache gebracht worden. Die Agentur Interfax meldete, ein Anwalt sei unterwegs zu den Festgenommenen.

Die vier Flitzer trugen Uniformen, die an Polizisten erinnerten, und rannten fröhlich winkend mitten im Finale auf den Platz - wurden aber schnell von Sicherheitsleuten geschnappt. Einer Aktivistin gelang es zuvor noch, mit Frankreichs Superstar Kylian Mbappe abzuklatschen. In ihrem Schreiben nannte Pussy Riot die Aktion "Der Polizist kommt ins Spiel".

Der argentinische Schiedsrichter Nestor Pitana schien die Flitzer im ersten Moment nicht zu bemerken, stoppte die Partie dann aber doch für kurze Zeit. Nachdem die Sicherheitskräfte die Störer vom Platz geführt hatten, wurde die Begegnung fortgesetzt. Die Punkgruppe Pussy Riot hat in der Vergangenheit immer wieder kremlritische Aktionen an öffentlichen Orten inszeniert. 2012 wurden drei Aktivistinnen nach einem "Punk-Gebet" in einer Kirche verhaftet, wegen "Rowdytums aus religiösem Hass" verurteilt und später begnadigt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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