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Novum im Gottesstaat: Verkauf von Fußballtickets für iranische Frauen

Novum im Gottesstaat  

Verkauf von Fußballtickets für iranische Frauen

04.10.2019, 12:32 Uhr | dpa

Novum im Gottesstaat: Verkauf von Fußballtickets für iranische Frauen. Erstmals in der Geschichte des Iran sollen auch iranische Frauen Tickets für ein Fußballspiel kaufen können.

Erstmals in der Geschichte des Iran sollen auch iranische Frauen Tickets für ein Fußballspiel kaufen können. Foto: Saeid Zareian/dpa. (Quelle: dpa)

Teheran (dpa) – Zum ersten Mal in der vierzigjährigen Geschichte der islamischen Republik Iran können auch iranische Frauen Tickets für ein Fußballspiel kaufen.

Für das erste Heimspiel der WM-Qualifikation gegen Kambodscha am kommenden Donnerstag werden auf der Webseite des Teheraner Asadi-Stadions erstmals online Karten für vier Sondertribünen angeboten, die nur für Frauen vorgesehen sind.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA vom Freitag wurden den Frauen zunächst Tickets für nur zwei Tribünen angeboten. Da die aber in wenigen Minuten ausverkauft waren, wurde zwei weitere Tribünen hinzugefügt. Laut IRNA waren binnen Minuten 3500 Tickets verkauft. Mit so einer großen Nachfrage für ein Spiel gegen einen nicht gerade namhaften Gegner wie Kambodscha hatte im Iran keiner gerechnet. Auf den Frauentribünen sollen angeblich Sitzplätze für fast 5000 Frauen eingerichtet worden sein. Unklar ist jedoch, wie viele dieser Tickets für "ausgewählte Gäste", wie etwa Fußballerinnen und Trainerinnen, vergeben worden sind.  

Unter dem Hashtag "Frauen-Stadion" feiern zahlreiche Iranerinnen in den sozialen Medien den Ticketverkauf als einen großen Erfolg für ihren Kampf gegen die Diskriminierung der Frauen im Land. Unter der Überschrift "nach 40 Jahren endlich geschafft" posteten auch viele Iranerinnen ihr erworbenes Ticket. Nach Meinung von Beobachtern könnten sich die Frauen ausgerechnet über Fußball gegen die strengen islamischen Vorschriften des erzkonservativen Klerus durchsetzen.

Der Klerus hat Frauen den Besuch von Fußballspielen seit vier Jahrzehnten untersagt, weil seiner Ansicht nach islamische Frauen bei den Spielen mit frenetischen männlichen Fans nichts zu suchen hätten. Der Klerus ist zwar immer noch gegen den Stadionbesuch der Frauen, konnte sich aber diesbezüglich anscheinend nicht gegen die landesweiten Proteste sowie den Druck des Fußball-Weltverbandes FIFA durchsetzen. Falls Frauen der Eintritt weiterhin verboten wird, droht dem Iran der Ausschluss von der WM 2020 im Nachbarland Katar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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