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Nach Trauer um rechten Fan: DFB-Vize Koch fordert Bekenntnis gegen Rassismus in Chemnitz

Nach Trauer um rechten Fan  

DFB-Vize Koch fordert Bekenntnis gegen Rassismus in Chemnitz

13.03.2019, 10:38 Uhr | dpa

Nach Trauer um rechten Fan: DFB-Vize Koch fordert Bekenntnis gegen Rassismus in Chemnitz. DFB-Vize Rainer Koch erwartet in Chemnitz ein Bekenntnis gegen Rassismus.

DFB-Vize Rainer Koch erwartet in Chemnitz ein Bekenntnis gegen Rassismus. Foto: Arne Dedert. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat nach der Trauerbekundung für einen rechtsextremen Fan beim Chemnitzer FC eine eindeutige Reaktion in der Stadt gefordert.

"Ich hoffe, dass jetzt deutlich gemacht wird, in der Stadt Chemnitz von den Menschen, dass das eine kleine Minderheit ist, die sich so verhält und dass Chemnitz, wie alle anderen Städte in Deutschland auch, bereit ist, Flagge zu zeigen", sagte Koch im ZDF-Morgenmagazin. Die schweigende Mehrheit müsse aufhören zu schweigen. Es wäre eine gute Gelegenheit, sich beim nächsten Heimspiel gegen FSV Budissa Bautzen an den Internationalen Wochen gegen Rassismus zu beteiligen, die am Montag begonnen haben, meinte Koch.

"Wir müssen jetzt alle deutlich machen, dass wir einstehen für unser Land und für die Freiheit, die wir in unserem Land genießen wollen und für Toleranz und für Mitmenschlichkeit", sagte der DFB-Vize weiter. Er forderte mehr Verantwortung von allen Seiten. "Wir dürfen das nicht zulassen, dass Banner aufgehängt werden, von denen man nicht weiß, was draufsteht."

Am Samstag hatte es vor der Regionalligapartie des Chemnitzer FC gegen die VSG Altglienicke (4:4) eine Trauerbekundung für den gestorbenen Rechtsextremen Thomas Haller gegeben. Dabei wurde auf der Video-Leinwand im Stadion dessen Porträt eingeblendet, zudem wurde eine Art Schweigeminute abgehalten, ein schwarzes Kreuz und ein Transparent waren ausgerollt worden, wie TV-Bilder zeigen.

Zudem hatten schwarz gekleideten Fans in der Südkurve eine Pyro-Show in Rot und Weiß gezündet. Am Sonntag legte der Kaufmännische Geschäftsführer Thomas Uhlig in erster Konsequenz alle Ämter nieder. Der Verein stellte nach der umstrittenen Trauerbekundung Strafanzeige.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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