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Henning Fritz: Das DHB-Team wie 2007? Ich sehe nur wenig Gemeinsamkeiten


Das DHB-Team wie 2007? Ich sehe nur wenig Gemeinsamkeiten

Eine Kolumne von Henning Fritz

Aktualisiert am 23.01.2019Lesedauer: 3 Min.
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Das Grundstück des deutschen Erfolgs: Die Defensive um Hendrik Pekeler (l.) und Patrick Wiencek, meint Henning Fritz (r.o.).
Das Grundstück des deutschen Erfolgs: Die Defensive um Hendrik Pekeler (l.) und Patrick Wiencek, meint Henning Fritz (r.o.). (Quelle: imago-images-bilder)
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Der Traum vom Titel bei der Heim-WM wird immer größer. Das letzte Mal wurde Deutschland 2007 Weltmeister, ebenfalls bei einer Heim-WM. Doch Parallelen gibt es nicht allzu viele, meint Handball-Legende Henning Fritz in seiner Kolumne.

Ich glaube es liegt an der rheinischen Feierkultur, dass die Stimmung in Köln so einzigartig ist. Auf jeden Fall haben die Fans mit ihrer Atmosphäre unsere Handball-Nationalmannschaft super unterstützt und ihren Teil dazu beigetragen, dass wir nun vorzeitig im Halbfinale bei dieser WM stehen. Das Mindestziel der Mannschaft ist damit erreicht.

Von Deutschland als einzigem Titelfavoriten zu sprechen, wäre trotz allem zu hoch gegriffen. Das Spiel gegen Kroatien war nicht unsere beste Leistung. Aber es ist ein Ergebnissport und wir haben das Spiel gewonnen, das zählt. Die Mannschaft hat noch Luft nach oben, gerade was die Abschlüsse von den Außenpositionen angeht. Es ist nur von Vorteil, wenn man ein Spiel gewinnt und trotzdem sofort Dinge sieht, die verbessert werden können.

Die Fans in Köln sorgen für eine einmalige Kulisse.
Die Fans in Köln sorgen für eine einmalige Kulisse. (Quelle: DeFodi/imago-images-bilder)
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Kohlbacher hat ein Sonderlob verdient

Außerdem spricht es für die Mannschaft, dass sie es gut kompensiert, wenn einzelne Spieler keinen guten Tag erwischen. Da muss man wieder die überragende Abwehrleistung des Teams hervorheben, die die Fehler in der Offensive wettmacht. Dazu kommt Torwart Andi Wolff, der in den entscheidenden Phasen wichtige Bälle gehalten hat. Vorne möchte ich Steffen Fäth und vor allem Fabian Wiede im Rückraum hervorheben. Letzterer hat in den entscheidenden Phasen Verantwortung übernommen und die wichtigen Tore gemacht. Das war entscheidend im Spiel gegen Kroatien.

Einer, der auch ein Sonderlob verdient hat, ist Jannik Kohlbacher. Bei ihm tritt genau das ein, was ich vor der WM erwartet habe. Er wächst über sich hinaus und wird zu einem entscheidenden Spieler im Kampf um den Titel. Wie er sich frei spielt, den Ball fordert und dann den Pass in einen Torabschluss umsetzt, ist Weltklasse. Auch defensiv wird er immer wichtiger. Das liegt auch daran, dass Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler als Nebenmänner ihm eine enorme Sicherheit geben.

Jannik Kohlbacher ist inzwischen ein Anker der deutschen Offensive.
Jannik Kohlbacher ist inzwischen ein Anker der deutschen Offensive. (Quelle: Agentur 54 Grad/imago-images-bilder)

Die Unterschiede zu 2007

Aufgrund des bisherigen Erfolgs des deutschen Teams werden viele Parallelen zwischen der heutigen Mannschaft mit unserer von 2007 gezogen. Ich sehe da aber nur wenige Gemeinsamkeiten. Was stimmt, ist, dass wir auch eine sehr gute Abwehr gespielt haben mit Oliver Roggisch im Zentrum. Das ist die Basis des Erfolgs und kann mit Sicherheit verglichen werden.

Offensiv sehe ich aber viele Unterschiede. Wir haben damals mehr Angriffe über die Außen gespielt, wo Torsten Jansen und Florian Kehrmann für viel Gefahr gesorgt haben. Pascal Hens hat im linken Rückraum durch seine Sprungkraft immer wieder die Möglichkeit gehabt, über den gegnerischen Block zu werfen. Dazu hat Mimi Kraus mit seiner Dynamik im Zentrum immer wieder die Abwehrreihen auseinandergezogen. Die Angriffe waren gefühlt einfach auf mehr Schultern verteilt.


Die heutige Mannschaft greift mehr durch die Mitte an, und wenn es mal über die Außen geht, dann fast nur über die linke Seite. Steffen Fäth überzeugt im linken Rückraum weniger durch eine enorme Sprungkraft a la Pascal Hens, sondern durch seine schnelle Armbewegung. Dazu kommen auch Fabian Wiede und Jannik Kohlbacher zu vielen Abschlüssen in der Mitte.

Was Tim Suton der Mannschaft gibt

An dieser Stelle möchte ich Martin Strobel gute Besserung wünschen. Er hat ein super Turnier gespielt und der Mannschaft enorm geholfen. Sein Nachfolger ist Tim Suton. Tim ist individuell ein sehr guter Spieler, der sich in Lemgo zu einem Führungsspieler entwickelt hat. Ich halte das für eine gute Entscheidung, ihn zu nominieren.


Er ist kein klassischer Stratege wie Martin Strobel, hat dafür eine höhere Durchschlagskraft, was das Wurfverhalten angeht. Tim hat einen großen Drang, in die gegnerischen Lücken zu stoßen und so zum Abschluss zu kommen. Das gibt dem deutschen Team eine neue Variante im Offensivspiel.

Eine Niederlage gegen Spanien könnte man verkraften

Es ist zu erwarten, dass er gegen Spanien direkt zum Einsatz kommen wird, um ein bisschen Erfahrung zu sammeln. Ein Sieg würde wohl bedeuten, dass wir als Gruppensieger im Halbfinale nicht auf Dänemark treffen. So sieht es jedenfalls bisher aus. Wir hätten aber natürlich eine höhere Möglichkeit, die Dänen in Deutschland zu schlagen, als in einem möglichen Finale in Herning. Auf dem Weg zu einem möglichen Weltmeister-Titel sollte man das nicht außer Acht lassen.

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Taktieren wird die deutsche Mannschaft sicher nicht. Für sie geht es nur um den Sieg gegen Spanien. So war ich als Spieler auch. Mit den Rechnereien habe ich gar nicht erst angefangen. Aber die Jungs dürfen befreit aufspielen und wissen, dass man eine Niederlage verkraften könnte.

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