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Last-Minute-K.o. in Lüttich - Europa League: Frankfurt bangt ums Weiterkommen

Last-Minute-K.o. in Lüttich  

Europa League: Frankfurt bangt ums Weiterkommen

07.11.2019, 21:51 Uhr | dpa

Last-Minute-K.o. in Lüttich - Europa League: Frankfurt bangt ums Weiterkommen. Frankfurts Bas Dost (l) und David Abraham stehen nach Schlusspfiff enttäuscht auf dem Rasen.

Frankfurts Bas Dost (l) und David Abraham stehen nach Schlusspfiff enttäuscht auf dem Rasen. Foto: Marius Becker/dpa. (Quelle: dpa)

Lüttich (dpa) - Minutenlang standen Filip Kostic und Co. am Mittelkreis und konnten den Last-Minute-K.o. kaum begreifen. Fünf Tage nach der Gala gegen die Bayern ist bei Eintracht Frankfurt die große Ernüchterung eingekehrt.

Durch die 1:2 (0:0)-Niederlage bei Standard Lüttich müssen die Hessen um das Weiterkommen in der Europa League zittern.

Das Team von Trainer Adi Hütter verspielte damit auch im direkten Vergleich den Bonus eines 2:1-Heimsieges vor zwei Wochen. "Ich ärgere mich selten über ein Spiel so wie heute. Das 1:1 oder ein Sieg hätte uns natürlich gut getan", sagte der Österreicher. Damit wächst der Druck auf die Hessen schon für das bevorstehende Gastspiel bei Gruppenfavorit FC Arsenal in drei Wochen. Mit einem Sieg hätte die Eintracht schon sicher ins Sechzehntelfinale einziehen können.

"Das ist sehr bitter. Wir haben eigentlich ein ordentliches Spiel gemacht. Wir hatten die Riesenchance zum 2:1, aber es hilft alles nichts. Es ist nun alles offen. Wir haben jetzt ein schweres Spiel in London. Wir müssen mindestens vier Punkte holen, um weiterzukommen", sagte Frankfurts Sebastian Rode bei DAZN.

Das Unfassbare ereignete sich in der vierten Minute der Nachspielzeit, als der eingewechselte Maxime Lestienne (90.+4) für eine belgische Party unter den 18.526 Zuschauern sorgte. Zuvor hatte Filip Kostic per Freistoß (65.) die erstmalige Führung der Belgier durch Zinho Vanheusden (56.) ausgeglichen.

Für die Eintracht war es im Gegensatz zu den vielen stimmungsvollen Europa-Reisen ein echtes Auswärtsspiel, denn die UEFA hatte die Frankfurter Fans wegen wiederholter Randale ausgesperrt. Die Anhänger des Bundesligisten durften sich auch nicht in der Stadt aufhalten. Auch für das Gastspiel in London bleibt der Frankfurt-Block leer.

Von einem "K.o.-Duell, einem Schlüsselspiel" hatte Eintracht-Trainer Adi Hütter gesprochen. Auf dem Rasen gab es dagegen erst einmal ein langes Abtasten. Die Hessen waren um Stabilität und Kontrolle bemüht. Hütter wollte angesichts der positiven Tabellenlage kein allzu großes Risiko eingehen. Von der Entschlossenheit und der Kombinationslust aus dem Bayern-Spiel war in Lüttich aber nicht viel zu sehen.

Entsprechend dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe das Spiel an Fahrt aufnahm. Dabei vergab die Eintracht die große Chance zur Führung. Djibril Sow traf zunächst den Ball nicht sauber, bediente dann aber mit einer Flanke André Silva, der an den Pfosten köpfte (34.).

Von den Belgiern war lange nichts zu sehen, auch im Spielaufbau brachten sie wenig Konstruktives zustande. Gegen Ende der ersten Halbzeit sollte sich das ändern. War ein Freistoß von Selim Amallah für Kevin-Trapp-Vertreter Frederik Rönnow noch kein Problem (38.), wäre der Keeper in der 45. Minute geschlagen gewesen. Duje Cop spitzelte den Ball nur haarscharf am Frankfurter Tor vorbei.

Die zunehmende Frankfurter Passivität sollte im zweiten Durchgang bestraft werden. Nach Ecke von Amallah verlängerte Emond auf den zweiten Pfosten, wo Vanheusden aus kurzer Entfernung einköpfte. Kurz darauf vergab Emond eine weitere gute Gelegenheit für die Belgier (63.).

Aber Frankfurt hatte ja noch Kostic. Der Serbe setzte einen Freistoß ins Tor und markierte bereits sein sechstes Pflichtspiel-Tor in der laufenden Saison. Kurz darauf hatten die Gastgeber Glück, dass Gojko Cimirot nach einer Notbremse nicht Rot sah. Den anschließenden Freistoß setzte Kostic über das Tor (71.). Der K.o. für die Eintracht folgte in der Nachspielzeit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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