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Handball-WM: DHB-Krimi gegen Frankreich hat sich "wie Niederlage angefühlt"


Frust und Hoffnung nach DHB-Krimi  

"Bin froh, dass ich mir nicht den Fuß gebrochen habe"

Von Martin Trotz, Benjamin Zurmühl

16.01.2019, 09:33 Uhr
 (Quelle: t-online.de)
Gensheimer nach DHB-Krimi: "Bin froh, dass ich mir nicht den Fuß gebrochen habe"

Nach dem unnötigen Unentschieden des DHB-Teams gegen Frankreich mischen sich Frust und Stolz, den amtierenden Weltmeister und WM-Top-Favoriten am Rande der Niederlage gehabt zu haben.

Deutsche Handballer ärgern sich: "Nach dem Spiel habe ich fünfmal gegen den Pfosten getreten". (Quelle: t-online.de)


Hochspannung bis zur letzten Sekunde. Der Krimi gegen Frankreich war zwar am Ende keine Niederlage, fühlte sich aber dennoch so an. 

Wieder der späte Ausgleich nach Führung, wieder entscheidende Fehler zum Schluss und wieder nicht belohnt. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft konnte beim Spitzenspiel gegen Frankreich die starke Leistung nicht mit einem Sieg krönen. "Es ist scheiße, dass wir am Ende einen Punkt hergegeben haben. Es hat sich wie eine Niederlage angefühlt nach dem Kampf, den wir hier geliefert haben", sagte Kapitän Uwe Gensheimer nach dem Spiel zu t-online.de.

Der Weltmeister am Rande einer Niederlage

Für Fabian Wiede wäre ein Sieg umso schöner gewesen. Der Spieler der Füchse Berlin hatte ein Heimspiel, dazu konnte er mit einer starken Leistung glänzen. "Natürlich ist es schade, dass wir nur einen Punkt geholt haben, weil wir ein überragendes Spiel gezeigt haben", so Wiede. Doch der "Man of the Match" fasste sofort neues Selbstvertrauen: "Wie man heute gesehen hat, können wir jeden Gegner schlagen, das nehmen wir mit."

Auch in Zeiten der Enttäuschung steht das deutsche Team eng zusammen. (Quelle: imago images/Bernd König)Auch in Zeiten der Enttäuschung steht das deutsche Team eng zusammen. (Quelle: Bernd König/imago images)

Auch bei Kreisläufer Patrick Wiencek wich der Ärger schnell: "Wir hatten den Weltmeister am Rande einer Niederlage, da können wir stolz auf uns sein", sagte er wenige Minuten nach dem Abpfiff.

Mithilfe aus Brasilien

Uwe Gensheimer sah in der "gefühlten Niederlage" noch einen anderen Lichtblick: "Mit ein bisschen Abstand bin ich auch froh, dass ich mir nicht den Fuß gebrochen habe, als ich nach dem Spiel fünfmal gegen den Pfosten getreten habe." 

Uwe Gensheimer ließ seinen Frust am Torpfosten ab. (Quelle: imago images/Contrast)Uwe Gensheimer ließ seinen Frust am Torpfosten ab. (Quelle: Contrast/imago images)

Am Donnerstag wartet mit Serbien (ab 18 Uhr im Liveticker von t-online.de) der nächste Gegner. Im letzten Vorrundenspiel geht es für Deutschland darum, Platz zwei fix zu machen. Generell sieht die Ausgangslage des DHB-Teams schon um einiges besser aus als nach dem Russland-Spiel. Sollte Brasilien gegen Korea gewinnen und Russland gegen Frankreich verlieren oder nur ein Unentschieden holen, wäre Brasilien als Gruppendritter weiter.
        

         
Durch dem deutschen Sieg gegen die Südamerikaner würde das die Ausgangslage in der Hauptrunde verbessern. Daran denken die DHB-Stars aber noch nicht: "Wir konzentrieren uns erst mal nur auf Serbien", sagte Fabian Wiede. Und für das letzte Spiel in Berlin hat Patrick Wiencek klare Pläne: "Die Halle wird wieder ausverkauft sein und wir wollen den Fans eine schöne Show bieten."

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