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"Kämpferisch kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen"

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 16.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Start-Niederlage gegen Frankreich: Ein enttäuschter Jogi Löw.
Start-Niederlage gegen Frankreich: Ein enttäuschter Jogi Löw. (Quelle: Christian Charisius/dpa-bilder)
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Frankreich siegt, Deutschland verliert. Aus deutscher Sicht kein kompletter Fehlstart ins Turnier – aber eben auch kein guter. Bundestrainer Löw und einige DFB-Spieler äußern sich zur knappen Niederlage. Die Reaktionen im Überblick.

Mats Hummels klatschte den zufriedenen Zuschauern zu, doch seine Miene verriet Enttäuschung, seine Mitspieler mussten ihn trösten. Durch ein Eigentor des Unglücksraben ist die deutsche Nationalmannschaft mit der ersten Auftaktniederlage bei einer EM-Endrunde ins letzte Turnier unter Bundestrainer Joachim Löw gestartet – 0:1 gegen Frankreich.

Die Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Joachim Löw: "Es war ein brutal intensives Spiel. Wir haben alles in die Waagschale geworfen, haben gefightet bis zum Schluss. Ein Eigentor hat das Spiel entschieden. Wir wussten, dass Frankreich extrem gut kontert. Da konnten wir nicht alles unterbinden. Aber kämpferisch kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen, wir haben alles reingehauen. Was uns gefehlt hat, war die Durchschlagskraft im letzten Drittel."

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Löw zum Eigentor von Mats Hummels: "Da kann man ihm keinen Vorwurf machen. Das ist Pech. Der Ball von außen kommt scharf. Vielleicht hätten wir den Einwurf früher verteidigen können. Aber für Mats war es schwer, den Ball zu klären."

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Jogi Löw zum nächsten Gegner Portugal: "Morgen müssen wir schon nochmal einige Dinge aufarbeiten. Dann muss man den Blick nach vorne richten. Jetzt haben wir verloren, sind alle enttäuscht, aber es ist ja nichts passiert. Wir haben noch zwei Spiele, und in den beiden Spielen können wir alles noch geradebiegen."

Toni Kroos: "Wir haben in meinen Augen ein gutes Spiel gemacht, wir hatten gute Chancen, nicht weniger als die Franzosen. Ein unglückliches Tor hat das Spiel entschieden. Wir haben vieles sehr gut kontrolliert, ich habe sehr wenige französische Konter gesehen. Was uns gefehlt hat, war ein Tor. Wenn du das erste Spiel verlierst und hast nur drei Gruppenspiele, ist der Druck groß."

Joshua Kimmich: "Das 1:0 hat ihnen brutal in die Karten gespielt. Wir wollten nicht zu früh auflösen, haben es aber versäumt, komplett ins Risiko zu gehen und noch mehr auf das 1:1 zu drücken. Wir wollten trotz des 0:1 kein Harakiri spielen. Gegen Portugal müssen wir gewinnen. Wir haben das Niveau, mit den Topteams mitzuhalten."

Robin Gosens: "Wir wussten, dass Frankreich riesengroße individuelle Qualität hat. Das wollten wir verteidigen. Wir waren unglaublich griffig in den Zweikämpfen. Wir hatten auch die zwei großen Chancen, die du gegen Frankreich nur bekommst. Die haben wir nicht gemacht. Das ist dann eben sauärgerlich."

Didier Deschamps (Trainer Frankreich): "Ein großes Spiel gegen eine starke deutsche Mannschaft. Ich wusste, wir würden bereit sein. Es war ein großes Gefecht. Mit dem zweiten Tor wären wir auf der sicheren Seite gewesen. Aber wir haben auch nicht so viel gelitten in der zweiten Halbzeit. Das hätte auch ein Halbfinale oder Finale sein können. Die drei Punkte sind sehr wichtig."

Paul Pogba: "Es war wichtig, mit einem Sieg zu starten. Das tut uns gut. Immerhin war das Deutschland, da muss ich nicht viel zu sagen: ein starkes Team, das uns jede Menge Probleme bereitet hat."

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