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Nach Ifab-Präzisierung - Handspiel-Regel: DFB sieht mehr Handlungsspielraum

Nach Ifab-Präzisierung  

Handspiel-Regel: DFB sieht mehr Handlungsspielraum

06.03.2021, 09:19 Uhr | dpa

Nach Ifab-Präzisierung - Handspiel-Regel: DFB sieht mehr Handlungsspielraum. Lutz Michael Fröhlich ist Sportlicher Leiter Elite-Schiedsrichter beim Deutschen Fußball-Bund.

Lutz Michael Fröhlich ist Sportlicher Leiter Elite-Schiedsrichter beim Deutschen Fußball-Bund. Foto: Arne Dedert/dpa. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich sieht nach der Präzisierung der Handspiel-Regel mehr Entscheidungsfreiheit für die Bundesliga-Referees.

"Damit wird jetzt nochmal verdeutlicht, dass die Schiedsrichter hier durchaus einen Handlungsspielraum haben, um zum Beispiel auch auf nicht strafbares Handspiel zu entscheiden, wenn ein Arm mal vom Körper weg schwingt", sagte der Sportliche Leiter Elite-Schiedsrichter beim Deutschen Fußball-Bund der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die Regelhüter des Weltverbands FIFA die Vorschriften nachgeschärft.

Das Ifab-Gremium stellte klar, dass nicht jedes Handspiel zwingend ein Vergehen ist. Die Schiedsrichter hätten weiterhin den Handlungsspielraum zur Einschätzung, wann die Körperfläche durch die Arme und Hände "unnatürlich vergrößert" wird. Dies sei der Fall, wenn die Position der Arme und Hände keine nachvollziehbare Folge der Körperbewegung des Spielers in der spezifischen Situation sei, wurde nun festgeschrieben.

Fröhlich verwies darauf, dass es in dieser Bundesliga-Saison bisher in 47 Fällen Hand- oder Armkontakt von Abwehrspielern mit dem Ball gegeben habe. Nur zwölf Mal sei auf Strafstoß entschieden worden. "Das ist ein Hinweis, dass die Bewertung von Handsituationen in der Bundesliga schon deutlich in Richtung der neuen Formulierung im Regelwerk erfolgte", sagte Fröhlich. Dennoch werde der DFB die Regel-Präzisierung auch mit Blick auf den Video-Assistenten prüfen.

Zudem hatte das Ifab klargestellt, dass ein unabsichtliches Handspiel eines Mitspielers unmittelbar vor der Erzielung eines Tors oder der Entstehung einer Torchance zukünftig nicht mehr geahndet wird. Dies stellt aus Fröhlichs Sicht lediglich "eine Eingrenzung" dar. "Auf den ersten Blick dürfte das für die Umsetzung keine Probleme bereiten. Das würde dann auch bedeuten, dass dann in diesem Zusammenhang weniger Tore annulliert werden", sagte der 63-Jährige.

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