Sie sind hier: Home > Sport > Fußball >

Affäre um Vergabe der WM 2006: Franz Beckenbauer nicht mehr vernehmungsfähig

Verjährt jetzt das Verfahren?  

WM-Affäre: Beckenbauer wohl nicht mehr vernehmungsfähig

20.07.2019, 14:52 Uhr | t-online.de, BZU, sid

 (Quelle: Promiboom)

Sorge um seine Gesundheit: Das verriet Franz Beckenbauer zuletzt im Rahmen seines Golfturniers. (Quelle: Sat.1)

Sorge um Beckenbauers Gesundheit

Bei dem Golfturnier im Rahmen des Kaiser Cups zugunsten seiner Franz-Beckenbauer-Stiftung trat Beckenbauer selbst entspannt und gut gelaunt auf. Bezüglich seiner Gesundheit schockierte er dann aber seine Zuhörer in einem Interview. (Quelle: Sat.1)


Sorge um seine Gesundheit: Das verriet Franz Beckenbauer zuletzt im Rahmen seines Golfturniers. (Quelle: Sat.1)


Die Affäre um die WM 2006 ist immer noch nicht final aufgearbeitet. Zu den Verdächtigen zählt dabei auch Franz Beckenbauer. Doch die Fußball-Legende ist offenbar nicht mehr vernehmungsfähig. Der mögliche Grund: die Gesundheit.

Die Ermittlungen gegen Franz Beckenbauer im Zuge der WM-Affäre nehmen eine neue Wendung. Wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet, soll der 73-Jährige aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr vernehmungsfähig sein. Das belegen demnach mehrere ärztliche Atteste. Beckenbauer hatte sich zuletzt zwei Herz-OPs unterziehen müssen sowie einen Augeninfarkt erlitten, in dessen Folge sein Sehvermögen auf einem Auge stark eingeschränkt ist.

Beim "Kaiser" droht nun die Verjährung der möglichen Straftat. Im April 2020 wären die 15 Jahre seit der dubiosen Zahlung vorbei. Und durch die aktuelle "Einvernahme- und Verhandlungsunfähigkeit" des "Kaisers" ist eine Gerichtsverhandlung nicht möglich.

Was wird Beckenbauer vorgeworfen?

Neben Beckenbauer werden die früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (74) und Wolfgang Niersbach (68), der ehemalige Generalsekretär Horst R. Schmidt (77) sowie der frühere Fifa-Generalsekretär Urs Linsi (70) beschuldigt. Ihre Verfahren sollen nun von Beckenbauers Fall getrennt vorangetrieben werden, um eine Verjährung zu vermeiden. Laut der Schweizer Bundesanwaltschaft geht es um den "Verdacht des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung". Für alle Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

Ebenfalls verdächtigt: Ex-DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. (Quelle: imago images/DeFodi)Ebenfalls verdächtigt: Ex-DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. (Quelle: DeFodi/imago images)

Konkret geht es um 6,7 Millionen Euro, die 2005 vom deutschen WM-Organisationskomitee über die Fifa mutmaßlich an den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus überwiesen worden sind. Exakt diese Summe war drei Jahre zuvor offenkundig in Form von Vorleistungen von Beckenbauer und Louis-Dreyfus an den früheren Fifa-Skandalfunktionär Mohamed bin Hammam nach Katar geflossen.


Die Bundesanwaltschaft hatte das Verfahren bereits am 6. November 2015 eröffnet, bisher ist noch kein Fall zur Anklage gekommen. Bis Ende April 2020 muss allerdings ein erstinstanzliches Urteil des Bundesstrafgerichts in Bellinzona vorliegen, um die Verjährung zu vermeiden.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie Ihren Denim-Look!
bei TOM TAILOR
Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal