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"Flutwelle": Acht Tote nach Massenpanik beim Afrika-Cup

Von dpa
Aktualisiert am 25.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Bei Spiel zwischen Kamerun und den Komoren gab es eine Massenpanik.
Bei Spiel zwischen Kamerun und den Komoren gab es eine Massenpanik. (Quelle: Themba Hadebe/AP/dpa./dpa)
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Jaunde (dpa) - In ihrer Panik klettern einige Fans auf ZĂ€une und durchbrechen Barrikaden, andere, darunter Kinder, liegen hilflos am Boden: Eine Massenpanik mit mindestens acht Toten hat die Fußballparty beim Afrika-Cup in Kamerun zu einer der grĂ¶ĂŸten Tragödien werden lassen.

Vor dem Achtelfinale des Gastgebers gegen die Komoren drÀngten zahlreiche Fans ohne Ticket ins Stade d'Olembé in der Hauptstadt Jaunde und lösten das Drama aus, bei dem neben den Toten mindestens 38 weitere Personen verletzt wurden.

"Wenn Leute ihr Leben verlieren und verletzt werden, mĂŒssen wir gemeinsam Verantwortung tragen. Es gibt keine Entschuldigung fĂŒr das, was passiert ist", sagte Patrice Motsepe, PrĂ€sident des Kontinentalverbandes CAF. Der SĂŒdafrikaner berichtete, er habe selbst vor einem geschlossenen Tor gestanden, das eigentlich hĂ€tte geöffnet sein mĂŒssen und prangerte schwerwiegende Verfehlungen an. "Wir werden sehr harte Diskussionen hinter verschlossenen TĂŒren haben. Wir werden alles Erdenkliche tun, damit das nie wieder passiert."

Viertelfinale verlegt

Als erster Schritt wurde das fĂŒr Sonntag geplante Viertelfinale innerhalb von Jaunde vom Stade d'OlembĂ© ins Stadion Ahmadou Ahidjo verlegt. Am Mittwoch werde es ein Treffen der Organisatoren geben, bis Freitag muss laut Motsepe der Bericht einer Untersuchungskommission vorliegen. Vor allen Spielen des Wettbewerbs wird es fortan eine Schweigeminute geben, die CAF ist in Kontakt mit den Familien der Opfer.

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Auch der Verband Kameruns veröffentlichte eine Mitteilung. "Wir bedauern die dramatischen VorfĂ€lle außerhalb des Stadion sehr. Unser MitgefĂŒhl gehört den Opfern und ihren Angehörigen. Wir rufen die Fans auf, diszipliniert und verantwortungsbewusst zu handeln, damit die verbleibenden Spiele festlich werden können", sagte Kameruns KapitĂ€n Vincent Aboubakar. Der frĂŒhere StĂŒrmer des FC Porto hatte beim 2:1 gegen die Komoren das zweite Tor erzielt.

Der Weltverband FIFA sprach den Familien und Freunden der Opfer am Dienstag in einer Stellungnahme "tiefstes Beileid" aus. Die "Gedanken und Gebete der weltweiten Fußball-Gemeinschaft" seien bei den Opfern und Angehörigen.

"Menschliche Flutwelle"

"Eine menschliche Flutwelle ĂŒberrollte den SĂŒdeingang", schrieb die "Cameroon Tribue". "Es war eine Menge Chaos. Es war hektisch. Die Menschen liefen, kletterten auf ZĂ€une, durchbrachen Absperrungen", sagte der dĂ€nische Journalist Buster Emil Kirchner, der vor Ort war, der BBC. Laut Zeugen schlossen Ordner die Eingangstore zum Stadion. Auf Fotos ist zu sehen, wie mehrere Menschen - auch Kinder - am Boden liegen und andere versuchen, ihnen offenbar Hilfe zu leisten. Unter den Opfern war ein erst 14 Jahre alter Junge, berichtete die britische Medienanstalt.

Den Angaben zufolge sollen 50.000 Menschen versucht haben, sich das Spiel von Kamerun gegen die Komoren anzusehen. Ins Stadion passen 60.000 Besucher, wegen der Corona-Vorgaben durften aber nur 80 Prozent der PlĂ€tze (48.000) gefĂŒllt werden. FĂŒr Kamerun stand auch Bundesliga-Profi Eric Maxim Choupo-Moting vom FC Bayern MĂŒnchen auf dem Platz.

Kamerun ist nach 1972 erst zum zweiten Mal Gastgeber des Afrika-Cups. Schon 2019 sollte das Land in der Mitte des Kontinents Gastgeber sein, bekam das Turnier aber wieder entzogen, weil es Bedenken gab, die Stadien wĂŒrden nicht geeignet sein. Ägypten richtete das GegenstĂŒck zur Europameisterschaft damals aus.

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