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ARD-Experte Mehmet Scholl kritisiert Taktik-Fuchs Louis van Gaal

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"Pausenlose Angst"  

TV-Experte Scholl kritisiert Louis van Gaal

10.07.2014, 14:02 Uhr | t-online.de

ARD-Experte Mehmet Scholl kritisiert Taktik-Fuchs Louis van Gaal. Mehmet Scholl lässt kein gutes Haar an Hollands Trainer Louis van Gaal. (Quelle: imago/Screenshot ARD)

Mehmet Scholl lässt kein gutes Haar an Hollands Trainer Louis van Gaal. (Quelle: Screenshot ARD/imago)

Diesmal war selbst Taktik-Fuchs Louis van Gaal machtlos. Für seine niederländische Nationalmannschaft ist der Traum vom Weltmeistertitel ausgeträumt. Die "Elftal" unterlag im WM-Halbfinale gegen Argentinien (0:0, 2:4 nach Elfmeterschießen). Van Gaals Mannschaft spielte gegen die Südamerikaner erneut sehr defensiv, kam in der regulären Spielzeit nur zu vier Torschüssen.

In der Verlängerung gingen die Niederlande zwar ein etwas höheres Risiko, waren aber beständig darauf bedacht, dass hinten die Null stehen muss. In der "Lotterie" Elfmeterschießen ereilte Oranje dann das Aus - anders als noch im Viertelfinale gegen Costa Rica.

Für die Defensiv-Strategie erntete van Gaal nach der Partie Kritik von Mehmet Scholl. "Sie waren taktisch überladen, hatten pausenlos Angst den Ball nach vorne zu spielen", analysierte der TV-Experte in der ARD.

"Haben ihre Art Fußball zu spielen verloren"

Er warf den Holländern vor, nach der begeisternden WM-Gruppenphase, als Spanien (5:1), Australien (3:2) und Chile (2:0) besiegt wurden, in der K.o.-Runde ihre erfolgreiche Taktik aufgegeben zu haben. "Sie haben während des Turniers ihre Art Fußball zu spielen verloren", sagte Scholl.

Trümpfe stechen diesmal nicht

Van Gaal konnte das Aus gegen Argentinien nicht abwenden, seine Trümpfe stachen diesmal nicht. Mit der Einwechslung des Schalkers Klaas-Jan Huntelaar für Robin van Persie in der 96. Minute versuchte der Bondscoach wie gegen Mexiko die Entscheidung einzuwechseln - doch der Hunter blieb diesmal ohne Wirkung.

Weil er schon dreimal ausgetauscht hatte, konnte er - anders als im Viertelfinale gegen Costa Rica - diesmal nicht mehr Elfmeterkiller Tim Krul in die Partie bringen. Nach dem Spiel gestand van Gaal ein, dass seine Mannschaft in der Offensive zu harmlos geblieben war: "Wir haben nicht viele Chancen kreiert, das war in den anderen Spielen besser."

Für den ehemaligen Bayern-Coach lag das über weite Teile langweilige Spiel gegen die Gauchos auch am Gegner: "Das sagt auch viel über die Leistung des argentinischen Teams. Auf dem Feld standen Robben, van Persie, Sneijder und auf der anderen Seite Messi, Lavezzi oder Higuain. Dass es trotzdem kaum Chancen gab, spricht für das taktische Niveau."

"Den allergrößten Fußball-Keks gegessen"

Für den TV-Experten Scholl war es indes offenbar eine Genugtuung, dass van Gaals Strategie diesmal nicht aufging. "Er wollte zeigen, dass er nicht nur den Fußball-Keks, sondern den allergrößten Fußball-Keks gegessen hat. Und dann kommt eben der Fußball-Gott oder die Argentinier und sagen: 'Ne, warte mal, bleib mal hier'", zog Scholl vom Leder.

Van Gaal war nach dem Spiel enttäuscht, attestierte seiner Elf aber eine großartige WM. "Es ist die schlimmste Weise, ein Spiel im Elfmeterschießen zu verlieren", sagte er. "Wir haben ein fantastisches Turnier gespielt. Niemand hat uns zugetraut, das Halbfinale zu erreichen."

"Das ist kein Fair Play"

Auf das Spiel um Platz drei gegen Gastgeber Brasilien freute sich van Gaal indes nicht. Er bezeichnete es als unfair und nicht im Sinne des Sports. "Das Spiel um Platz drei sollte nicht ausgetragen werden. Das sage ich seit zehn Jahren. Wir haben einen Tag weniger Zeit zur Vorbereitung als unser Gegner, das ist kein Fair Play", schimpfte van Gaal: "Aber das Schlimmste ist, dass man eventuell zweimal in Folge verliert. Und dass man ein Turnier, das so toll war, vielleicht als Loser beendet. Das hat mit Sport nichts mehr zu tun. Es kann nur ein Finale geben, und in dem muss es darum gehen, Champion zu werden."

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