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Eklat um Regenbogenbinde von Manuel Neuer: Uefa stellt Ermittlung ein


Nach DFB-Sieg gegen Portugal  

Uefa stellt Ermittlungen gegen Manuel Neuer ein

21.06.2021, 11:35 Uhr | dpa, dd

Eklat um Regenbogenbinde von Manuel Neuer: Uefa stellt Ermittlung ein. Gegenstand von Uefa-Ermittlungen? Manuel Neuer mit Regenbogen-Kapitänsbinde im Spiel gegen Portugal. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

Gegenstand von Uefa-Ermittlungen? Manuel Neuer mit Regenbogen-Kapitänsbinde im Spiel gegen Portugal. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Nur kurze Zeit nach Bekanntgabe der Untersuchungen kommt die Uefa zu einem eindeutigen Schluss. Es ging um ein Kleidungsstück von Manuel Neuer im Spiel gegen Portugal.

Die Meldung sorgte am Tag nach dem 4:2-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im EM-Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Portugal für Unruhe: Die Uefa ermittle gegen Torwart Manuel Neuer – wegen des Tragens einer Kapitänsbinde in den Regenbogenfarben. Nur anderthalb Stunden nach der Bestätigung der Prüfung gab der Deutsche Fußball-Bund aber Entwarnung. Die Regenbogenbinde werde "als Zeichen der Mannschaft für Vielfalt und damit für 'good cause' bewertet", teilte der DFB via Twitter mit. 

Zuvor hatte der europäische Dachverband Untersuchungen eingeleitet. "Die Regularien besagen, dass die offiziell von der Uefa bereitgestellte Binde getragen werden muss", teilte der DFB dazu mit und verwies aber darauf, dass der Juni "auch im Sport im Zeichen von 'Pride' stehe, "um sich für mehr Vielfalt stark zu machen." Und weiter: Neuer trage diese Kapitänsbinde als Zeichen und "klares Bekenntnis der gesamten Mannschaft für Diversität, Offenheit, Toleranz und gegen Hass und Ausgrenzung", schrieb der Verband. "Die Botschaft lautet: wir sind bunt!" Zuvor hatten RTL und "ntv.de" berichtetet. Daraufhin hatte auch die Uefa ein Einsehen.

Neuer hatte die Kapitänsbinde in beiden deutschen EM-Spielen gegen Frankreich (0:1) und beim Sieg am Samstag gegen Portugal (4:2) jeweils in München getragen. 

Grundsätzlich handelt die Uefa bei Botschaften abseits des Sportlichen sehr strikt. Wer "Sportveranstaltungen für sportfremde Kundgebungen benutzt", verstößt laut den Uefa-Statuten gegen die "Allgemeinen Verhaltensgrundsätze". Die Proteste gegen Rassismus während der EM hatte der Dachverband zuletzt aber sogar begrüßt.

Seit einigen Tagen wird darüber diskutiert, ob das Münchner EM-Stadion beim Gruppenfinale am Mittwoch gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchten könnte. Einen entsprechenden Antrag will Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) an diesem Montag bei der Uefa stellen. Hintergrund ist ein vom ungarischen Parlament gebilligtes Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transpersonen einschränkt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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