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Mario Gomez kritisiert Fans nach Pfiffen beim Länderspiel

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Nach Pfiffen beim Länderspiel  

Gomez kritisiert die Fans

25.08.2013, 20:41 Uhr | t-online.de, dpa

Mario Gomez kritisiert Fans nach Pfiffen beim Länderspiel. Mario Gomez wurde gegen Paraguay ausgepfiffen. (Quelle: imago/Bernd Müller)

Mario Gomez wurde gegen Paraguay ausgepfiffen. (Quelle: Bernd Müller/imago)

Mario Gomez hat die Pfiffe gegen ihn beim Länderspiel gegen Paraguay in Kaiserslautern(3:3) zum Anlass für eine generelle Kritik an den deutschen Fans genommen. "Nach dem Tod von Robert Enke haben sich viele Menschen in den Armen gelegen und gesagt, dass sich etwas ändern muss. Knapp vier Jahre später ist offenbar sehr viel vergessen von all dem, was damals Kluges gesagt wurde", sagte der Stürmer des AC Florenz der "Welt am Sonntag".

Bei dem Match gegen die Südamerikaner war Gomez wieder einmal die Zielscheibe frustrierter Fans gewesen, die sich den ehemaligen Münchner seit Jahren als Feindbild aufgebaut haben. Nachdem der 28-Jährige beim ersten Länderspiel der DFB-Auswahl in der WM-Saison in der 54. Minute für den einstigen Lauterer Publikumsliebling Miroslav Klose eingewechselt worden war, schlug dem ehemaligen Münchner die blanke Abneigung entgegen. Mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert wurde Gomez niedergemacht, noch bevor er die erste Ballberührung hatte.

"Fand die Pfiffe nicht schön"

Gomez bekannte nun, dass ihn die Misstöne von den Rängen getroffen hätten, äußerte jedoch auch ein wenig Verständnis für die Reaktion der Zuschauer. "Ich fand die Pfiffe nicht schön, aber die Menschen in Kaiserslautern hatten gehofft, dass Miro Klose in seinem Wohnzimmer den Torrekord von Gerd Müller einstellt", sagte der 28-Jährige.

Der im Sommer vom FC Bayern München nach Florenz gewechselte Torjäger übte ferner Kritik an der öffentlichen Wahrnehmung des Fußballs, der nur noch Show sei. "Manchmal hat es den Eindruck, als würden in der Gesellschaft nur Katastrophen und Fußball interessieren. Das finde ich bedenklich", sagte Gomez.

Als Profi ist man heute gläsern

Er könne nicht gutheißen, dass die Spieler permanent unter Beobachtung stünden. Als Profi sei man heute absolut gläsern. "Wenn ein Spieler mal abends weggeht, ist davon spätestens am nächsten Tag ein Foto bei Twitter oder Facebook", beklagte der Nationalspieler.

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