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Bei Aufstieg in 3. Liga: DFB verbietet Türkgücü München Umzug nach NRW

Bei Aufstieg in Dritte Liga  

DFB verbietet Münchner Regionalligisten Umzug nach NRW

18.02.2020, 18:21 Uhr | dpa

Bei Aufstieg in 3. Liga: DFB verbietet Türkgücü München Umzug nach NRW. Türkgücü München: Der DFB schiebt den Umzugsgedanken des Regionalligisten den Riegel vor. (Quelle: imago images/Passion2Press)

Türkgücü München: Der DFB schiebt den Umzugsgedanken des Regionalligisten den Riegel vor. (Quelle: Passion2Press/imago images)

Regionalligist Türkgücü München plant für die Dritte Liga. Das Problem: Der Verein hat kein eigenes Stadion – und in München ist kein Platz. Ein Umzug nach NRW sollte die Lösung sein. Der DFB erteilt der Idee jedoch eine Absage.

Ein Verein aus Bayern, der künftig in Nordrhein-Westfalen spielt? In der brisanten Münchner Stadionfrage hat der DFB einer spektakulären Umzugs-Idee von Regionalligist Türkgücü München eine Absage erteilt. Der Präsident des Viertliga-Spitzenreiters hatte für den Aufstiegsfall in die 3. Liga den Plan mit Heimspielen statt in Bayern in Nordrhein-Westfalen publik gemacht. Mit dieser Idee wird er sich aber nicht durchsetzen. "Ein solcher Umzug von Türkgücü München zum Beispiel nach Nordrhein-Westfalen ist nicht möglich", sagt Heike Ullrich, zuständige Direktorin Vereine, Verbände und Ligen beim DFB.

Die Stadionfrage stellt sich in München, weil gleich drei Teams in der 3. Liga im Stadion an der Grünwalder Straße spielen würden. Zwar machen das der TSV 1860 sowie der FC Bayern II schon lange und nun auch Türkgücü in der laufenden Halbserie. Für die Dritte Liga wird dieses Modell aber vom Verband als nicht umsetzbar eingestuft.

Türkgücü in NRW? "Dort hätten wir mehr Zuschauer"

"Mehr als zwei Drittligisten in einem Stadion sind kaum realisierbar, es macht auch für die betreffenden Vereine keinen Sinn", sagte DFB-Direktorin Ullrich laut Mitteilung vom Dienstag. Ausgeschlossen ist das Szenario in den DFB-Statuten aber auch nicht.

Türkgücü-Präsident Hasan Kivran begründete seinen Plan damit, Entspannung in das Stadionthema bringen zu wollen. Den Westen brachte er wegen des erhofften Interesses durch eine Vielzahl türkischstämmiger Fans ins Gespräch. "Dort hätten wir wahrscheinlich mehr Zuschauer, weil es auch mehr Derbys gäbe", sagte Kivran in der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag).

Der Klub-Chef sprach über das Beispiel KFC Uerdingen. Das Team aus Krefeld absolvierte seine erste Spielzeit in der Dritten Liga in Duisburg, seine zweite Saison spielt der KFC in Düsseldorf. Die räumliche Nähe musste laut DFB gegeben sein. "Im Fall von Türkgücü München ist Nordrhein-Westfalen sicher nicht in räumlicher Nähe", sagte Ullrich.

Türkgücü-Boss: "Weiß, dass wir in München stören"

Türkgücü München, das über kein eigenes Stadion verfügt, würde durch einen Umzug den Engpass in der Stadt umgehen. "Ich weiß, dass wir in München stören. Hier braucht keiner einen dritten Profiverein", sagte Kivran. Die Stadt betonte, dass alle Vereine gleich behandelt würden. Daher könne man diese Aussage von Kivran "nicht nachvollziehen".

Aktuell führt Türkgücü mit acht Punkten Vorsprung die Tabelle der Regionalliga Bayern an. Als Aufsteiger wäre Türkgücü laut "SZ" der erste von Migranten gegründete Fußballverein in einer deutschen Profiliga.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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