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WM 2022 – Niederlande ist raus: Lionel Messi darf weiter vom Titel träumen


Dramatisches WM-Viertelfinale
Messi darf weiter vom Titel träumen

  • Noah Platschko
Noah Platschko, Doha

Aktualisiert am 10.12.2022Lesedauer: 4 Min.
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Lionel Messi: Der Superstar bereitete den Treffer zum 1:0 traumhaft vor. (Quelle: IMAGO/Simon Stacpoole)

Südamerika bleibt bei der WM vertreten. Nachdem die Brasilianer sich verabschiedet hatten, machte es Argentinien auf dramatische Art und Weise besser – und beendete die Titelträume der Niederländer.

Argentinien hat die Niederlande in einem dramatischen WM-Viertelfinale knapp im Elfmeterschießen besiegt – und trifft nun am kommenden Dienstagabend auf Kroatien. Nahuel Molina (35. Minute) und Superstar Lionel Messi (73., Foulelfmeter) schossen die beiden argentinischen Tore, Wout Weghorst erzwang mit späten Toren die Verlängerung (83., 90.+11). Lautaro Martinez erzielte im Elfmeterschießen den entscheidenden Treffer für die Blau-Weißen.

Für die Argentinier ist es die erste Halbfinalteilnahme seit 2014, als man ebenfalls gegen die Niederlande im Elfmeterschießen gewann und erst im Finale an Deutschland scheiterte. Damit darf Messi weiter vom Gewinn seines ersten WM-Titels träumen, während Bondscoach Louis van Gaal nach Hause reisen muss – und seine Trainerkarriere wohl beendet.

So lief das Spiel:

Argentiniens Trainer Lionel Scaloni änderte sein Team im Vergleich zum Sieg über Australien auf einer Position. Für Alejandro Gomez startete Lisandro Martinez. Und auch Oranje-Trainer Louis van Gaal tauschte lediglich einmal, für Davy Klaassen brachte er Steven Bergwijn. Beide Mannschaften brauchten ein wenig, um in die Partie zu finden, Torraumszenen suchten die Zuschauerinnen und Zuschauer im (angeblich) ausverkauften Lusail-Stadion vergeblich.

Nach 20 gespielten Minuten hatte die Niederlande, zumindest was den Ballbesitz angeht, ein leichtes Übergewicht zu verzeichnen, ohne dabei aber gefährlich in Strafraumnähe zu kommen. Ein geblockter Abschluss von Atleticos Rodrigo De Paul war lange die einzige Torannäherung beider Teams (5. Minute), ehe Lionel Messis Distanzschuss weit über das Tor von Keeper Andries Noppert ging (22.). Wenige Sekunden später machte sich auch die Van-Gaal-Elf erstmals offensiv bemerkbar, doch Bergwijn verzog aus gut 16 Metern deutlich (24.).

Die Partie plätscherte in der Folge aber vor sich hin, da sich die defensive Fünferkette der Holländer nicht locken ließ und Argentinien sich seinerseits zu ideenlos präsentierte. Doch dann kam Messi. Der Superstar packte einen perfekten Schnittstellenpass durchdie Abwehrkette aus und bediente damit den aufgerückten Rechtsverteidiger Nahuel Molina, der sich durch den Strafraum tankte und mit dem rechten Außenrist ins linke untere Eck vollendete (35.). Die Blau-Weißen hatten nun Oberwasser und kamen zu einer weiteren Gelegenheit durch Messi (40.), ehe es mit der knappen Führung in die Pause ging.

Van Gaal tauschte in der Pause zweimal, brachte Steven Berghuis für den blassen Bergwijn sowie Teun Koopmeiners für Marten de Roon, zwei positionsgetreue Wechsel.

Die Argentinier ließen Oranje nun kommen, überließen ihnen den Ball und versuchten selbst über Konter gefährlich zu werden – was auch gelang. Ein von Messi eingeleiteter Angriff hätte beinahe zur Top-Chance aufs 2:0 geführt, doch Alexis Mac Allisters passte viel zu ungenau auf Rodrigo De Paul, sodass diese große Möglichkeit im Nichts verpuffte (59.).

Messi erhöht – Weghorst verkürzt

Nach einem Messi-Freistoß, der knapp übers Tor ging (62.), ging van Gaal noch mehr Risiko und brachte den großgewachsenen Luuk de Jong für Daley Blind. Sollten nun etwa hohe, weite Bälle auf den einstigen Gladbacher das Mittel der Wahl sein?

Zumindest agierte "Oranje" weiter harmlos – und musste wenig später den nächsten Rückschlag verkraften. Denzel Dumfries zog Marcos Acuna denkbar ungeschickt im Strafraum die Beine weg – Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz zeigte völlig zu Recht auf den Punkt. Eine Gelegenheit, die sich Messi nicht nehmen ließ und den Ball locker ins rechte obere Eck versenkte (73.). Die Vorentscheidung? Nein.

Denn in der 83. Minute stahl sich der fünf Minuten zuvor für Memphis Depay eingewechselte Ex-Wolfsburger Wout Weghorst im Sechzehner frei und erzielte per Kopfballaufsetzer den Anschlusstreffer. Und nur Sekunden später hätte Berghuis ausgeglichen, doch sein strammer Rechtsschuss landete nur am rechten Außennetz (85.).

In der Schlussphase kochten nochmal die Gemüter hoch, Lahoz musste bei einer Rudelbildung vor der Bank der Niederländer für Ruhe sorgen (89.), ehe die zehnminütige Nachspielzeit anbrach. In dieser warf die Elftal nochmal alles nach vorne, blieb aber lange glücklos vor dem Tor – ehe plötzlich erneut Weghorst zur Stelle war.

Koopmeiners täuschte bei einem Freistoß aus knapp 20 Metern perfekt den Schuss an und passte stattdessen in den Strafraum. Dort setzte sich der Ex-Wolfsburger energisch durch und schob die Kugel aus zehn Metern ins rechte Eck – Verlängerung!

In dieser tat sich in der ersten Halbzeit nichts. Argentinien schien nach dem 2:2 kurz vor Schlusspfiff immer noch unter Schock zu stehen, während die Niederländer verwalteten.

In den letzten 15 Minuten des Spiels schien sich das Messi-Team wieder etwas gefangen zu haben. Lautaro Martinez hatte das 3:2 auf dem Fuß, Virgil van Dijk lenkte den Ball aber aus kurzer Distanz zur Ecke (114.) Was folgte, war ein Sturmlauf der Blau-Weißen, während die Niederlande das Ergebnis halten wollte. Etliche Torgelegenheiten der Argentinier blieben ohne Erfolg.

Das Elfmeterschießen musste für die Entscheidung sorgen, in dem Argentinien am Ende die besseren Nerven hatte: Argentiniens Torwart Emiliano Martinez hielt die Elfmeter von Virgil van Dijk und Berghuis, von den Niederländern trafen einzig Koopmeiners, Weghorst und de Jong. Messi, der als erster antrat, verwandelte auf Seiten der "Albiceleste" dagegen ebenso wie Leandro Paredes und Gonzalo Montiel. Der Fehlschuss des jungen Enzo Fernandez blieb ohne Folgen, da Lautaro Martinez den entscheidenden Elfer sicher verwandelte.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtungen des Spiels
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