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Krimi vom Punkt: HSV wirft 1. FC K├Âln aus dem DFB-Pokal

Von dpa
Aktualisiert am 18.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Die Spieler des Hamburger SV freuen sich ├╝ber den Sieg im Elfmeterschie├čen.
Die Spieler des Hamburger SV freuen sich ├╝ber den Sieg im Elfmeterschie├čen. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa./dpa)
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K├Âln (dpa) - Die Profis des Hamburger SV feierten lautstark den Coup in K├Âln. Die aufgebrachten FC-Spieler verstanden dagegen die Welt nicht mehr, wie dieses bittere Aus im Achtelfinale des DFB-Pokals passieren konnte.

In einem dramatischen Elfmeterschie├čen gewann der Zweitligist HSV bei den klassenh├Âheren Rheinl├Ąndern mit 4:3 (1:1, 0:0, 0:0) - weil der letzte FC-Sch├╝tze Florian Kainz den Ball bei seinem Schuss zweimal ber├╝hrte. Sein Treffer z├Ąhlte deshalb nicht, und Hamburg schaffte den vierten Einzug ins Viertelfinale innerhalb von acht Jahren.

Robert Glatzel (92.) hatte die Hanseaten schon in der Verl├Ąngerung in F├╝hrung gebracht, FC-Torj├Ąger Anthony Modeste rettete die Gastgeber in praktisch letzter Sekunde per verwandeltem Foulelfmeter in die Entscheidung vom Punkt (120.). In dieser vergab der Bundesligist die Chance auf den ersten Einzug in die Runde der besten acht Clubs seit zw├Âlf Jahren.

"Das war ein verdienter Sieg und ein richtig geiler Abend", sagte Glatzel. Die Entscheidung beim Kainz-Elfmeter "haben wir gleich richtig verstanden, es war klar, dass er sein eigenes Bein angeschossen hat". K├Âlns Benno Schmitz sprach von einer "bitteren und kuriosen" Niederlage. "Der Elfmeterpunkt war sehr rutschig", ├Ąu├čerte der 27-J├Ąhrige. FC-Torwart Marvin Schw├Ąbe sagte: "Wir m├╝ssen diese Entscheidung akzeptieren."

Klassenunterschied war kaum mehr erkennbar

Mit sechs Startelf-├änderungen im Vergleich zum 0:4 gegen den FC Bayern hatte der Bundesliga-Neunte die Anfangsphase bestimmt, Sebastian Andersson pr├╝fte HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes fr├╝h aus kurzer Distanz mit einem Kopfball (7.). Im bereits 108. Pflichtspiel der beiden Traditionsclubs gegeneinander machten die K├Âlner aber zu wenig aus den sich bietenden R├Ąumen. Zudem vergab Mark Uth in der 21. Minute eine Riesenchance, als er den Ball in der Folge eines Fehlpasses von Heuer Fernandes trotz bester Position vor dem Tor nicht in diesem unterbringen konnte. Torj├Ąger Modeste sa├č zun├Ąchst nur auf der Bank, der 33-J├Ąhrige kam in der 60. Minute in die Partie.

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Der HSV leistete sich zun├Ąchst zu viele Abspielfehler, insbesondere beim versuchten Spielaufbau mit Kurzp├Ąssen in der eigenen H├Ąlfte. Der Zweitligist konnte in der ersten Halbzeit nur selten gef├Ąhrliche Szenen entwickeln, die vergebene Chance von Glatzel entstand mehr zuf├Ąllig als gewollt (35.). Au├čenverteidiger Moritz Heyer hatte allerdings gro├čes Pech, als er nach einem Solo nur den Pfosten traf (45.+1).

Eine Minute nach dem Wiederanpfiff vereitelte Heuer Fernandes gegen Jan Thielmann eine weitere gro├če K├Âlner Chance (46.). Der FC erh├Âhte kurzzeitig den Druck, Andersson hatte per Kopf die n├Ąchste gute Gelegenheit (49.). Dann aber kam der HSV besser in die Partie. Sonny Kittel pr├╝fte FC-Torwart Marvin Schw├Ąbe mit einem Freisto├č (72.), Heyer traf nach einem Freisto├č wieder den Pfosten (83.). Wenig sp├Ąter ging es in die Verl├Ąngerung, in der Glatzel per Kopf fr├╝h traf. Der Klassenunterschied war in der Folge kaum mehr erkennbar, dem FC gelang nur noch wenig. Der Elfer nach einem Foul von Sebastian Schonlau rettete K├Âln dennoch in die Entscheidung vom Punkt.

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