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Schlammschlacht bei Barça: Dembélé beklagt "Erpressung"

Von dpa
Aktualisiert am 20.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Ousmane Dembélé muss den FC Barcelona verlassen.
Ousmane Dembélé muss den FC Barcelona verlassen. (Quelle: Jose Luis Contreras/DAX via ZUMA Press Wire/dpa./dpa)
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Barcelona (dpa) - Der Streit zwischen dem FC Barcelona und Fußball-Profi Ousmane DembĂ©lĂ© um eine gescheiterte VertragsverlĂ€ngerung spitzt sich zu und artet langsam zur Schlammschlacht aus.

Nachdem der spanische Verein zunĂ€chst die Trennung vom FlĂŒgelstĂŒrmer bekanntgegeben hatte, warf der 24 Jahre alte Franzose den Katalanen "Erpressung" vor. Er werde sich "keinerlei Erpressung mehr beugen", schrieb er in den sozialen Netzwerken. Vier Jahre lang habe er "Klatsch" und "LĂŒgen" ertragen, damit sei nun aber Schluss.

Dembélé: Ich stehe noch unter Vertrag

Der Fußballdirektor der Katalanen, Mateu Alemany, hatte zuvor in einem auf der Homepage des Clubs veröffentlichten Video die Trennung von DembĂ©lĂ© mit sofortiger Wirkung bekanntgegeben und dem frĂŒheren Dortmund-Profi vorgeworfen: "Es ist offensichtlich, dass der Spieler nicht bei Barcelona bleiben will und sich nicht fĂŒr Barças Zukunftsprojekt engagiert.". Man wolle nur engagierte Spieler und hoffe, dass ein Transfer noch vor dem 31. Januar möglich sein werde.

In seiner Abrechnung mit dem Clubvorstand wies DembĂ©lĂ© die VorwĂŒrfe energisch zurĂŒck. Er habe "immer alles gegeben". Er verbiete allen, zu behaupten, dass er sich nicht engagiere. Er stehe bei Barcelona noch unter Vertrag und stehe dem Club daher weiterhin zur VerfĂŒgung.

HernĂĄndez: "Uns bleibt nichts anderes ĂŒbrig"

Trainer Xavi HernĂĄndez hatte schon am Vortag gewarnt, DembĂ©lĂ© mĂŒsse seinen am 30. Juni auslaufenden Vertrag verlĂ€ngern. Andernfalls werde er nicht mehr fĂŒr Barcelona spielen. "Entweder er verlĂ€ngert oder wir lösen den Fall mit einem Weggang des Spielers. Uns bleibt nichts anderes ĂŒbrig, nichts anderes", sagte der Coach vor dem Achtelfinal-Pokalspiel der Katalanen bei Athletic Bilbao. FĂŒr dieses Spiel wurde DembĂ©lĂ© bereits nicht mehr aufgestellt.

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Barça habe mit dem Spieler und dessen Agenten bereits seit Juli 2021 GesprĂ€che gefĂŒhrt, versicherte Alemany. "Wir haben verschiedene Angebote gemacht, versucht, einen Weg fĂŒr den Spieler zu finden, bei uns weiterzumachen. Und diese Angebote wurden von seinen Agenten systematisch abgelehnt." Nach spanischen Medienberichten wollte der Berater des Spielers, Moussa Sissoko, nicht akzeptieren, dass der Club DembĂ©lĂ© kĂŒnftig ein deutlich niedrigeres SalĂ€r zahlen wollte.

Im GesprÀch mit dem französischen Radiosender "RMC" hatte Sissoko das Verhalten des Vereins kritisiert: "Wenn Barcelona hÀtte verhandeln wollen, hÀtten sie versuchen können, sich mit uns zusammenzusetzen und zu sprechen. Aber es gibt kein GesprÀch, nur Drohungen, nicht mehr in ihrer Mannschaft zu spielen. Und das ist verboten."

Der finanziell und sportlich angeschlagene Club hat Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro. Barça versucht, die Höhe der BezĂŒge zu reduzieren oder durch den Verkauf oder die Ausleihe von Profis die Ligaregeln fĂŒr die Gesamtsumme der ProfigehĂ€lter einzuhalten.

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